Sozialleistungsbericht 2014-2015

Vorgestellt am 25. Oktober 2016
Mit dem Lebenslagenbericht informiert das Sozialdezernat in regelmäßigen Abständen über wichtige Aspekte der sozialen Stadtentwicklung. Als ein Analyseinstrument liefert der Bericht ausgewählte Daten und unterstützt damit die Möglichkeit für zielgerichtete und präventive Interventionen. Ein besonderes Anliegen des Bielefelder Lebenslagenberichtes ist es, räumliche Polarisierungen transparent zu machen, um hierauf aufbauend der sozialen Ungleichheit begegnen zu können.
Bezugspunkt der Berichterstattung sind überwiegend die zehn Stadtbezirke und die für nähere Betrachtungen wichtigen 92 statistischen Bezirke. Im Unterschied zum Lebenslagenbericht 2011/12 orientiert sich die Darstellung nicht an den Transferleistungsarten, sondern an den einzelnen Zielgruppen des Sozialdezernates - den arbeitssuchenden Menschen, den Eltern, Kindern und Jugendlichen, den Seniorinnen und Senioren und den Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen.

Einige Ergebnisse aus dem Lebenslagenbericht:
  • Die SGB II-Quote liegt in Bielefeld mit 13,9 Prozent deutlich höher als in NRW (11,5Prozent) und Deutschland (9,2 Prozent). Fast jedes vierte Kind unter sechs Jahren in Bielefeld wächst in einer SGB II-Bedarfsgemeinschaften auf (24,2 Prozent).
  • Familien mit Kindern sind deutlich häufiger auf SGB II-Leistungen angewiesen als andere Gruppen: Während nur jeder 25. Bielefelder Mehrpersonen-Haushalt ohne Kinder von SGB II-Bezug betroffen ist, ist es fast jeder 5. Haushalt mit Kindern. Noch stärker ist die Betroffenheit bei Alleinerziehenden: Mehr als jede zweite Ein-Eltern-Familie mit Kindern unter 18 Jahren ist auf SGB II-Leistungen angewiesen.
  • Auch die Altersarmut hat im Vergleich zu 2012 in Bielefeld zugenommen: So bezogen 2.759 Menschen über 65 Jahren in 2015 Grundsicherung im Alter. Dies sind 438 Personen mehr als noch in 2012.




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Kontakt

Gisela Krutwage
Dezernat Soziales
Büro für Integrierte Sozialplanung und Prävention
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