Themenschwerpunkt Wirtschaftsförderung
»Präambel
Die Wirtschaft ist der Motor, der das städtische Leben antreibt. Die Entwicklungsdynamik der Stadt hängt vom Erfolg der Wirtschaft ab. Denn es sind die Unternehmen, die den Menschen Arbeit geben. In Bielefeld sind dies zur Zeit rund 128.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Die Unternehmen zahlen auch Steuern. Alleine das Gewerbesteueraufkommen macht in Bielefeld rund 20 Prozent aller städtischen Einnahmen aus, mit denen zum Beispiel Kultur- und Sportangebote, soziale und Jugendhilfen finanziert werden.
Kommunale Wirtschaftsförderung ist kein Selbstzweck. Sie dient der Sicherung oder Schaffung von Arbeitsplätzen und der Unterstützung des wirtschaftlichen Erfolges am Standort Bielefeld.
Kommunale Wirtschaftsförderung ist kein Selbstzweck. Sie dient der Sicherung oder Schaffung von Arbeitsplätzen und der Unterstützung des wirtschaftlichen Erfolges am Standort Bielefeld.
»Handlungsfelder
1. Bestandspflege
Zu den wichtigsten Aufgaben der kommunalen Wirtschaftsförderung gehört neben der Unterstützung bei Neuansiedlungen die Bestandspflege. Mit der WEGE mbH besteht in Bielefeld eine bewährte Anlaufstelle für alle Bielefelder Unternehmen, die die Unterstützung der Stadt in welcher Frage auch immer suchen. Die WEGE mbH ist sowohl in der Stadt als auch in der Region mit allen wirtschaftsrelevanten Akteuren gut vernetzt. Auf dieser Basis wird sie auch künftig die Interessen der Wirtschaft vertreten.
2. Initiierende Wirtschaftsförderung
Wirtschaftsförderung soll auch neues und zusätzliches unternehmerisches Handeln initiieren. Insoweit ist sie dem Grundsatz der Nachhaltigkeit verpflichtet. Es geht darum, nachhaltige Effekte für den Arbeitsmarkt und den unternehmerischen Erfolg zu erreichen. Daraus folgt, dass diese initiierende Wirtschaftsförderung nicht dem Gießkannenprinzip folgen darf. Vielmehr sind für den Standort Bielefeld die Branchen zu identifizieren, denen besonders gute Zukunftsaussichten zugeordnet werden können. Für diese Branchen sind spezifische bedarfsgerechte Förderprojekte zu entwickeln, die zum Beispiel von Netzwerkbildung über das Angebot von Gründer- und Innovationscentern bis zur gezielten Beschaffung von Gewerbeflächen reichen können. Die Identifizierung dieser Zukunftsfelder und die Entwicklung von spezifischen Förderprojekten sollen unter Einbeziehung der wirtschaftsrelevanten Akteure erfolgen.
Ein besonderes Potenzial ergibt sich aus den in Bielefeld ansässigen sechs Hochschulen, insbesondere der Universität und der Bielefelder Fachhochschule. In den Technologiefeldern Photonik, Nanotechnologie und Bio-Technik bestehen absehbar Ausgründungsmöglichkeiten. Es ist gerechtfertigt, besondere Anstrengungen zu unternehmen, um diese Ausgründungen an den Standort Bielefeld zu binden.
3. Gewerbeflächen
In Bielefeld fehlen verfügbare Gewerbeflächen. Die Menge der verfügbaren Gewerbeflächen muss gesteigert werden. Angesichts der absehbar angespannten finanziellen Situation der Stadt sollen Finanzierungsmöglichkeiten unter Einbeziehung Dritter verfolgt werden (revolvierende Gewerbeflächenfonds, Public Private Partnership-Modelle zur Erschließung). Die Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit entlang der neuen A 33 und der A 2 mit den Städten Gütersloh, Steinhagen und Halle sollen verfolgt werden.
Darüber hinaus müssen sogenannte Altstandorte von Unternehmen einer gewerblichen Wiedernutzung – soweit möglich unter Inanspruchnahme von Fördermitteln des Landes NRW – zugeführt werden.
4. Stärkung der heimischen Wirtschaft
Die Stadt und die zu ihr gehörenden Unternehmen bilden den größten Auftraggeber der Region. In den Grenzen der bestehenden Regeln und des wirtschaftlich Sinnvollen sollen Vergaben an Betriebe aus der Region erfolgen. Betriebe aus der Region sollen zusammen mit Kammern und Innungen ermutigt werden, sich gegebenenfalls über Konsortien mehr als bisher an den Ausschreibungen zu beteiligen.
