4. Oktober 1870: Der zweimal als Bielefelder Bürgermeister abgelehnte Jacob Diedrich Kurlbaum stirbt in St. Louis, USA

von Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld
Bielefeld erlebte Mitte des 19. Jahrhunderts eine Auswanderungswelle, deren Gründe vielschichtig sind, oftmals in wirtschaftlicher und politischer Perspektivlosigkeit lagen.
Verbitterung über seine gescheiterten Ambitionen trieb Jacob Diedrich Kurlbaum (1796-1870) schon Ende 1836 nach Amerika.
Mehrere Male verhinderten preußische Behörden die Krönung seiner gesellschaftlichen und politischen Laufbahn in Bielefeld und schließlich auch in Übersee. Preußens Bürokratie war sein Schicksal.

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Jacob Diedrich Kurlbaum (1796-1870) vor einer Teilansicht Bielefelds, ca. 1835; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,3/Fotosammlung, Nr. 61-11-101


Unterschrift

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Kurlbaum war am 9. Juli 1796 als Sohn von Sebastian Arnold Kurlbaum und dessen zweiter Ehefrau Bernhardine geb. zur Hollen in Bielefeld geboren. Aus seiner 1818 mit Sophie Lisette Auguste geb. Thulemeyer (1798-1844) geschlossenen Ehe gingen sieben Kinder hervor. Kurlbaum war ein ebenso talentierter Netzwerker und glänzender Organisator wie erfolgloser Kaufmann und temperamentvoller Genussmensch, der seine gesellschaftlichen Kontakte für Geschäft, Freizeit und Karriere in Bielefeld eifrig nutzte. Nach der Übernahme des väterlichen Leinenhandels in der Niedernstraße geriet das zuvor etablierte Geschäft in den 1830er Jahren in Schieflage. Dessen ungeachtet, gehörte Kurlbaum 1831 zu den Gründungsmitgliedern der Schützengesellschaft Bielefeld und avancierte zu deren erstem Oberst, stand dabei mit der örtlichen Verwaltung in engem Kontakt. Der Verein zählte seinerzeit etwa 300 Mitglieder (bei 6.000 Einwohnern).

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Unterschrift Kurlbaums als „zeitiger Chef des Schützenvereins” mit Vereinssiegel, 1833; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 100,2/Ältere Akten, Nr. 376


Zugleich startete der ehrgeizige Kurlbaum eine politische Karriere und schien 1834 als Liberaler und Demokrat auf dem Zenit seines Schaffens in Bielefeld angelangt zu sein. Im Juni 1834 wurde er in die erste gewählte Stadtverordnetenversammlung berufen, hatte allerdings unter den acht Gewählten des 1. Wahlbezirks das schlechteste Ergebnis erzielt. Offensichtlich war er nicht unumstritten. Die Stadtverordnetenversammlung wurde am 7. Oktober 1834 eingesetzt, Kurlbaum übernahm den Posten des Protokollführers. Das Gremium erstellte sogleich eine Liste von zehn Bürgermeisterkandidaten. An deren Spitze stand mit dem Kaufmann Kurlbaum ein einziger Bewerber aus der freien Wirtschaft. Das übrige Feld setzte sich aus drei Bürgermeistern aus Westfalen, diversen Beamten, davon zwei aus der Bielefelder Stadtverwaltung, und einem Offizier zusammen. Landrat Franz von Borries (1785-1858) und die Regierung in Minden machten zunächst formale Bedenken geltend, da in der Stadtverordnetenversammlung ein Schwager Kurlbaums saß, verwandtschaftliche Beziehungen aber eine gesetzlich ausgeschlossene Interessenkollision darstellten. Kurlbaum kandidierte dennoch und wurde am 2. November 1834 mit 11:7 Stimmen im zweiten Wahlgang zum neuen Bürgermeister bestimmt.

