Stärkung der Elternarbeit an Grundschulen

Förderrichtlinien für den Projektaufruf im Rahmen von „Bielefeld integriert”
Seit März 2015 wird das Handlungskonzept „Bielefeld integriert” prozessbegleitend weiterentwickelt und umgesetzt. In einem engen Austausch von Stadtverwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen geht es darum, einen gelingenden Integrationsprozess auf den Weg zu bringen.
Oftmals reichen die bestehenden Angebote und Maßnahmen nicht aus. Um die Integration zu fördern müssen deshalb auch neue Maßnahmen erprobt und neue Zugänge gesucht werden. Mit der Bereitstellung von Projektmitteln hat der Rat der Stadt hierfür den erforderlichen Rahmen geschaffen.

Einer der zentralen Orte für einen gelungenen Integrationsprozess ist dabei die Grundschule. Deshalb wurde vom Sozial- und Gesundheitsausschuss der Stadt im Februar 2018 beschlossen, dass ein Teil der Projektmittel für das Schuljahr 2018/2019 in die Stärkung der Elternarbeit an Grundschulen fließen soll.
„Ohne Eltern geht es nicht!”
Der Zugang von Kindern zu unserem Bildungssystem hängt entscheidend von der positiven Haltung und Akzeptanz der Eltern zu diesem System ab. Eltern und Kindern mit Zuwanderungshintergrund ist unser Schulsystem jedoch oft unbekannt. Dies kann zu Vorbehalten und Ängsten (u.a. vor Kontrollverlust) dem Schulsystem gegenüber führen.

Förderzweck
Der Projektaufruf zielt darauf ab, dass die Eltern Schule besser verstehen. Mithilfe eines zusätzlichen finanziellen Handlungsspielraumes soll an den Bielefelder Grundschulen die Möglichkeit geschaffen werden, den Austausch mit zugewanderten Eltern zu intensivieren, neue Angebote zu erproben oder bestehende Angebote anders zu gestalten.

Dieses können z.B. Projekte/Angebote sein wie zum Beispiel:
  • Einrichtung von Eltern-Cafés an den Grundschulen
  • Entwicklung und Durchführung von Elterninformationsveranstaltungen zu Themen wie z.B. Gesundheit, Bildung, Erziehung etc.
  • Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten für Eltern mit und ohne Zuwanderungshintergrund
  • Vorbereitung auf Klassenfahrten
  • Gewinnung und Schulung von Eltern als Multiplikator*innen

Antragsberechtigt
Der Aufruf richtet sich an alle Grundschulen und an alle Träger der OGS, der Schulsozialarbeit und sonstige Vereine und Initiativen, die an Grundschulen aktiv sind.

Fördergrundsätze
Mit den Projekten sollen besonders die Eltern angesprochen und erreicht werden, die mit unserem Bildungssystem wenig vertraut sind. Dazu zählen besonders Eltern mit einem Fluchthintergrund.
Die Antragsteller verpflichten sich, bei einer Förderung nach Abschluss des Projektes einen Sachbericht zu erstellen.

Art und Umfang der Förderung
Insgesamt stehen Projektmittel in Höhe von 25.000 Euro bereit. Die Förderanträge müssen eine Förderhöhe von mindestens 500 Euro und maximal 2.000 Euro ausweisen.
Gefördert werden Maßnahmen/Angebote für das Schuljahr 2018/2019. Ein Beginn bzw. eine Durchführung des Projektes kann jedoch auch schon vor bzw. in den Sommerferien erfolgen.
Die Fördermittel können für Honorarkosten, Sachmittel und kleinere Anschaffungen verwendet werden.

Verfahren zur Genehmigung
Die Anträge auf eine Projektförderung werden durch ein Vergabegremium beraten. Dieses setzt sich aus Mitgliedern der Politik, des Integrationsrates und der Wohlfahrts- und Jugendverbände zusammen.
Anträge müssen bis zum 30.06.2018 mit dem anliegenden Antragsformular gestellt werden.
Anträge die später eingehen, werden im Rahmen der eventuell noch zur Verfügung stehenden Mittel entschieden.

