Neujahrsgrußwort des Oberbürgermeisters

zum Jahreswechsel 2012/2013
Liebe Bielefelderinnen,
liebe Bielefelder,

nach zwölf spannenden, vielseitigen und arbeitsintensiven Monaten geht ein Jahr zu Ende, das aus Bielefelder Sicht den Titel „Erfolgsjahr” verdient hat. Wir erlebten zwölf Monate, in denen unsere Stadt von der allgemeinen guten Wirtschaftslage profitieren konnte – mit positiven Folgen für den Arbeitsmarkt und einer Arbeitslosenquote von unter acht Prozent nach langer Zeit. Das ist nur eine von vielen guten Nachrichten aus dem vergangenen Jahr, aber eine der wichtigsten.

2012 war auch deshalb ein erfolgreiches Jahr, weil wir nach zähem Ringen und langen Verkaufsverhandlungen endlich ein Kapitel schließen konnten, das für unsere Stadt wichtig ist. Ich bin stolz darauf, dass wir die Bremer Anteile an den Stadtwerken zurückkaufen konnten, ohne den städtischen Haushalt zu belasten. Allein durch den Steuervorteil können wir jährlich acht Millionen Euro zur Finanzierung des ÖPNV und der Bäder einsetzen. Über die Umsetzung des Energiekonzeptes und die Preisgestaltung können wir jetzt alleinverantwortlich für Bielefeld und seine Bewohnerinnen und Bewohner entscheiden.

Es geht voran – geradeaus, mal kurvenreich, mal mehr oder weniger rasant, immer zielstrebig, mit Qualitätsansprüchen und Profil. Das alles ist jetzt auch „erfahrbar” – über das neue Teilstück der A33 mit der Andockung an den Ostwestfalendamm, der seinen Namen mehr denn je verdient hat. OWL rückt zusammen.
Sichtbar ist die zukunftsweisende Weiterentwicklung Bielefelds zurzeit vor allem auf dem Campus an der Universität, unsere größte und klügste Baustelle. Drei Richtfeste in 2012: für den Forschungsbau Interaktive Intelligente Systeme, für die Fachhochschule Bielefeld sowie für den Ersatzneubau der Universität! Wir werden uns weiter als Stadt der Wissenschaft profilieren – für ein Innovationszentrum erhält Bielefeld einen Landeszuschuss von 7,5 Millionen. Geplanter Baustart ist im Herbst 2013.

Auch in der Innenstadt stehen die Zeichen auf Veränderung und Verbesserung: Wir können täglich beobachten, wie aus einer Asphaltwüste mitten in der Stadt ein zentraler Platz mit hoher Aufenthaltsqualität entsteht – der Kesselbrink. Gleich um die Ecke wurde aus dem brachliegenden Amerikahaus ein modernes und zeitgemäßes Haus der Bildung und Kultur mit Stadtbibliothek, Stadtarchiv und Landesgeschichtlicher Bibliothek. Die Eröffnung im Frühjahr – auch sie war ein guter Tag für Bielefeld.
Es geht weiter voran für Familien: Beim Ausbau der Kindertagesstätten haben wir einen Spitzenplatz unter den Großstädten. Und es geht voran für Unternehmen, denen wir nach zehn Jahren erstmals wieder 23 Hektar als Gewerbeflächen neu anbieten können.

In Bielefeld lässt es sich gut leben. Ein attraktiver Standort zum Wohnen, Arbeiten und Lernen - an diesem Konzept wollen wir arbeiten und daran anknüpfen. Das wird wegen der schwierigen finanziellen Situation kein Selbstläufer. Deshalb bin ich froh, dass wir 2012 ein wichtiges Etappenziel erreichen konnten, das es uns ermöglicht, die Stadtentwicklung weiter zu beeinflussen: Die Bezirksregierung hat unseren städtischen Haushalt genehmigt. Wichtig ist aber bei aller Freude die Einsicht, dass wir uns nicht alles leisten können und nicht alle berechtigten Wünsche erfüllen können, sondern sicherlich auch schmerzliche Einschnitte hinnehmen müssen.

Was aber bringt uns das neue Jahr? Auch 2013 kündigt sich vielversprechend an. Neben einem neu gestalteten Kesselbrink kann im Frühjahr das Technische Dienstleistungszentrum bezogen werden, ein effektiver, energetischer Bürokomplex fürs moderne Arbeiten. Die Vorbereitungen für das 800-jährige Stadtjubiläum im Jahr 2014 mit 75 tollen Projekten laufen auf Hochtouren, und im Mai feiern wir mit unserer Arminia den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Auch wenn Letzteres mein persönliches Wunschdenken sein mag, so glaube ich doch, dass wir zuversichtlich in das neue Jahr gehen können und sollten. Wie im Fußball, so ist es auch im Leben: Nicht alles verläuft wunschgemäß, aber wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Auch 2013 gibt es für Bielefeld wieder viel zu tun! Wir haben alle die Chance, weiter an einer erfolgreichen Zukunft zu bauen. Bevor es in die neue Runde geht: Ein herzliches Dankeschön an alle, mit denen sich soviel bewegen ließ, für ihren engagierten Einsatz für Bielefeld.
Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, wünsche ich ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Jahr 2013.

Ihr