Bielefelder Baulandstrategie 2019 im Entwurf
Die Stadt Bielefeld entwickelt zurzeit eine Baulandstrategie, bei der die Stadt eine aktive Rolle in der Entwicklung von Wohnbauland übernehmen soll. Wohnbauflächen, die größer als ein Hektar (10.000 m²) sind, würden danach nur noch geplant werden, wenn mindestens 50 Prozent der Fläche über die Stadt Bielefeld gekauft, entwickelt und vermarktet werden.

Das Konzept wurde in der zweiten Januarwoche 2019 Vertretern der Ratsfraktionen und -gruppen vorgestellt. Ausführlich ging OB Pit Clausen auch in seiner PDF-Dokument Neujahrsrede am 11. Januar auf dieses Thema ein und bezog sich dabei auf die neue Baulandpolitik der Stadt Münster.

Primäres Ziel der Bielefelder Baulandstrategie ist eine bedarfsgerechte Entwicklung von Bauland zu marktgerechten und sozialverträglichen Preisen, die auch die Realisierung von öffentlich geförderten Wohnungen deutlich stärken soll. Damit soll die Wohnraumversorgung breiter Bevölkerungsschichten stärker voran gebracht werden.

Daneben werden stadtentwicklungspolitische, ökonomische und ökologische Ziele eine Rolle bei der Bielefelder Baulandstrategie spielen. Viele Großstädte haben inzwischen entsprechende Konzepte um stärkeren Einfluss auf die Stadtentwicklung nehmen zu können und eine dämpfende Wirkung auf Boden- und Immobilienpreise zu realisieren.

In Münster werden auf diesem städtischen Bauland beispielsweise mit entsprechenden Vergaberichtlinien frei finanzierte Mietwohnungen mit deutlich niedrigeren Mieten gebaut. Statt 9,50 €/m² werden dort teilweise nur 6,80 €/m² verlangt. Dazu liegt der Anteil an öffentlich gefördertem Wohnungsbau in Münster auf den von der Stadt entwickelten Flächen bei 60 Prozent. So konnte der geförderte Mietwohnungsbau in Münster auf 300 bis 350 Wohneinheiten pro Jahr gesteigert werden.
Nach einer Diskussion in den Fraktionen und politischen Gremien ist im Juni 2019 ein Grundsatzbeschluss zur Bielefelder Baulandstrategie geplant.



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Präsentation
des Bauamtes