Schule in Trincomalee am 5. März 2009 eingeweiht

Letzte Teilsumme des durch die Aktion "Bielefeld hilft" aufgebrachten Spendengeldes wurde zum Bau der Upparu Roman Catholic Tamil Mixed School in Kinniya, Distrikt Trincomalee, verwendet.
Festlich geschmückte Schule am Tag der Einweihung
Die „Upparu Roman Catholic Tamil Mixed School” in Kinniya, Distrikt Trincomalee, wurde am 5. März 2009 offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die Baukosten in Höhe von 132.000 Euro stammen aus dem Bielefelder Hilfsfonds für die Tsunami-Opfer auf Sri Lanka. Wegen anhaltender Unruhen und zunehmender Kriegshandlungen in der ursprünglichen Hilfe-Region Mullaittivu hatten die Bielefelder Hilfekoordinatoren sich schon 2007 entschieden, die restlichen Gelder für Projekte in Trincomalee umzuschichten. Dieser Distrikt liegt weiter südlich und außerhalb des umkämpften Gebietes, er gilt als ruhig und sicher.
Über den Zustand der in den Vorjahren bereits realisierten Aufbauleistungen in der Region Mullaittivu liegen derzeit (März 2009) keine Informationen vor. Dort waren mit Bielefelder Spendengeldern unter anderem 25 Privathäuser, eine Gemeindehalle und eine Fischauktionshalle errichtet worden.

Enthüllung der Gedenktafel durch Botschaftsangehörigen
Ein Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Colombo enthüllt die Hinweistafel mit dem Bielefelder Stadtwappen und dem Schriftzug "Funded by the German City of Bielefeld"
(Finanziert von der deutschen Stadt Bielefeld).

Hilfsprojekte: Mullaittivu und Trincomalee

Genau 441.020,10 Euro sind im Rahmen der Aktion „Bielefeld hilft!” zusammengekommen. Viel Geld, das mit viel Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Schulen, Unternehmen und anderen Institutionen gesammelt wurde, um den Opfern des verheerenden Tsunamis Ende des Jahres 2004 helfen zu können. Schnell war klar, dass ein Projekt der Wiederaufbau einer Schule sein soll. Mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) als Partner entschied man sich dann, das Vorhaben in Mullaittivu zu realisieren.


Die Planungen schritten zwar voran, der Baubeginn aber musste immer weiter in die Zukunft gerückt werden, da der Nordosten Sri Lankas vermehrt in den Mittelpunkt der Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und der paramilitärischen Organisation Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) geriet. Es war nicht mehr sicherzustellen, dass der Bau überhaupt noch erfolgen kann. Vor allem aber war die Sorge begründet, dass im Rahmen der militärischen Auseinandersetzungen das Gebäude wieder Schaden nehmen könnte.

Das Verantwortungsbewusstsein den Spenderinnen und Spendern gegenüber, aber auch der Wunsch nach nachhaltiger Hilfe, haben dann zu der Entscheidung geführt, für den Bau der Schule einen anderen Standort zu suchen. Gefunden wurde er dann in Trincomalee, das weiter südlich und außerhalb des von der LTTE kontrollierten Gebietes liegt.

Auch hier hat der Tsunami eine Spur der Verwüstung hinterlassen, der auch die Schule des Ortes zum Opfer gefallen ist. In Zusammenarbeit mit der GTZ wird nun neu gebaut. Rund 300 Schüler werden bald wieder dort unterrichtet.

Nachdem im Februar die Ausschreibung der Bauarbeiten stattgefunden hat konnte zeitnah mit der Umsetzung begonnen werden. Das Erdgeschoss des Hauptgebäudes ist mittlerweile im Rohbau fertig gestellt. Auch im Obergeschoss sind schon tragende Stützen und Mauerwerk zu erkennen.

Das „Teachers Quarter” ist fast fertig. Das Dach muss noch zu Ende gedeckt werden, und die Fenster bekommen den letzten Schliff. Mitte August beginnen die Sommerferien und die Zeit wird genutzt, um die alte Toilettenanlage durch eine neue zu ersetzen. Wenn die Arbeiten weiter so gut voranschreiten, dann ist Anfang Oktober mit einer Fertigstellung zu rechnen.


Kämpfe beendet

Armee erklärt Kämpfe mit Rebellen für beendet
In Sri Lanka hat das Militär die Kampfhandlungen gegen die tamilischen Rebellen für beendet erklärt. Im Kampfgebiet im Norden des Landes seien die letzten Rebellen geschlagen und das gesamte Territorium von den Regierungstruppen eingenommen worden, erklärte Armeechef Sarath Fonseka am 18. Mai 2009. Die Aufständischen hätten eine totale Niederlage erlitten, sagte der General im Fernsehen. Laut Militär wurde bei den Kämpfen auch der Führer der tamilischen Rebellen getötet.
Quelle: SPIEGEL ONLINE