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Kurlbaum stand an der Spitze der Kandidatenliste um das Bürgermeisteramt, 1834; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 100,2/Ältere Akten, Nr. 94


Franz von Borries
Die Freude war nur von kurzer Dauer, denn zuerst der Landrat, danach der Regierungspräsident und schließlich auch der Oberpräsident lehnte die Wahl ab, da Kurlbaum die notwendigen Qualitäten für eine angemessene Amtsführung nicht zugetraut wurden. Die Wellen schlugen hoch zwischen den Liberalen auf Kurlbaums Seite, einem aus Kaufleuten und der Bürgerschaftsmehrheit formierten Mittelstand, und dem konservativen Establishment der traditionellen Eliten aus Leinenpatriziat, Beamten, kirchlichen Würdenträgern etc. Kurlbaums Gegner wurden nicht müde, auf seine unbestritten fehlende Verwaltungserfahrung ebenso hinzuweisen wie auf die mangelnde Wirtschaftskompetenz, schließlich habe er das florierende väterliche Geschäft in den Abgrund geführt. In den folgenden Wochen erlebte Bielefeld abenteuerliche Zustände: Schmähschriften wurden ausgehängt, Drohbriefe eingeworfen, ein Haus mit Kot beschmiert, Knallkörper respektabler Größe vor dem Haus eines Kurlbaum-Gegners gezündet. Zugleich wurde das Zustandekommen einer Unterschriftliste zugunsten Kurlbaums in Frage gestellt – da sei doch wohl Alkohol im Spiel gewesen. Die gegenseitigen Vorwürfe konnten nicht abschließend aufgeklärt werden.
Als auch ein angeordneter zweiter Wahlgang im Februar 1835 mit demselben Ergebnis endete, schritten Kurlbaums Gegner zur öffentlichen Demontage des ungeliebten Parvenüs, dem sie mangelnde Integrität aufgrund seines lärmigen Temperaments, angeblich derber Späße und obszöner Ausfälle vorwarfen. Vor allem aber störte seine Popularität bei den unteren Bevölkerungsgruppen. Die Kampagne gegen Kurlbaum zeigte Wirkung, denn trotz aller Aktionen und Fürsprache seiner Unterstützer war sein Ansehen mehr als lädiert. So war es auch für die Regierung in Minden ein Leichtes, ihre Zustimmung zur Wahl Kurlbaums erneut zu verweigern, da die Verhältnisse in Bielefeld einen Bürgermeister erforderten, „der in jeder Beziehung unangefochten dasteht, der das ungetheilte Zutrauen mit Recht in Anspruch nehmen kann, und dessen Persönlichkeit und seitherige eigene Thätigkeit mit Grund erwarten lassen, daß er im Stande sein werde, das allgemeine Wohl der Stadt wehrhaft zu fördern”. All diese Ansprüche konnte Kurlbaum inzwischen kaum mehr erfüllen, einerseits durch eigene Fehler und Schwächen, andererseits durch das Vorgehen seiner Gegner. Beide Seiten hatten die Stadtgesellschaft polarisiert.

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Franz von Borries (1785-1858) amtierte von 1817 bis 1837 als Landrat des Kreises Bielefeld; aus: Friedrich v. Borries, Familienbuch des Geschlechts derer v. Borries, Hamburg 1930, S. 43


Angesichts der nicht zu ändernden ablehnenden Haltung der Aufsichtsbehörden gaben die Liberalen zerknirscht auf – und mit ihnen auch Kurlbaum. Bereits am 6. März 1835 hatte er dem Oberpräsidenten mitgeteilt, dass er im Falle einer erneuten Ablehnung auswandern wolle. Was Kurlbaum als Drohung formulierte, um einer weiteren Rufschädigung zu entgehen, glaubte die Regierung dagegen als einzigen Ausweg durchschaut zu haben, um mit dem Bürgermeister-Salär (immerhin 1.000 Taler) einen Bankrott zu verhindern. Letzte Beschwerden Kurlbaums vor allem gegen den Landrat verpufften. Resignierend urteilte der Geschlagene, dass „nicht nach Gesetzen regiert wird, sondern nach Gutdünken.” Ein knappes Jahr danach, am 10. Februar 1836, reichte Kurlbaum ohne konkretes Ziel tatsächlich sein Auswanderungsgesuch bei Bürgermeister Friedrich Wilhelm Eduard Körner (1799-1854) ein. Körner leitete dieses sechs Wochen später mit der Ergänzung „Amerika” und dem Bemerken weiter, dass eine Rückkehr Kurlbaums auch in „hulfsbedürftiger Lage” bei dessen „bekanntem Ehrgefühl” nicht zu erwarten sei. Die Monate vor der Abreise waren aufregend, wie die häufigen Nachrichten der Kurlbaums in den „Öffentlichen Anzeigen” nahelegen: wiederholte Annoncen zum Verkauf des Hausrates einschließlich einer stattlichen Pflanzensammlung, etliche Immobilienangebote der Mutter, was die Gegner als Beweis für Kurlbaums Geldnöte erkennen mussten, sowie seine ungebrochenen Aktivitäten für die Schützen, die sich für das bevorstehende Schützenfest im Sommer noch bei ihm einschreiben konnten. Und wie praktisch, dass bei Velhagen & Klasing und den anderen Buchhandlungen just die 3. Auflage „Des kleinen Amerikaners” von Friedrich Wilhelm Günther zu erstehen war, „um in kurzer Zeiten einen Jeden in den Stand zu setzen, sich den Amerikanern verständlich zu machen”.

