Ortsentwicklungsplanung Eckardtsheim

Im Süden des Stadtbezirks Sennestadt umfassen die zusammenhängenden Flächen der Stiftung Bethel insgesamt fast 500 Hektar. Eingebunden in diese Fläche, im Nordosten jedoch darüber hinausgreifend, liegt die Ortschaft Eckardtsheim, die vor allem durch verstreute, meist landschaftlich integrierte anstaltsbezogene Nutzungen, in Teilbereichen auch durch mitarbeitergebundenes und allgemeines Wohnen sowie kleinere gewerbliche Betriebe geprägt ist.


Kartenausschnitt des Untersuchungsbereichs

Mit Beschluss der BV Sennestadt vom 30.11.2017 wurde die Verwaltung mit der Erarbeitung der nun im Vorentwurf vorliegenden Ortsentwicklungsplanung beauftragt.
Ausgangspunkt der hier vorliegenden Planung sind die im Jahr 1999 durch den Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Bielefeld beschlossene Rahmenplanung und deren durch die Stiftung Bethel beauftragten Vertiefungen sowie die zwischenzeitlich eingeleiteten Bebauungsplanverfahren und die 198. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP). Die Ergebnisse dieser Bauleitplanungen waren an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen, darunter die Zunahme des Wohnungsbedarfs, die sich auch in konkreten Wohnungsbauprojekten widerspiegelt, sowie die Verfügbarkeit zusätzlicher Flächen für eine Nachnutzung nach Aufgabe der bisherigen Nutzung bzw. Reduzierung von Standorten der Stiftung Bethel.
Ebenso fordert die Regionalplanungsbehörde bei geplanten Umnutzungen der Flächen für bisher zweckgebundene Nutzungen (hier für das Gesundheitswesen) vorab eine gesamträumliche städtebauliche Klärung; dies insbesondere im Rahmen der Erarbeitung eines neuen Regionalplanes für Ostwestfalen-Lippe 2035.
Das Verfahren zur Aufstellung der Ortsentwicklungsplanung Eckardtsheim erfolgt zeitgleich zur 198. FNP-Änderung „Städtebauliche Neuordnung des Kernbereiches Eckardtsheim” sowie zur Aufstellung der drei Bebauungspläne Nr. I/St 56 „Mischgebiet nördlich der Werkhofstraße”, Nr. I/St 57 „Mischgebiet am Paracelsusweg” und Nr. I/St 58 „Wohngebiet nördlich Rudolf-Hardt-Weg”.

In der vorliegenden Ortsentwicklungsplanung werden 17 Flächen identifiziert, die sich potentiell für eine wohnbauliche Entwicklung eignen. Diese Flächenauswahl deckt sich im Wesentlichen mit den Flächen, die die Verwaltung derzeit im Rahmen des „Perspektivplans Wohnen 2020/2035” in einer gesamtstädtischen Angebotsanalyse der Flächenreserven für das Wohnen auf Ebene von Flächennutzungsplan und Regionalplan erarbeitet. Bezüglich der in der Rahmenplanung vorgeschlagenen Flächen, bzw. ihrer Eignung und Priorisierung können sich für die Endfassung der Rahmenplanung aufgrund fachlicher Belange noch Änderungen ergeben. Ebenso gilt dies in Bezug auf die teilräumliche Analyse des Wohnbauflächenbedarfs, die derzeit im Rahmen einer gesamtstädtischen Wohnraumbedarfsanalyse bearbeitet wird und die im Ergebnis eine Bilanzierung von Wohnraumnachfrage bzw. -bedarf und Wohnraumangebot erlaubt.

Ziel der vorliegenden Ortsentwicklungsplanung ist es unter anderem, den früheren Anstaltsbereich Eckardtsheim weiter aus seiner institutionellen Prägung herauszuführen und schrittweise zu einer durchmischten Ortschaft im Stadtbezirk Sennestadt zu entwickeln, in der behinderte und nicht behinderte Menschen zusammen leben.


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Rahmenplan

BV Sennestadt am 22.11.2018