14. Juni 1997: Zum ersten Mal startet in Bielefeld der „Carnival der Kulturen“

Von Dagmar Giesecke, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek
„Für das bunte Spektakel im Bielefelder Westen werden mehr als 40 Gruppen aus Köln, Berlin, Manchester, Dortmund, London, Ostwestfalen/Lippe, Hildesheim und Münster erwartet. Zu Rhythmen von Soca, Samba, Steel Plan und Reggae wird sich der internationale Umzug ab 15.00 Uhr seinen Weg von der Alm bis zum Siegfriedplatz bahnen. Der 'Carnival' der Kulturen ist eine neue grenzübergreifende Kulturform, die sich in immer mehr europäischen Städten durchsetzt.” Mit diesen Sätzen beginnen die Sonderseiten des StadtBlatts von 5. Juni 1997.



Nachdem Rochdale/England 1953 die erste Partnerstadt Bielefelds geworden war, gründeten Gewerkschafter eine Vereinigung, die sich für Freundschaft nach langjähriger Kriegszeit einsetzen wollte. An den Carnival der Kulturen war aber noch lange nicht zu denken. Anfangs beschränkten sich die freundschaftlichen Beziehungen auf gegenseitige Besuche mit in der Regel offiziellem Charakter. Erst gut 25 Jahre später weiteten sich diese in den kulturellen Bereich aus. Maßgeblich getragen wurde diese Initiative vom Bielefelder Verein „Artists Unlimited”, gegründet 1985. Dort wohnten und arbeiteten künstlerisch tätige junge Menschen. Neben der kreativen Tätigkeit, entwickelten sich intensive Kontakte zur Bielefelder Künstlerszene.

In Rochdale gründete sich die Künstlergruppe „Artists for the Environment in Rochdale”, kurz A.F.T.E.R genannt, die sich mit großformatiger Kostümkunde beschäftigte. Paul Mc Laren, Bildhauer aus Manchester, hatte 1990 den Verein „Shademakers” dort ins Leben gerufen. Nach vielen Ausstellungen und Erfolgen suchte er nach einer neuen Herausforderung und fand sie buchstäblich auf der „Straße”: Schwerpunkt sollte die Auseinandersetzung der Kunst im städtebaulichen Raum sein. Dort sollte ihm ein anderes Publikum begegnen und die Auseinandersetzung mit seiner Kunst suchen. Er arbeitete von nun an einer neuen Form des künstlerischen Ausdrucks, in der Funktionen von Maschinen mit Emotionen gepaart werden sollten. Dieser „mechanical nonsense” wurde sein Markenzeichen und war der erste Schritt zu den inzwischen überall bekannten überdimensionierten Kostümen.

1993 traf Mc Laren erstmals auf die Fotografin und Journalistin Uschi Dresing und schon ein Jahr später wurde er Gast von „Artists Unlimited”, mit der Möglichkeit, in Bielefeld kreativ tätig zu sein. Hier gründete sich im Folgejahr ebenfalls der Verein „Shademakers”. Eine fruchtbare und langjährige Zusammenarbeit war zwischen dem Künstler aus Rochdale und der Fotografin aus Bielefeld aus der Taufe gehoben. Erste gemeinsame Ergebnisse wurden in Schieder-Schwalenberg, auf dem Leineweberfest und in der „Artists Unlimited”-Galerie präsentiert.
Seit der Mitte 1960er Jahren feiert London schon den Externer LinkNotting Hill Carnival, anfangs ausgerichtet von zugezogenen Afroamerikanern aus dem Commonwealth. Der Ursprung ist allerdings in der Karibik zu finden. Und dort nahmen seit 1992 auch die „Shademakers” unter Federführung von Paul Mc Laren teil. Zwei Jahre später bestand die Gruppe nicht nur aus Engländern, sondern es hatten sich auch deutsche „Karnevalisten” eingefunden, was großen Anklang fand. Neben London traten sie auch in Port of Spain in Trinidad auf. Der Funke an dieser Art von Großveranstaltung war inzwischen auch auf Deutschland übergesprungen und die Weichen für ein solches Fest in Bielefeld gestellt. Zwei Jahre vor dem ersten Umzug in Bielefeld begannen intensive Planungen. Aber auch praktische Arbeiten wurden aufgenommen.

