Die 975 Jahre alte Heeper Geschichte

Alte Vogtei, Heeper Straße 442, 33719 Bielefeld
Hofanlage Meyer zu Heepen mit Herrenhaus
Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten hat der Heimat- und Geschichtsvereins Heepen e.V. in Kooperation mit den Heeper NaturFreunden eine Ausstellung konzipiert, die die Historie Heepens von der ersten schriftlichen Erwähnung bis heute beinhaltet.

Die Heeper Geschichte beginnt im 9.Jahrhundert in Paderborn. Damals überzog der Karolinger „Karl der Große” mit seinen Heerscharen das Sachsenland und christianisierte auch unser heutiges Heeper Gebiet.
Im Jahre 1009 weilte Heinrich II. in Goslar. Dort erreichte ihn die Nachricht vom Tod des Bischofs Rethar in Paderborn. Er rief seinen alten Schulkameraden MEINWERK zu sich und belehnte ihn mit dem Bischofsamt Paderborns. MEINWERK wurde daselbst in Goslar am Sonntag darauf (13. März 1009 / Julianischer Zeit) zum Bischof geweiht.
Er ließ in Paderborn prachtvolle Kirchen und Klöster bauen und stattete diese für die darin lebenden Kanoniker, mit den „Zehnten” von seinen Haupthöfen und deren Vorwerken aus seiner großen Villikation (Verwaltungsbezirk) aus.
Zu Beginn des Jahres 1036 ließ er wieder einmal eine neue Kirche bauen, die Busdorfkirche. Zur Weihe stattete er diese mit den Zehnten von 19 Haupthöfen aus. Darunter war lt. MEINWERKS Weiheurkunde auch der Haupthof Barkhausen (Niederbarkhausen nördl. von Oerlinghausen) mit seinen 5 Vorwerken (1. Uralanchuson = Oerlinghausen, 2. Meginchuson = Menkhausen, 3. Burghusen südl. von M z Olderdissen, 4. Hepin = Heepen, 5. Ikamannincthorpe = Eckendorf).
Da diese Haupthöfe und deren Vorwerke auch schon vor/bei der Ausstellung der Weiheurkunde als „Zehnthöfe” in Paderborn bekannt waren, müssen sie schon vor 1036 existiert haben. Darüber findet sich aber kein schriftlicher Beweis. Wir nehmen als schriftliche Ersterwähnung die o. g. Urkunde von 1036, die heute nicht mehr existent ist. Sie wurde aber am 18. Februar 1416 (Julianischer Zeit) transsumiert und liegt im Archiv in Münster.
Der „Hof Hepin” entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten mit ca. 300 ha zu dem größten aller Ravensberger Höfe. Seine Blütezeit endete etwa in den 60- bis 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. In dieser Zeit wurde die Fläche parzelliert und ein Teil von Dr. Else Noack-Bozi erworben. Sie hat mit ihrem Vermögen den Grundstock für den Bau des Altenzentrums Leithenhof gesorgt. Das Haupthaus wurde verkauft. Es entstanden Studentenwohnungen die später in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden.

Der Kornspeicher und die Leibzucht (Altenteil) wurde 1970 von den NaturFreunden Heepen erworben. Der restliche Teil des ehemaligen Hofes wurde von Dr. Georg Westerhoff erworben, zu Wohnungen und zu einem Reiterhof umgebaut.



»Öffnungszeiten

Mo, Di, Do 16.30-22 Uhr
Mi 15-22 Uhr
Fr 10-13 Uhr und 16.30-22 Uhr