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Auswanderungsgesuch Kurlbaums vom 10. Februar 1836; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 300,5/Handschriften, gebunden, Nr. 110, fol. 264r


Abschiedsanzeige

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Am 12. November 1836 schiffte sich Kurlbaum mit Frau und Kindern in Bremerhaven auf der „BOSTON” ein. Obwohl bereits ab April Abverkäufe des Hausstandes stattgefunden hatten, führte die Familie immerhin noch 54 Gepäckstücke mit sich. Am Ablegetag adressierte Kurlbaum ein ungewöhnliches Abschiedsinserat an Freunde und ehemalige Mitbürger, das nach seiner Abreise in den „Öffentlichen Anzeigen der Grafschaft Ravensberg” erschien. Im Januar 1837 lief das Schiff in New Orleans ein. Unklar bleibt, ob Kurlbaums danach tatsächlich das auf der Passagierliste angegebene Auswanderungsziel Texas ansteuerten. Zu jener Zeit kursierten nämlich auch in Bielefeld Warnmeldungen vor Betrügern, die leichtgläubigen Einwanderern wertlose Immobilien-Papiere in eben jenem Texas verkauften, das sich soeben im Unabhängigkeitskampf gegen das Mutterland Mexiko zwar militärisch behauptet hatte, aber noch keineswegs stabilisiert war. 1838 spätestens lebte die Familie in Missouri, wo Kurlbaum schon im August des Jahres die preußische Staatsbürgerschaft ablegte und am 3. Februar 1842 – zum frühestmöglichen Zeitpunkt – Externer Linkeingebürgert wurde. Von 1840 bis 1850 siedelte die Familie knapp 40 Meilen westlich von St. Louis nahe dem Südufer des Missouri im Franklin County, einer Grenzland-Region. Kurlbaum erwarb im Gebiet des Ridenhour creek 80 Hektar Waldland und rodete in den nächsten Jahren ein Viertel des Areals. Einige nicht trocken fallende Quellen sorgten für die notwendige Wasserversorgung. 1840 plante Kurlbaum den Bau einer Säge- und einer Schrotmühle. Durch den Ankauf weiterer Flächen erhielt Kurlbaum Zugang zum Missouri und baute einen Dampfboot-Anleger, der auf Karten als „Kurlbaums Landing” eingezeichnet ist.

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Von Bremerhaven aus schaltete Kurlbaum eine Abschiedsanzeige; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,2/Zeitungen, Nr. 33: Öffentliche Anzeigen der Grafschaft Ravensberg v. 23.11.1836, S. 373


Animiert durch seine wirtschaftlichen Erfolge, verfolgte Kurlbaum bald ein neues Ziel: St. Louis sollte Sitz des ersten preußischen Konsulats im amerikanischen Westen werden. Er selbst bewarb sich sogleich um das Amt des Konsuls. Um seine Bewerbung zu unterstützen, kontaktierte er US-Außenminister John C. Calhoun (1782-1850) und reiste schließlich eigens nach Berlin, um dort im Oktober 1844 eine Denkschrift vorzulegen. Das Memorandum hob die besonderen Vorzüge von St. Louis und Umgebung hervor, wo viele deutsche Auswanderer blieben, „und man darf dreist behaupten qualitatif die Meisten”. Die deutsche Gemeinschaft in St. Louis verfüge über eigene Schulen und Kirchen, drei politische Zeitungen und weitere mit religiöser Tendenz, ja sogar über eine deutsche Miliz mit Dragonern und Geschützen. Die Stadt verzeichnete ein enormes Bevölkerungswachstum, der Hafen wurde als Umschlagplatz immer stärker frequentiert (allein der Tabakumschlag hatte innerhalb von sechs Jahren um 4.000 Prozent zugenommen). Kurlbaum hoffte auch auf den positiven Einfluss deutscher Tugenden auf die Amerikaner, zumal etwa ein Drittel der Bevölkerung deutscher Herkunft war (1850). Das Gutachten enthielt kaum Hinweise auf Kurlbaums Selbsteinschätzung seiner Qualitäten und Eignung, außer der dargelegten Kenntnisse der lokalen Verhältnisse, der Entwicklung der deutschen Gemeinschaft sowie der Anforderung, dass die Beauftragten „dieser Aufgabe sich aufopfernd zu widmen entschlossen” sein sollten und sich durch „Charakter, Religiosität, Kenntnisse und Liebe zum Alt-Vaterländischen dazu eignen” mussten. Gerade der Charakter war jedoch das Kriterium, das Kurlbaum die größten Probleme bereiten konnte, wenn Berlin sich über sein Bielefelder Vorleben erkundigte.