Das Erlernen des Maskenbaus konnte in verschiedenen Einrichtungen gebucht werden und als 1996 erstmalig in Berlin der „Karneval der Kulturen” stattfand, waren die Bielefelder „Shademakers” selbstverständlich mit dabei. Auch bei anderen Veranstaltungen mischten die Bielefelder mit, so u. a. als eigenständige Gruppe in London auf dem „Notting Hill Carnival” und zum 50. Geburtstag des Landes Nordrhein-Westfalen in der Landeshauptstadt Düsseldorf.


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Sonderbeilage: Die erste Seite des Programms aus dem StadtBlatt vom 5. Juni 1997; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,2/Zeitungen


Zeitungsartikel mit Foto
Für Bielefeld war erstmalig eine Großveranstaltung dieser Couleur für 1997 angedacht. Da eine solche Veranstaltung nicht allein gestemmt werden konnte, begannen intensive Gespräche mit potentiellen Partnern und Partnerinnen. Geredet wurde mit dem Kulturbüro des Welthauses Bielefeld, vertreten durch Rainer Maas. Seit Jahren organisierte das Welthaus anspruchsvolle Konzertreihen und Festivals. Beide wurden sich schnell einig. Und auch das Kulturamt war als Mitveranstalter eingestiegen. Zusätzlich wurden zur sicheren Finanzierung auf allen Ebenen Sponsoren gesucht. Nachdem auch das Kultusministerium in Düsseldorf einen Zuschuss aus der Kulturförderung zusagte, stand dem ersten Carnival der Kulturen in Bielefeld nichts mehr im Weg. Für den Umzug wurden insbesondere heimische Gruppen aus den einzelnen künstlerischen Sparten kontaktiert, dazu kamen Schulen, Jugendeinrichtungen und vor allem Gruppen, die multikulturell arbeiteten. Aber auch Behinderte wurden mit einbezogen. Nicht bei allen stieß die neue Form eines Spektakels auf Zuspruch.

Am 14. Juni 1997 konnte um 16 Uhr tatsächlich der Startschuss für die Parade unter dem Motto „Für Kreativität und Toleranz” gegeben werden. 32 Gruppen und 800 Einzelakteure waren daran beteiligt. Etwa 15 000 Menschen säumten begeistert die Straßen. „Karneval, da schlüpft man doch in Kostüme, die schon letztes Jahr in die Altkleidersammlung sollten, stellt sich frierend an den Straßenrand[,] zieht frierend von Kneipe zu Kneipe durch den Regen, um ungeliebten Karnevalisten zu entkommen? Nun, dieser ‚Carnival der Kulturen‘, der sich Samstag im Bielefelder Westen abspielte, ist ein wenig anders. Kein Besucher wird gezwungen, sich zu kostümieren, wenn der Shademakers Carnival Club zu dem einige hundert Meter langen Umzug einlädt”, schrieb am 16. Juni 1997 die NW. „Es ist Zeit, einmal die Disziplinen auf dem Rundkurs von der Alm zum Siegfriedplatz vorzustellen: Zunächst Samba, die Kunst, Percussionsinstrumente zu tragen und zu bedienen, dabei auf nichts zu hören, was ein paar Meter vor, hinter und neben einem passiert. Herausragend wie immer ‚Samba Rua Viva‘, die an der Spitze des Zuges laufen. Kostümtragen: die Verkleidungen, die von den Shademakers und einer Truppe Trinidader/Trinidads aus London getragen werden, sind meterhoch und -breit. Sie sind phantasievoll gestaltet mit Tentakeln und Federbüschen oder stellen sehr detailgetreu Tiere dar, wie einen Pfau oder ein Krokodil, das nur von einem Träger balanciert wird”, fuhr die NW sachlich distanziert weiter. Darüber hinaus wurde noch jede Menge Musik von großen Lastwagen präsentiert. Auch Tanzeinlagen fehlten nicht bei dem bunten Umzug. Angekommen auf dem Siegfriedplatz, beendete ein Regenschauer die nochmalige Präsentation der Teilnehmer und Teilnehmerinnen jäh. Dafür ging es abends noch mit flotten Rhythmen auf dem Klosterplatz weiter.