Kontakt

Stadt Bielefeld
Büro für Integrierte Sozialplanung und Prävention
Werner Wörmann
Telefon: 0521 51-3648
E-MailE-Mail

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Fördermittel für Sprach- und Kulturmittler*innen

Im Rahmen des „Handlungskonzeptes zur Aufnahme von Flüchtlingen” stehen im laufenden Jahr 15.000 Euro für sogenannte Sprach- und Kulturmittler*innen zur Verfügung. Diese Förderung zielt darauf ab, Bürgern und Bürgerinnen mit Zuwanderungsgeschichte einen Zugang zu den Regelangeboten der Psychosozialen Beratung zu ermöglichen.

Antragsberechtigt sind die anerkannten Träger der Wohlfahrtspflege.
Die Beratungen werden mit 15 Euro, die An- und Abfahrtszeiten sowie das Kilometergeld pauschal mit 10 Euro pro Beratung vergütet.

Die Abrechnung erfolgt monatlich unter Verwendung eines Formulars. Die Abrechnung muss jeweils bis zum 20. des Folgemonats erfolgen. Die zur Verfügung stehenden Mittel sind begrenzt. Um eine Planbarkeit für alle Träger sicherzustellen, können Abrechnungen, die verspätet eingehen, nicht berücksichtigt werden.


Beantragung von Projektmitteln

im Rahmen des Handlungskonzeptes zur Aufnahme von Flüchtlingen in der Stadt Bielefeld
Angesichts der erhöhten Flüchtlingszuwanderung hat der Rat der Stadt Bielefeld am 2. Dezember 2015 „Umsetzungsschritte im Rahmen des Handlungskonzeptes zur Aufnahme von Flüchtlingen in der Stadt Bielefeld” beschlossen. Die Umsetzungsschritte zielen darauf ab, die Integration der geflüchteten Menschen in die Stadtgesellschaft zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen geht es sowohl um die Schaffung neuer Angebote als auch um die Stärkung der bereits bestehenden Integrationsstrukturen.

Der Rat der Stadt hat dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, in den Jahren 2016 und 2017 Projektmittel in Höhe von jährlich 200.000 Euro in den Haushalt einzustellen. Mit diesen Mitteln soll die gesellschaftliche Teilhabe und Integration der geflüchteten Menschen gefördert sowie die Integrationsfähigkeit der Nachbarschaften gestärkt werden.
Besonders förderwürdig sind dabei Projekte in den Bereichen Freizeit, Gesundheit, Sport, Kultur, non-formale Bildungsprojekte und Selbstorganisation.

Um ein geordnetes und transparentes Verfahren der Mittelvergabe zu garantieren, hat die Verwaltung einen Richtlinien-Entwurf für die Gewährung einer Projektförderung erarbeitet. Dabei wird u.a. berücksichtigt, dass die Mittel nicht die Regelfinanzierung von Maßnahmen ersetzen sollen und es sich um abgeschlossene Maßnahmen und Projekte handeln muss, so dass kein Anspruch auf Folgekosten formuliert werden kann. Des Weiteren enthält der Entwurf Kriterien zur Beurteilung der Maßnahmen und Projekte sowie Aussagen zum Antragsverfahren und zur Auszahlung.

Freie Träger der Wohlfahrtspflege und der Jugendhilfe, Wohnungsunternehmen, Kirchengemeinden sowie Migrantenorganisationen und (Sport-)Vereine in Bielefeld können nun für besondere Projekte, die zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration von geflüchteten Menschen sowie zur Stärkung der Integrationsfähigkeit von Nachbarschaften beitragen, eine Förderung erhalten. Die Einzelheiten zur Mittelvergabe können den als Anlage beigefügten „Richtlinien zur Vergabe von Projektmitteln im Rahmen des Handlungskonzeptes zur Aufnahme von Flüchtlingen in der Stadt Bielefeld” entnommen werden (siehe PDF-Dokument  [190 KB]Anlage 1).
Um das Verfahren zu vereinfachen, ist ein Formblatt entwickelt worden, mit dem diese Projektmittel beantragt werden können (siehe rechts).

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PDF-Dokument  [92 KB]Projektantrag
auf Förderung einer Maßnahme / eines Projektes im Rahmen des
Handlungskonzeptes zur Aufnahme von Flüchtlingen