24. Dezember 1909: Weihnachten zwischen Konsum, Orgelklang und Klassenkampf
von Bernd J. Wagner, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld
„Das ist die höchste Lust, die reinste, tiefste, die uns niemand und nichts nehmen kann, die Lust, andere glücklich und froh zu machen”, schwelgte die Westfälische Zeitung am 24. Dezember 1909 und stimmte den Klassiker unter den Weihnachtsliedern an: „O du selige, o du fröhliche, gnadenbringende Weihnachtszeit”. Die Tageszeitung war sich der Zustimmung ihrer Leser sicher, wenn sie ausrief: „Welch eine Lust, den Kindern zuzuschauen, welch eine Lust, wenn es gelungen ist, das Richtige für seine Lieben, das ganz Unerwartete für sein Liebstes gefunden zu haben!” Diese „Lust zum Schenken, diese Freude an der Freude anderer” komme von dem „Kind, das in der Krippe liegt und den Menschen die frohe Botschaft brachte und die Menschheit auf einen neuen Weg führte, den Weg der Liebe.”