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Die Lokalberichterstattung fiel zum Auftakt wohlwollend, aber knapp aus, NW v. 16.6.1997; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,2/Zeitungen


Die Veranstaltung war ein durchschlagender Erfolg, so dass sofort daran gedacht wurde, im nächsten Jahr wieder zu feiern. Aber das nächste Mal plante man neben der Erweiterung der Strecke bis hinein in die Altstadt zusätzlich ein dreitägiges Rahmenprogramm. Bevor es aber mit der intensiven Planung losging, fand im Februar noch ein Plenum im Dritte-Welt-Haus statt. Ziel war es, den regionalen Gruppen Kooperationspartner zu vermitteln. „Der neue Sommer-Carnival in Europa, der Carnival der Kulturen, lasse sich eigentlich am ehesten als ein Geistes- oder Bewußtseinszustand beschreiben, sagt der Engländer Paul McLaren. Ein Zustand, in dem Regeln nicht mehr gelten, die unser Leben bestimmen und in der Spur halten. In einer Zeit, in der viele von allen guten Geistern verlassen scheinen, in der lange bewahrte Werte ausverkauft werden, in der jene scheitern, die angetreten waren, die Dinge zum Besseren zu wenden – in dieser Zeit bringt der Carnival unsere innersten Gefühle ans Tageslicht und erlaubt unseren Wünschen und Visionen zu obsiegen – wenigstens als Fantasie und Illusion, wenigstens für einen Tag im Jahr. Die Menschen verwirklichen das Bild, das sie von sich selbst haben, indem sie Masken aufsetzen. Oder ist es nicht genau umgekehrt? Das ganze Jahr tragen sie ihre Masken – außer zum Carnival, da kehren sie ihr verborgenes Ich hervor”, philosophierte Paul McLaren, der inzwischen in Bielefeld heimisch geworden war, in einem Interview vom 26. Mai 1997 in der NW. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich schon über 50 Gruppen angemeldet, darunter Gruppen aus Berlin, Köln und Düsseldorf. Der überwiegende Teil stammte aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Um das Fest ein wenig aus den roten Zahlen zu holen bzw. vielleicht die Kosten decken zu können, wurden vorab mit dem Slogan „Flagge zeigen, Fünfer zücken, Button kaufen!” Anstecker verkauft.

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Figur aus der Werkstatt der Shademakers im Programmheft 2009. Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,10/Zeitgeschichtliche Sammlung, Nr. 356


Szene vom „Carnival“ im Juni
Unter dem Motto „One for the Road” feierte die Stadt 1998 den zweiten Carnival der Kulturen. Und nicht nur mehr Gruppen waren zu bewundern, auch mehr als 50 000 Zuschauer und Zuschauerinnen säumten begeistert wiederum die Straßen bis hin zum Ravensberger Park. Die Bielefelder Zeitungen berichteten in diesem Jahr mit wahrer Begeisterung von diesem Spektakel. So schrieb die NW vom 8. Juni 1998 u. a.: „ Nur wenige Schaulustige bleiben von der Farbenpracht und dem intensiven Rhythmus ostwestfälisch unberührt. Der Funke zu den bewundernden Zugteilnehmern springt auf Tausende von Begeisterten über. Ein bißchen Rio in Bielefeld.” Das Bielefelder Stattblatt fragte am 11. Juni 1998: „Was haben London, Berlin und Bielefeld gemeinsam? Na klar, den Karneval.” Einen Wermutstropfen gab es dennoch. Wegen der knappen Kasse, konnten nicht alle interessierten Gruppen teilnehmen. U. a. hatte das Kultusministerium seine Förderung um 82 Prozent gesenkt.

