Stadtumbau West – Stadtumbau Bielefeld

Collage Stadtumbau West
Quelle (linkes Bild): Gasse Schumacher Schramm, Landschaftsarchitekten

Als Reaktion auf den sich immer deutlicher abzeichnenden Wandel der Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur hat der Gesetzgeber im Juli 2004 im Rahmen der Novellierung des Baugesetzbuches das Instrumentarium des "Stadtumbaus" neu eingeführt (§§ 171a ff. Baugesetzbuch). Externer Linkwww.stadtumbaunrw.de
Parallel dazu wurde mit einer Vereinbarung zwischen dem Bund und allen 16 Bundesländern ein neues Städtebauförderungsprogramm "Stadtumbau West" aufgelegt. Der Stadtumbau West wird in den kommenden Jahren ein wesentlicher Baustein der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen sein.

›  Strukturveränderungen in Demografie und Wirtschaft
Mit diesem Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung sollten die
Städte und Gemeinden in die Lage versetzt werden, sich frühzeitig auf Strukturveränderungen vor allem in Demografie und Wirtschaft sowie auf die damit verbundenen städtebaulichen Auswirkungen einzustellen.
Durch die Stadtumbaumaßnahmen werden Stadtteile, die von einem
erheblichen städtebaulichen Funktionsverlust betroffen sind, an
nachhaltige städtebauliche Strukturen angepasst.

› Strukturveränderungen in der Stadt Bielefeld
Die Stadt Bielefeld hat gute Voraussetzungen, sich diesen
Veränderungen zu stellen. Aber auch diese Stadt erlebt Veränderungen
und Strukturbrüche in den Wirtschafts-, Raum und Infrastrukturen sowie im Sozialraum Stadt. Während die Bevölkerungszahl derzeit dank einem positiven Wanderungssaldo steigt, wird in Zukunft aufgrund der natürlichen Bevölkerungsentwicklung ein Rückgang der Zahlen zu erwarten sein. Ungeachtet der quantitativen Entwicklung ergeben sich für die Stadt Bielefeld erhebliche strukturelle Veränderungen der alterspezifischen und sozialen Zusammensetzung der Einwohner; wie im allgemeinen Trend steigt der Anteil der betagten Bevölkerung an. Die Wirtschaft der Stadt Bielefeld war in den vergangenen Jahren einem starken Strukturwandel unterworfen, wobei Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe - und hier beispielsweise in dem für Bielefeld noch immer bedeutsamen Maschinenbau - verloren gingen und nur bedingt durch einen gestärkten tertiären Sektor aufgefangen werden konnten.
Die Konsequenzen dieser Strukturveränderungen betreffen zentrale
Bereiche der Stadtentwicklung.

› Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Stadtumbau Bielefeld
Bereits im November 2005 beauftragte der Rat der Stadt die Verwaltung, ein integriertes städtebauliches Handlungskonzept zum Stadtumbau in Bielefeld zu erstellen, in dem die Ziele und Maßnahmen des Stadtumbaus im Oberzentrum Bielefeld gebündelt dargestellt werden, um somit frühzeitig auf die künftigen Strukturveränderungen innerhalb der Stadt reagieren zu können.
Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept bildet zugleich auch die Voraussetzung für eine mögliche Förderung von Maßnahmen aus dem Städtebauförderungsprogramm "Stadtumbau West", indem es räumliche und sachliche Aspekte des Stadtumbaus für Fördergebiete sowie die Auswirkung und Bedeutung der Stadtumbaumaßnahme für das übrige Stadtgebiet klärt.

Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept wurde unter Beteiligung verschiedener Experten (unter anderem Vertreter der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, der Haus- und Grundeigentümer, der Wirtschaft sowie sozialer Einrichtungen) mit finanzieller Unterstützung aus dem Städtebauförderungsprogramm "Stadtumbau West" in Zusammenarbeit mit dem "Büro für urbane Projekte" aus Leipzig erarbeitet.
Dazu wurde durch das Büro eine umfassende gesamtstädtische Analyse und Beschreibung stadtumbaurelevanter Rahmendaten (unter anderem Demografie, Wirtschaft, Städtebau) durchgeführt. Basierend auf diesen Analyseschritten wurden Räume mit städtebaulichen Funktionsverlusten im Sinne des § 171a Baugesetzbuch beschrieben sowie Schwerpunktthemen und –räume des Stadtumbaus bzw. der Stadterneuerung vorgeschlagen.

Nach Beratungen in den Bezirksvertretungen, im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss sowie im Hauptausschuss hat der Rat der Stadt das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept Stadtumbau Bielefeld am 27.04.2008 einstimmig verabschiedet und die Verwaltung beauftragt, auf dieser Grundlage die gebietsbezogenen, teilräumlichen Prozesse und förmlichen Verfahren in den Stadtumbaugebieten Nördlicher Innenstadtrand und Bethel sowie in den Soziale Stadt-Gebieten Sieker-Mitte und Sennestadt fortzuführen.

› "Jedes Projekt ist ein Puzzelteil im Gesamtkonzept."
Im Rahmen des Wettbewerbs „10 Jahre Stadtumbau in Nordrhein-
Westfalen” von 2014 wurde der Prozess und das Vorhaben zum ISEK
Bielefeld mit der Sonderauszeichnung „Konzeptionelle Einbindung”
geehrt. Besonders das stringente Vorgehen, aus dem Gesamtkonzept die
teilräumlichen Konzepte abzuleiten war ausschlaggebend für die
Auszeichnung. Zusätzlich wurde die Bürgerbeteiligung bei den Projekten
„Wohnen im Pauluscarée” und „Kooperativer Leitprozess Sennestadt”
durch eine Fachjury prämiiert.
Im Frühjahr 2015 feierte die Stadt eine Woche lang „10 Jahre
Stadtumbau in Bielefeld”. Neben geführten Bustouren durch die
Umbaugebiete, zu denen jeder Einwohner Bielefelds herzlich eingeladen war, wurden beispielsweise der Sieker-Park und die Park- und Spiellandschaft Sennestadt eröffnet.

  • PDF-Dokument  [3305 KB][3305 KB] Kurzfassung - Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Stadtumbau Bielefeld
  • PDF-Dokument  [11755 KB][11755 KB] Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)
  • PDF-Dokument  [36 KB][36 KB] Beschlussvorlage der Verwaltung zum ISEK
  • PDF-Dokument  [14072 KB][14072 KB] ISEK - Monitoring, Evaluierung und Umsetzungsbericht

  • Logos der beteiligten Institutionen


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    Abteilung Gesamträumliche Planung und Stadtentwicklung
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    Tel. 0521 51-3209
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    Tel. 0521 51-3217
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