Sozialleistungsbericht 2010
Vorgestellt am 16. Mai 2012

Trotz einer deutlichen Entspannung am Arbeitsmarkt ist die Zahl der Bielefelderinnen und Bielefelder, die von regelmäßigen monatlichen Transferleistungen leben mussten, auch 2010 weiter gestiegen. Ende des Jahres lag sie bei 44.054, das waren 577 Betroffene mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Die sogenannte Transferleistungsquote für 2010 zeigt eine stark unterschiedlich ausgeprägte regionale Betroffenheit mit prekären Lebenslagen. So leben im relativ kleinen statistischen Bezirk Sieker beinah genauso viele Menschen von monatlichen Transferleistungen wie in den Stadtbezirken Dornberg und Gadderbaum zusammen.
Neben diesen Aussagen zur allgemeinen Armutsentwicklung in der Stadt beleuchtet der neue Bericht die Entwicklungen in einzelnen Arbeitsbereichen des Sozialdezernates. Hier einige Schlaglichter:
Weitere Einzelergebnisse mit den entsprechenden Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen finden Sie im Gesamtbericht. Er setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Geschäftsbericht 2010 des Sozialdezernates, der Analyse der Sozialdaten sowie einem umfänglichen Statistikteil mit vielen kleinräumigen Daten. Letzterer bietet allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, die Entwicklung einzelner sozialer Indikatoren im eigenen Wohnumfeld genauer zu betrachten.
Neben diesen Aussagen zur allgemeinen Armutsentwicklung in der Stadt beleuchtet der neue Bericht die Entwicklungen in einzelnen Arbeitsbereichen des Sozialdezernates. Hier einige Schlaglichter:
- Die Zahl der Haushalte mit Kindern hat 2010 einen historischen Tiefstand erreicht.
- Mehr als drei Viertel aller Arbeitslosen in Bielefeld lebt von „Hartz IV”. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung gehört mehr als jede/r zehnte Bielefelder/in zu dieser Gruppe.
- Die Zahl der hiervon betroffenen Bedarfsgemeinschaften ist gesunken, die Zahl der betroffenen Personen in diesen Bedarfsgemeinschaften aber ist gleichzeitig gestiegen. D. h.: Immer häufiger sind Familien mit mehreren Kindern von der Langzeitarbeitslosigkeit betroffen.
- Die finanziellen Leistungen der Stadt bei einer Pflegebedürftigkeit haben 2010 erstmals die Marke von 2.000 Fällen überschritten.
- Die Fallzahlen der Schuldnerberatungen haben 2010 einen neuen Höchststand erreicht. Dabei werden die Klienten immer jünger: Rund ein Drittel stammt aus der Altersgruppe zwischen 18 und 30 Jahren.
Weitere Einzelergebnisse mit den entsprechenden Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen finden Sie im Gesamtbericht. Er setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Geschäftsbericht 2010 des Sozialdezernates, der Analyse der Sozialdaten sowie einem umfänglichen Statistikteil mit vielen kleinräumigen Daten. Letzterer bietet allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, die Entwicklung einzelner sozialer Indikatoren im eigenen Wohnumfeld genauer zu betrachten.