Trotzdem wurde umgehend mit der Planung für das nächste Jahr begonnen. Wegen der geringeren Zuwendungen schrumpfte das Organisationsteam auf zwei Personen, die mehr als fünf Monate unentgeltlich dafür gearbeitet hatten. Landesmittel fehlten in diesem Jahr gänzlich. Zwischendurch wurde ernstlich überlegt, ob bei der Schuldenlage es überhaupt verantwortbar wäre, eine weitere Runde zu planen. Da sich das Welthaus Bielefeld aber zwischenzeitlich bereit erklärt hatte, das entstandene Defizit zu tilgen, gingen die Planungen weiter. Wie in London, sollten auf dem dritten Carnival der Kulturen erstmalig Preise für die besten Kostüme und für besondere künstlerische Leistungen vergeben werden, im Gesamtwert von 5000 DM. Gestiftet wurden sie von der Sparkassenstiftung und von der Bielefelder Marketing Gesellschaft. Die Kriterien sollten den internationalen Standards standhalten und u. a. mit London und Berlin vergleichbar sein.
Und auch der dritte Durchgang 1999 unter dem Motto „Dialog der Kulturen” war von Erfolg gekrönt. Die zum ersten Mal ausgelobten Preise erhielten im Ravensberger Park nach nochmaliger Vorführung der Kostüme und Aktionen der „Verein für Berufliche Aus- und Weiterbildung Jugendlicher und junger Erwachsener” (erster Preis), die Laborschule mit dem Sonnenblumenfeld, Milan Ratschek, der sich mit der Gruppe „Die Wüste lebt” als Kaktus präsentiert hatte, „Die Ehrwürdigen Gestalten” der Martin-Niemöller-Gesamtschule und Rebecca Budde von Dan’s Art als „Savannah Bat”.

„Das Raunen und der Applaus begannen auf dem Siegfriedplatz in Bielefeld. Von dort setzte sich zum dritten Mal der ‚Carnival der Kulturen”, ein alternativer und bunter und künstlerischer und brodelnder Zug, in Bewegung – und mehr als 50 Gruppen beteiligten sich an dem Tänzelnden Marsch durch die Bielefelder Innenstadt”, teilte die NW vom 7. Juni 1999 mit. Der Ultimo vom 17. Mai des Jahres titelte allerdings nicht ganz so euphorisch: „Carnival is over? Das dritte karibische Maskenlaufen könnte Bielefelds letztes sein.” In dasselbe Horn blies auch die Neue Westfälische von 8. Mai, wo sie anmerkt, dass eine solche Veranstaltung nur in Bielefeld gehalten werden kann, wenn öffentliche Gelder fließen werden. Die Nachbarstadt Gütersloh hatte zur selben Zeit den Veranstaltern für das nächste Jahr ein lukratives Angebot gemacht. Gerne wollten sie die Parade nach Gütersloh holen und sämtliche Kosten übernehmen. Es wurde intensiv geprüft, aber schließlich doch abgelehnt, weil der Carnival der Kulturen zu eng mit Bielefeld verbunden war. Mehr als 60 Prozent der Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen inzwischen aus der Stadt selbst.

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In der Obernstraße/Ecke Goldstraße: Der „Carnival” im Juni 2011; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,3/Fotosammlung, Nr. 92-10-1


Die Tageszeitungen waren nach dem Wochenende ein weiteres Mal voll des Lobes. Wieder titelte die NW vom 7. Juni 1999: „Mehr als 50 000 Zuschauer auf der Straße – 15 000 im Ravensberger Park: Carnival der kulturellen Superlative.” Und das Bielefelder StadtBlatt überschrieb seinen Artikel mit den Worten: „Everybody loves it Gratis! Der Tag an dem 50.000 Bielefelder ihren Therapeuten vergessen konnten”. Wenige nach den Festivitäten schrieb Uschi Dresing im Auftrag des Shademakers Carnival Club e.V. einen Antrag auf Bezuschussung für das nächste Jahr. Nur mit Geldern der öffentlichen Hand könne die Veranstaltungsreihe auch im nächsten Jahr fortgeführt werden. Wenn die Stadt eine feste Summe von 50 000 DM regelmäßig zur Verfügung stellen würde, wären die weiteren Spektakel gesichert.