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Auf seiner Konsulatsreise in Deutschland 1844 ereilte Kurlbaum die Nachricht vom Tod seiner Frau; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,2/Zeitungen, Nr. 33: Öffentliche Anzeigen der Grafschaft Ravensberg v. 13.11.1844, S. 358


Grabstein
Bei seinem Aufenthalt in der „Alten Welt” besuchte er im November 1844 auch Bielefeld, wo er Eduard August Delius, den Sohn seines Freundes Gustav Delius, für eine Auswanderung begeistern konnte. Dort ereilte ihn auch die Nachricht vom Tod seiner Frau, die am 7. September 1844 auf der Farm in den USA gestorben war. Nach gegenseitigen Vorhaltungen der beiden Konkurrenten scheiterten Kurlbaums Konsulats-Ambitionen, sein Mitbewerber erhielt im April 1845 den Vorzug. Preußen hatte Kurlbaum erneut enttäuscht, das Projekt ihn gleichsam zum Witwer gemacht. Nach der Rückkehr kooperierten Kurlbaums mit dem ausgewanderten Delius beim Brennen und Handel mit Alkohol. Delius ertrank 1848 und hinterließ ein Anwesen im Wert von 100.000 $. Kurlbaum heiratete 1850 die Witwe Henrietta Probst, die ebenfalls sieben Kinder hatte, und zog nach St. Louis. Dort wurde er öffentlich bestellter Notar und war als solcher auch an höchstrichterlich entschiedenen Prozessen in Missouri beteiligt. So ganz verlor Kurlbaum nicht die Bindung an die westfälische Heimat, fühlte sich weiterhin verantwortlich für seine Landsmänner. Im März 1854 verwandte er sich schriftlich aus St. Louis für die nachträgliche Ausstellung eines Auswanderungskonsenses. Sein Schwager Friedrich Christian Raidt (1776-1869) aus Minden, der bei der Regierung zunächst Sekretär, ab 1839 Hofrat war, sollte Hinweise geben, wie der 1852 emigrierte Carl Diedrich Stahlberg aus Heepen dieses Dokument erhalten könne, um nicht gegen die Militärpflicht zu verstoßen.
Während des Sezessionskrieges (1861-1865) stand er, wie viele Deutsche, zumal aber als Amtsträger auf Seiten der Union. Nach Kriegsende unterzeichnete er die übliche Externer LinkLoyalitätserklärung.

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Grabstein von Jacob Diedrich Kurlbaum auf dem Bellefontaine Cemetery in St. Louis; Foto: Martha Reed (2013)


Todesanzeige Kurlbaum

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Als Jacob Diedrich Kurlbaum am 4. Oktober 1870 in St. Louis starb, waren bereits fünf seiner Kinder verstorben. Sein Grabstein befindet sich auf dem Bellefontaine Cemetery in St. Louis. Der notariell festgestellte Externer LinkNachlass umfasste neben Mobiliar, Bildern, Büchern und einem Kanarienvogelkäfig auch „a lot of old pamphlets”, die mit einem Wert von lediglich 10 US-Cent taxiert wurden – bewahrte Kurlbaum mit der Schriftensammlung etwa eine Erinnerung an die stürmischen Zeiten in Bielefeld auf? Die Nachricht von Kurlbaums Ableben erreichte seine Bielefelder Verwandtschaft Ende Oktober 1870. Eine kleine Todesanzeige konnte inmitten der Siegesnachrichten und Gefallenenmeldungen aus dem tobenden Deutsch-Französischen Krieg schnell übersehen werden – seine Heimatstadt schien ihren verhinderten Bürgermeister fast vergessen zu haben. Allein die Schützen erinnerten sich immer wieder der Verdienste ihres Gründungsmitgliedes und ehemaligen Bataillons- und Vereinschefs. Sein Name wurde nicht aus den Annalen gestrichen, und eine Festschrift hatte noch 1855 in einer Rückschau auf die Schützenfesttage 1832 das „Verdienst des würdigen Schützenobersten und unermüdlichen Ordners des Festganzen, des Kaufmanns Jacob Diedrich Kurlbaum” gerühmt.

