IV. Forum Masterplan Wohnen

Vision & Wirklichkeit, Erfahrungsaustausch nach drei Jahren Masterplan Wohnen
Auf dem IV. Forum Masterplan Wohnen mit dem Titel „Vision & Wirklichkeit - Erfahrungsaustausch nach drei Jahren Masterplan Wohnen” wurde die Umsetzung der Ideen und Handlungsempfehlungen, die im bisherigen Masterplan-Prozess entstanden sind, thematisiert. Vier Akteure berichteten an Hand von aktuellen Projekten über Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung von innovativen Ideen in die Praxis.

Heiko Hädrich (Hädrich Architekten & Ingenieure)

Cityquartier am Ravensberger Park

- Insgesamt positive Einschätzung zu den Realisierungschancen der im Masterplan Wohnen formulierten Handlungsempfehlungen

- Bericht über die Realisierung von Ideen, die in den Masterplan Wohnen eingeflossen sind, am Beispiel des Cityquartiers wie zum Beispiel:

- Mischung verschiedener Wohnformen (Miete/Eigentum, frei finanziert/öffentlich gefördert), gemeinsame Wohnformen(Stattvilla)
Probleme: Baurecht und Fördervorschriften z.T. zu unflexibel

- Realisierung innerstädtischer Wohnstandorte
Probleme: Einhaltung der Lärm- und sonstigen Immissionsschutzbestimmungen, Zielkonflikte bei vielseitigen Nutzungen in der Innenstadt

Michael Pappert (Architekten Pappert + Weichynik)

Paulus Carree
- Ebenfalls positive Einschätzung zu den Realisierungschancen von Inhalten aus dem Masterplan Wohnen
- Themen am Beispiel des Paulus Carrees:
- Mischung verschiedener Wohnformen (Studenten/Senioren/Familien/ Behinderte, Miete/Eigentum, frei finanziert/öffentlich gefördert)
- Realisierung innerstädtischer Wohnstandorte, gute Infrastruktur, bezahlbares zentrales Wohnen, „klimaschonende Siedlung” als Modellvorhaben



Rainer W. Kolodziey (GSWG Senne eG)

Veilchenweg, Beginenhof
Bestätigung diverser Masterplan Wohnen Ergebnisse, wie zum Beispiel:
-Zielgruppengerechte Projekte als wohnungswirtschaftliches Erfolgsmodell
- Abriss von nicht mehr marktgängigen Beständen ist kein Tabu mehr
- gemeinschaftliche bzw. gemischte Wohnformen vermarkten sich gut, Beginenprojekt wird erweitert
- nachhaltige Bewirtschaftung rechnet sich


Claudia Warnecke (Bauamt)

Baugruppe am Heisenbergweg
- Beispielhafte Beschreibung des Prozesses zum Bebauungsplan „Heisenbergweg” und zur Genehmigung des Projektes der Baugruppe „Casa Nostra”
- Abweichung vom Wettbewerbsergebnis, Abweichung vom späteren B-Plan - Schlussfolgerung:
- zur Förderung von gemeinschaftlichen Wohnformen für diese offenere Festsetzungen in B-Plänen sinnvoll
- Masterplan Wohnen-Leitlinien und Vorgaben finden in Beschlussvorlagen bisher wenig Berücksichtigung und werden auch nicht nachgefragt - „Klappern gehört zum Handwerk”

Diskussion im Plenum

  • Probleme bei der Umsetzung innerstädtischer Projekte - Zielkonflikte beim Lärm- und Immissionsschutz
  • Baurecht und Förderbestimmungen geben die im Masterplan Wohnen gewünschte Flexibilität nicht immer wieder
  • baurechtliche Regelungen hinterfragen, Spielräume nutzen, Masterplan Wohnen als Argumentationshilfe
    bauliche Qualität lässt sich nicht in B-Plänen festlegen
  • Politik sollte nur über Rahmenbedingungen und nicht über „die Farbe der Klingelknöpfe” entscheiden
  • lösungsorientierte Ansätze für Maßnahmen im Wohnungsbestand gemeinsam suchen


Ergebnis

Nahezu alle Teilnehmer hatten Interesse, die einzelnen Themenbereiche in einer Arbeitsgruppe zum Thema Umsetzung vertiefend und lösungsorientiert zu behandeln und weitere Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Die AG Umsetzung wird von Ulrike Bode und Bernhardt Neugebauer moderiert und tagt erstmals nach der Sommerpause 2009.



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Ansprechpartner

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Tel. 0521/51 2748
Fax 0521/51 3206
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