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Kommentar in der NW zum Gütersloher Angebot, das Spektakel dorthin zu holen, NW vom 10.6.1999; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,2/Zeitungen


Antrag des Shademakers Carnival Clubs e.V. auf Bezuschussung

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Im Herbst desselben Jahres stimmte der Rat dem Antrag zu. Und die Planungen gingen erleichtert weiter. Am 5. Juni 2000 konnte die bunte Parade ein weiteres Mal am Siegfriedplatz unter dem Motto „Mythen, Masken, Farbenrausch” starten. In diesem Jahr erhöhte sich die Publikumszahl um weitere 10.000 auf 60.000 Menschen, die wieder begeistert die Straßen säumten. Der Carnival der Kulturen war endgültig in Bielefeld angekommen. „Gab es vor dem letztjährigen Umzug noch Unsicherheiten um den Fortbestand des einzigartigen Festes in der Puddinghauptstadt, Gütersloh wollte mit viel Geld in die Bresche springen, ließen sich dann doch die Politiker aller Couleur mitreißen vom Trubel und Treiben des Tages”, schrieb am 8. Juni das Bielefelder Stadtblatt. Weitere fünf Monate konnten nicht finanziert werden. „Wenn der Carnival als Kunstfest einen Namen haben soll, darf Bielefeld ihn nicht ansehen wie die Sonne, die – exotisch ungewohnt – einfach nur über Ostwestfalen herein bricht. Ihn andererseits als eher fragwürdiges Multikulti-Spektakel abzuwerten, hat mittlerweile ebenso viel originelle Aussagekraft wie das notorische Ablästern über die Provinzialität dieser Stadt und die angebliche Sturheit ihrer BewohnerInnen”, kommentierte das Bielefelder StadtBlatt am 8. Juni 2000.

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Antrag des Shademakers Carnival Clubs e.V. auf Bezuschussung der Veranstaltungen durch die Stadt Bielefeld; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 102,1/Oberbürgermeister, Nr. 1062


Die nächsten beiden Jahre gingen recht entspannt über die Bühne. Und die Zuschauerzahlen waren inzwischen bis auf 100.000 hochgeschossen. Dann ereilte die Stadt Bielefeld ein Haushaltssicherungskonzept, was für den Carnival der Kulturen eine Kürzung der Zuschüsse von 88 Prozent bedeutete. Ein freier Fall für die Organisatoren! Aber die Rettung kam im Gewand der Stiftung Sparkasse. Die Finanzierung war zwar noch immer eng, aber auch andere Förderer traten wieder auf den Plan, so das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport sowie seit 2006 die Staatskanzlei. Bis heute ist der Carnival der Kulturen als fester Bestandteil der Bielefelder Identität in das Kulturleben integriert. So findet auch in diesem Jahr wieder am 2. Juni der Carnival der Kulturen in Bielefeld statt.


Quellen

  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 102,1/Oberbürgermeister, Nr. 1062
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,2/Zeitungen
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,10/Zeitgeschichtliche Sammlung, Nr. 356


Literatur

  • Shademakers, Bisweilen bissig. 10 Jahre Bielefelder Carnival der Kulturen, 2006
  • Lebensfreude pur. Carnival der Kulturen, in: Bielefelder Spiegel 2004, Heft 11, S. 4 f.
  • Pure Lebensfreude. Carnival der Kulturen, in: Bielefelder Spiegel 2005, Heft 11, S. 7


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Bildbeschreibung

Aufruf von Uschi Dresing, Shademakers, zum diesjährigen Carnival der Kulturen im Programmheft, Herausgeber und Veranstalter: Shademakers und Welthaus Bielefeld, Juni 2012