Heilpädagogische Frühförderung

Unter heilpädagogischer Frühförderung werden alle Maßnahmen verstanden, die die Entwicklung eines behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindes mit speziellen pädagogischen Mitteln anregen.
Heilpädagogische Frühförderung ist eine Leistung der Sozialhilfe zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und kann für ein behindertes oder von Behinderung bedrohtes Kind ggf. von der Geburt bis zur Einschulung in Anspruch genommen werden. Im Verhältnis zu medizinisch-therapeutischen Leistungen wie Logopädie, Ergotherapie oder Physiotherapie stellt die heilpädagogische Frühförderung eine nachrangige Leistung dar.
Als Leistung zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft setzt die heilpädagogische Frühförderung als Eingliederungshilfe an den möglichen sozialen Folgen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigung eines Kindes an und soll die Auswirkungen auf die Lebensgestaltung auffangen oder abmildern.
Ziel ist soziale Ausgrenzung zu vermeiden bzw. dort, wo sie bereits besteht, zu verringern oder zu beseitigen.
Aktive Teilnahme am familiären Leben sowie ggf. der Besuch einer Kindertagesstätte oder anderer Orte des öffentlichen Lebens soll ermöglicht und somit eine angemessene Bildung und Erziehung sichergestellt werden.

Fachstelle Frühförderung

Seit August 2011 werden alle Anfragen zur heilpädagogischen Frühförderung von der Fachstelle Frühförderung der Stadt Bielefeld bearbeitet. Die Fachstelle berät zu heilpädagogischen Fördermöglichkeiten, nimmt den Sozialhilfeantrag auf und stellt den erforderlichen Eingliederungshilfebedarf fest.

Die hierzu erforderliche Begutachtung erfolgt in der Fachstelle Frühförderung im Rathaus, in besonderen Fällen auch im Umfeld des Kindes.
Wichtig für die Begutachtung sind u.a. das gelbe Vorsorgeheft, der Mutterpass und ggf. bereits vorliegende Berichte über das Kind.

Bei festgestelltem Eingliederungshilfebedarf erhalten die Sorgeberechtigten eine Liste mit den in Bielefeld tätigen Frühförderanbietern. Die Auswahl des Anbieters, der schließlich die heilpädagogische Frühförderung durchführen soll, erfolgt dann durch die Sorgeberechtigten.

Weiteres zum Thema Frühförderung

Liegt eine spezielle Beeinträchtigung vor, z.B. des Sehens, des Hörens oder Autismus, erfolgt die heilpädagogische Frühförderung ggf. durch eine speziell auf diese Beeinträchtigung ausgerichtete Einrichtung.

Bei Kindern mit Autismus ist die Beantragung einer entsprechenden Förderung ebenfalls im Rahmen der Sozialhilfe möglich. Zur Beantragung dieser speziellen Form heilpädagogischer Förderung sollten sich Sorgeberechtigte direkt an eine der folgenden Einrichtungen wenden:

autismus OWL e.V. – Autismus Therapie Zentrum Bielefeld
Bleichstr. 185, 33607 Bielefeld
Tel. 322011

Westfälisches Institut für Entwicklungsförderung
Königsweg 9, 33617 Bielefeld
Tel. 914 64 32

Bei Beeinträchtigungen des Sehens und des Hörens kann eine Frühförderung als Leistung des Schulgesetzes über die jeweiligen Förderschulen beantragt werden.

Frühförderung der Opticus-Schule
LWL-Förderschule
Förderschwerpunkt Sehen
Bökenkampstr. 14
33613 Bielefeld
Tel. 520 02 20

Frühförderung der Beratungsstelle für Hörgeschädigte
Westkampschule
Förderschule Schwerpunkt Hören und Kommunikation
Westkampweg 79
33659 Bielefeld
Tel. 404 293 20

Sollte auch eine Logopädie, Ergotherapie oder Physiotherapie notwendig sein, kann die Durchführung einer solchen Behandlung die heilpädagogische Frühförderung ergänzen.

Voraussetzung für die Durchführung einer solchen Therapie ist eine Verordnung durch eine ärztliche Praxis.

Die medizinisch-therapeutische Behandlung selbst findet nicht in der Fachstelle Frühförderung statt, sondern kann ausschließlich von entsprechend ausgebildeten Fachkräften mit einer Zulassung zur Abrechnung mit der Krankenkasse durchgeführt werden.

Zum ersten Termin in der Fachstelle Frühförderung bitte mitbringen:


Kontakt

Amt für soziale Leistungen
-Sozialamt-
Fachstelle Frühförderung
Neues Rathaus
2. Etage, Flur D
Zimmer D 202, D 203 u. D 204
Externer LinkStadtplanauschnitt

Straßenbahnhaltestelle Rathaus (alle Linien)
Rathausvorplatz
Eingang „Bürgerberatung”
rechts durch die Glastür zu den Aufzügen
2. Etage, Flur D

Sprechzeiten:
Telefonisch: Mo. und Mi. 13.00 - 14.00 Uhr, Di. 15.30 - 16.30 Uhr und Fr. 8.15 - 9.15 Uhr
Donnerstags von 16.30 - 18.00 Uhr bietet die Fachstelle eine offene Sprechstunde in den o.g. Räumen an.
Sabine Dlugosch
(Diplom-Psychologin)
Zimmer: D 202
Tel. 0521 51-8421
Fax 0521 51-5052
E-MailE-Mail

Axel Käweker
(Diplom-Sozialpädagoge)
Zimmer: D 204
Tel. 0521 51-6187
Fax 0521 51-5052
E-MailE-Mail

Janine Rogge
(B.A.-Sozialarbeiterin FH)
Zimmer: D 203
Tel. 0521 51-3746
Fax 0521 51-5052
E-MailE-Mail


Informationen

zur Fachstelle Frühförderung in sieben Sprachen