"Wir im Quartier - Gemeinsam. Leben. Gestalten."

Projektaufruf im Rahmen von „Bielefeld integriert”
Seit März 2015 wird das Handlungskonzept „Bielefeld integriert” prozessbegleitend weiterentwickelt und umgesetzt. In einem engen Austausch von Stadtverwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen geht es darum, einen gelingenden Integrationsprozess auf den Weg zu bringen und das Miteinander aller Bielefelder*innen zu fördern. Mit der Bereitstellung von Projektmitteln hat der Rat der Stadt den erforderlichen Rahmen geschaffen, um neue Ideen und Zugänge zu erproben.

Ein zentraler Ansatzpunkt für eine funktionierende Gesellschaft ist das nachbarschaftliche Miteinander im Quartier bzw. im Stadtteil. Wir alle leben in einer Stadtgemeinschaft, die so bunt und vielfältig ist wie nie zuvor. Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller, sozialer oder religiöser Hintergründe kann auch Herausforderungen mit sich bringen. Kontakte zwischen Bewohner*innen sind grundlegend für das gegenseitige Verständnis und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Dieser Projektaufruf setzt deshalb dort an, wo Brücken zwischen Lebenswelten gebaut werden sollen, die das nachbarschaftliche Miteinander verbessern. Es können Projekte gefördert werden, die zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements sowie zur Förderung des sozialen, nachbarschaftlichen Zusammenhalts und der Kommunikation beitragen. Durch Aktivitäten, die Begegnung und Beteiligung im Quartier fördern, kann Vielfalt zur Normalität wer-den.

Antragsteller
Der Projektaufruf wendet sich an unterschiedliche Akteur*innen wie z. B. gemeinnützige Vereine, Initiativgruppen, freie Träger, Verbände und Migrantenorganisationen. Ebenso antragsberechtigt sind in besonderer Weise Bürger*innen, die ihre Ideen in Kooperation mit Trägern umsetzen können.

Förderthemen
Grundsätzlich werden kleinere Projekte gefördert, die einen Bezug zum jeweiligen Quartier haben. Sie sollen den Menschen vor Ort zugutekommen und das nachbarschaftliche Miteinander auf unterschiedliche Art und Weise fördern. Die Projekte sollen praxisorientiert sein und auch nach der Förderphase weitergeführt werden können. Es sollen Ansätze gezeigt werden, die auf andere Nachbarschaften übertragbar sind und zur Nachahmung anregen, damit Projekte nach der Durchführung ebenfalls von anderen Initiativen oder Trägern umgesetzt werden können.

Folgende Themen sind dabei von Interesse:
  • Förderung der Begegnung von Bewohner*innen im Quartier
  • Einfacher Zugang zu den jeweiligen Aktivitäten / Nutzen neuer Zugangswege zur Bevölkerung
  • Erhöhung der kulturellen Belebung im Quartier
  • Stärkung der Identifikation im Sinne einer „lebendigen Nachbarschaft”
  • (neue) Beteiligungsmöglichkeiten im Quartier

Mögliche Beispiele für einen Projektbeitrag:
  • Erstellen eines Quartiersfilms oder eines -blogs mit Informationen, Neuigkeiten, Meinungsumfragen und Veranstaltungen
  • Schaffung von verschiedenen Zuhör- und Begegnungsmöglichkeiten im Quartier (z. B. ein regelmäßiges Klappstuhlcafé, eine mobile Küche o. Ä.)
  • Patenschaften, gegenseitige Unterstützung zwischen Nachbar*innen (Kinderbetreuung, Einkaufsfahrten, Computerkurse etc.)
  • Ausbildung von Quartierslots*innen
  • Einrichten eines Quartiersgartens

Inspirationen für erfolgreiche Projekte lassen sich zahlreich im Internet finden. Projekte von Nachbar*innen für Nachbar*innen, die sogar für einen Preis nominiert wurden, finden Sie z. B. unter Externer Linkwww.nachbarschaftspreis.de. Weiterhin können Ideen aus der „Werkstatt Vielfalt” der Robert Bosch Stiftung sicher geeignete Grundlagen für Projektplanungen darstellen. Unter folgendem Link finden Sie eine Reihe von Projekten, die bereits durchgeführt wurden und zum Nachmachen einladen: PDF-Dokument www.bosch-stiftung.de

Kooperationen und die Beteiligung der Bürger*innen bei der Planung, Durchführung und Erprobung sind ausdrücklich erwünscht. Mit dem Projektaufruf wird der Fokus auf Ideen gerichtet, die durch Engagement und die Initiative der Menschen im Quartier hervorgebracht werden.

Fördersumme und Förderzeitraum
Insgesamt stehen Projektmittel in Höhe von 50.000 € bereit. Die Förderanträge müssen eine Förderhöhe von mindestens 500 € und maximal 5.000 € aufweisen.
Ein Beginn bzw. eine Durchführung des Projektes darf erst nach Antragsbewilligung erfolgen.
Die Fördermittel können für Honorarkosten, Sachmittel und kleinere Anschaffungen verwendet werden.

