Hof Meyer zu Stieghorst

Der Hof Meyer zu Stieghorst, im heutigem Bielefelder Stadtteil Oldentrup, gehörte bis 1236 kirchlich zu Heepen.

Kennzeichnend für den Hof ist das Vierständer-Fachwerkhaus, das im Jahr 1811 gebaut wurde und die bäuerliche Architektur und Bauweise des 19. Jahrhunderts repräsentiert. Der Bruchkotten wurde 1983/84 zu einem Einfamilienhaus umgebaut. Typische architektonische Elemente, wie Balkenanlagen und Ständerwerke, sind noch erhalten geblieben und lassen die ursprüngliche Hausform erahnen.

Der Hof Stieghorst wurde 1100 erstmals urkundlich erwähnt und wurde von Generation zu Generation von der Familie bewirtschaftet.
Bis 1414 war der Hof Eigentum der Abtei Herford. Die Familie von Hatzfeld wurde von der Abtei belehnt und bewirtschaftete den Hof. Jedoch konnte sich Heinrich Christoph Meyer zu Stieghorst 1801 von der Leibeigenschaft freikaufen. Es dauerte noch weitere 35 Jahre bis der Hof endgültig von Hermann Rudolf Meyer zu Stieghorst ausgelöst wurde.

Der Hof Meyer zu Stieghorst gehörte, wie die Oldentruper Höfe Obermeyer und Niedermeyer, zu den Sattelmeyerhöfen, die in Kriegszeiten verpflichtet waren für die Kriegszüge des Herzogs Widukind je einen Mann mit gesatteltem Pferd zu stellen.


Hof Meyer zu Stieghorst Balkeninschrift
Balkeninschrift:
Anno 1789 den 14 November haben diese beide Ehe Leute Heinrich Christoph Meier zu Stieghorst und Hanna Oldermans zu Ditzen dieses Haus bauen lasen wo am 23 Julius 5 Gebeude abgebran Mensch in alen was du thust so bedenke das Ende so wirst du nimer Meir ubels thun
B M Johan Christoph Stuke