Quellen

  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 100,2/Ältere Akten, Nr. 41: Einführung der Revidierten Städteordnung, 1833-1850
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 100,2/Ältere Akten, Nr. 93: Stadtverordnetenversammlung, Geschäftsführung, 1834-1835
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 100,2/Ältere Akten, Nr. 94: Liste der Stadtverordneten, 1834-1849
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 100,2/Ältere Akten, Nr. 376: Organisation der Schützengesellschaft, 1832-1883
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 130,4/Amt Heepen, Nr. 1181,1: Auswanderung, Spezialia, 1854-1892
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 300,1/Sammlung Auswanderung, Nr. 8: Sammlung Jacob Diedrich Kurlbaum (angelegt von Martha Reed)
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 300,5/Handschriften, gebunden, Nr. 110: Abzugsgelder (Abschoss), Ein- und Auswanderung nach und aus Bielefeld, 1763-1805, 1817-1837 (hier fol. 264r u. 268r-271v)
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,1/Westermann-Sammlung, Nr. 25: Schützengesellschaften Teil 1, 1831-1891
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,2/Zeitungen, Nr. 33: Öffentliche Anzeigen der Grafschaft Ravensberg v. 27.4.1836, S. 131, v. 25.5.1836, S. 163 f., v. 13.7.1836, S. 222 u. v. 21.9.1836, S. 304 (Verkaufsanzeigen), v. 1.6.1836, S. 173 (Anmeldung zum Schützenfest bei Kurlbaum), v. 19.10.1836, S. 333 („Der kleine Amerikaner”) v. 16.11.1836, S. 365–367 (Warnung vor Texas-Auswanderung), v. 23.11.1836, S. 373 (Abwanderungsanzeige Jacob D. Kurlbaum); v. 13.11.1844, S. 358 (Todesanzeige Sophie L. A. Kurlbaum geb. Thulemeyer); Bielefelder Wochenblatt v. 29.10.1870 (Todesanzeige Jacob D. Kurlbaum)
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,3/Fotosammlung, Nr. 61-11-101: Porträt Kurlbaum, ca. 1835


Literatur

  • Festgruß zur Erinnerung an die fünfundzwanzigjährige Jubelfeier des Schützenfests zu Bielefeld, am 29. und 30. Juli 1855, Bielefeld 1855
  • Hofmann, Wolfgang, Gemeinsinn oder „Partheisache”? Bielefeld um 1831 und die Gründung der Schützengesellschaft, in: Ravensberger Blätter 1996, Sonderheft, S. 3–19
  • Minninger, Monika, Ostwestfälische Vormärz-Flüchtlinge und Forty-Eighters in Nordamerika, in: 89. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg (2004), S. 316–340
  • Müller, Friedrich, Westfälische Auswanderer im 19. Jahrhundert. Auswanderung aus dem Regierungsbezirk Minden, Teil 1: 1816-1900, Erlaubte Auswanderung, in: Beiträge zur Familienforschung 38/39 (1980/81), S. 3–711
  • Rath, Jochen, „Amerika Dein zweites, beßres Vaterland” – Auswanderung im 19. Jahrhundert, in: Jürgen Büschenfeld/Bärbel Sunderbrink (Hg.), Bielefeld und die Welt – Prägungen und Impulse Bielefeld (17. Sonderveröffentlichung des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg), Bielefeld 2014, S. 65–82
  • Schneider, Carl E. Schneider, The Establishment of the first Prussian Consulate in the West, in: The Mississippi Valley historical Review 30,4 (1944), S. 507–520
  • Spies, Bernd, Die Einführung der Städteordnung von 1831 in Bielefeld, in: Die Einführung der Städteordnung von 1831 in Bielefeld, in: 71. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg (1977/78) S. 58–103 (gekürzte Fassung einer maschsch. Arbeit, Bielefeld 1976)
  • Vogelsang, Reinhard, Geschichte der Stadt Bielefeld, Bd. 1: Von den Anfängen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, Bielefeld 1980, hier S. 217 ff.


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Kurlbaums Bielefelder Verwandtschaft gab eine Todesanzeige auf; Bestand 400,2/Zeitungen, Nr. 33: Bielefelder Wochenblatt v. 29.10.1870