Das Verfahren
Anträge können ab sofort eingereicht werden. Anträge, die bis zum 04.10.2019 eingehen, werden in der ersten Sitzung des Vergabegremiums am 09.10. beraten. Anträge, die später eingehen, werden im Rahmen der eventuell dann noch zur Verfügung stehenden Mittel entschieden. Der späteste Antragstermin für Projektanträge ist der 30.11.2019. Die Anträge sind mit dem anliegenden Antragsformular einzureichen.
Anträge können ab sofort, spätestens jedoch bis zum 30.11.2019 mit dem anliegenden Antragsformular eingereicht werden. Anträge die später eingehen, werden im Rahmen der eventuell noch zur Verfügung stehenden Mittel entschieden.
Das Projekt muss nicht 2019 abgeschlossen werden.
Nach Durchführung des Projektes sollen die Projektidee und -umsetzung sowie die Erfahrungen dargestellt werden. Zusätzlich ist es wünschenswert, dass Erfahrungen und Wissen weitergegeben und Projekte übertragen werden können, z.B. in Form einer Präsentation auf einer Veranstaltung.

Sie haben eine Idee und sind noch unsicher, ob Ihr Vorhaben zu der Projektausschreibung passen könnte?
Scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen. Beratung und Unterstützung (z. B. bei der Suche nach Projektpartner*innen und passenden Kooperationspartner*innen, der Antragstellung etc.) und weitere Informationen erhalten Sie hier:

Stadt Bielefeld
Büro für Integrierte Sozialplanung und Prävention
Julia Meinert
Tel. 0521 51-2993
E-Mailjulia.meinert@bielefeld.de

Nina Vogel
Tel. 0521 51-6847
E-Mailnina.vogel@bielefeld.de

Werner Wörmann
Tel. 0521 51-3648
E-Mailwerner.woermann@bielefeld.de

Kontakt

Stadt Bielefeld
Büro für Integrierte Sozialplanung und Prävention
Julia Meinert
Tel. 0521 51-2993
E-MailE-Mail

PDF-Dokument Projektantrag




Fördermittel für Sprach- und Kulturmittler*innen

Im Rahmen des „Handlungskonzeptes zur Aufnahme von Flüchtlingen” stehen im laufenden Jahr 15.000 Euro für sogenannte Sprach- und Kulturmittler*innen zur Verfügung. Diese Förderung zielt darauf ab, Bürgern und Bürgerinnen mit Zuwanderungsgeschichte einen Zugang zu den Regelangeboten der Psychosozialen Beratung zu ermöglichen.

Antragsberechtigt sind die anerkannten Träger der Wohlfahrtspflege.
Die Beratungen werden mit 15 Euro, die An- und Abfahrtszeiten sowie das Kilometergeld pauschal mit 10 Euro pro Beratung vergütet.

Die Abrechnung erfolgt monatlich unter Verwendung eines Formulars. Die Abrechnung muss jeweils bis zum 20. des Folgemonats erfolgen. Die zur Verfügung stehenden Mittel sind begrenzt. Um eine Planbarkeit für alle Träger sicherzustellen, können Abrechnungen, die verspätet eingehen, nicht berücksichtigt werden.


Beantragung von Projektmitteln

im Rahmen des Handlungskonzeptes zur Aufnahme von Flüchtlingen in der Stadt Bielefeld
Angesichts der erhöhten Flüchtlingszuwanderung hat der Rat der Stadt Bielefeld am 2. Dezember 2015 „Umsetzungsschritte im Rahmen des Handlungskonzeptes zur Aufnahme von Flüchtlingen in der Stadt Bielefeld” beschlossen. Die Umsetzungsschritte zielen darauf ab, die Integration der geflüchteten Menschen in die Stadtgesellschaft zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen geht es sowohl um die Schaffung neuer Angebote als auch um die Stärkung der bereits bestehenden Integrationsstrukturen.

Der Rat der Stadt hat dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, in den Jahren 2016 und 2017 Projektmittel in Höhe von jährlich 200.000 Euro in den Haushalt einzustellen. Mit diesen Mitteln soll die gesellschaftliche Teilhabe und Integration der geflüchteten Menschen gefördert sowie die Integrationsfähigkeit der Nachbarschaften gestärkt werden.
Besonders förderwürdig sind dabei Projekte in den Bereichen Freizeit, Gesundheit, Sport, Kultur, non-formale Bildungsprojekte und Selbstorganisation.

Um ein geordnetes und transparentes Verfahren der Mittelvergabe zu garantieren, hat die Verwaltung einen Richtlinien-Entwurf für die Gewährung einer Projektförderung erarbeitet. Dabei wird u.a. berücksichtigt, dass die Mittel nicht die Regelfinanzierung von Maßnahmen ersetzen sollen und es sich um abgeschlossene Maßnahmen und Projekte handeln muss, so dass kein Anspruch auf Folgekosten formuliert werden kann. Des Weiteren enthält der Entwurf Kriterien zur Beurteilung der Maßnahmen und Projekte sowie Aussagen zum Antragsverfahren und zur Auszahlung.

Freie Träger der Wohlfahrtspflege und der Jugendhilfe, Wohnungsunternehmen, Kirchengemeinden sowie Migrantenorganisationen und (Sport-)Vereine in Bielefeld können nun für besondere Projekte, die zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration von geflüchteten Menschen sowie zur Stärkung der Integrationsfähigkeit von Nachbarschaften beitragen, eine Förderung erhalten. Die Einzelheiten zur Mittelvergabe können den als Anlage beigefügten „Richtlinien zur Vergabe von Projektmitteln im Rahmen des Handlungskonzeptes zur Aufnahme von Flüchtlingen in der Stadt Bielefeld” entnommen werden (siehe PDF-Dokument  [190 KB]Anlage 1).
Um das Verfahren zu vereinfachen, ist ein Formblatt entwickelt worden, mit dem diese Projektmittel beantragt werden können (siehe rechts).

Download

PDF-Dokument  [92 KB]Projektantrag
auf Förderung einer Maßnahme / eines Projektes im Rahmen des
Handlungskonzeptes zur Aufnahme von Flüchtlingen