5. Standortmarketingkonzept
Der Erfolg des Wirtschaftsstandortes Bielefeld hängt auch von seiner Vermarktung ab. Diese ist durch Vernetzung der Werbeträger unserer Stadt wie Wissenschaftsbüro, Stadtmarketing, WEGE usw. sowie durch eine intensivere Vernetzung mit den Firmen unserer Stadt verbesserungsbedürftig. Durch gemeinsame Auftritte oder Ausrichtung von Marketingaktivitäten sind auch Synergien zu schöpfen. Erforderlich ist ein identitätsbildendes und konsensfähiges Standortmarketingkonzept.
6. Infrastruktur
Die Stadt ist in der Pflicht, die verkehrliche und sonstige Infrastruktur in Bielefeld bedarfsgerecht und zukunftsfähig zu erhalten und zu entwickeln.
Zu den wichtigsten Aufgaben der kommunalen Wirtschaftsförderung gehört neben der Unterstützung bei Neuansiedlungen die Bestandspflege. Mit der WEGE mbH besteht in Bielefeld eine bewährte Anlaufstelle für alle Bielefelder Unternehmen, die die Unterstützung der Stadt in welcher Frage auch immer suchen. Die WEGE mbH ist sowohl in der Stadt als auch in der Region mit allen wirtschaftsrelevanten Akteuren gut vernetzt. Auf dieser Basis wird sie auch künftig die Interessen der Wirtschaft vertreten.
2. Initiierende Wirtschaftsförderung
Wirtschaftsförderung soll auch neues und zusätzliches unternehmerisches Handeln initiieren. Insoweit ist sie dem Grundsatz der Nachhaltigkeit verpflichtet. Es geht darum, nachhaltige Effekte für den Arbeitsmarkt und den unternehmerischen Erfolg zu erreichen. Daraus folgt, dass diese initiierende Wirtschaftsförderung nicht dem Gießkannenprinzip folgen darf. Vielmehr sind für den Standort Bielefeld die Branchen zu identifizieren, denen besonders gute Zukunftsaussichten zugeordnet werden können. Für diese Branchen sind spezifische bedarfsgerechte Förderprojekte zu entwickeln, die zum Beispiel von Netzwerkbildung über das Angebot von Gründer- und Innovationscentern bis zur gezielten Beschaffung von Gewerbeflächen reichen können. Die Identifizierung dieser Zukunftsfelder und die Entwicklung von spezifischen Förderprojekten sollen unter Einbeziehung der wirtschaftsrelevanten Akteure erfolgen.
Ein besonderes Potenzial ergibt sich aus den in Bielefeld ansässigen sechs Hochschulen, insbesondere der Universität und der Bielefelder Fachhochschule. In den Technologiefeldern Photonik, Nanotechnologie und Bio-Technik bestehen absehbar Ausgründungsmöglichkeiten. Es ist gerechtfertigt, besondere Anstrengungen zu unternehmen, um diese Ausgründungen an den Standort Bielefeld zu binden.
3. Gewerbeflächen
In Bielefeld fehlen verfügbare Gewerbeflächen. Die Menge der verfügbaren Gewerbeflächen muss gesteigert werden. Angesichts der absehbar angespannten finanziellen Situation der Stadt sollen Finanzierungsmöglichkeiten unter Einbeziehung Dritter verfolgt werden (revolvierende Gewerbeflächenfonds, Public Private Partnership-Modelle zur Erschließung). Die Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit entlang der neuen A 33 und der A 2 mit den Städten Gütersloh, Steinhagen und Halle sollen verfolgt werden.
Darüber hinaus müssen sogenannte Altstandorte von Unternehmen einer gewerblichen Wiedernutzung – soweit möglich unter Inanspruchnahme von Fördermitteln des Landes NRW – zugeführt werden.
4. Stärkung der heimischen Wirtschaft
Die Stadt und die zu ihr gehörenden Unternehmen bilden den größten Auftraggeber der Region. In den Grenzen der bestehenden Regeln und des wirtschaftlich Sinnvollen sollen Vergaben an Betriebe aus der Region erfolgen. Betriebe aus der Region sollen zusammen mit Kammern und Innungen ermutigt werden, sich gegebenenfalls über Konsortien mehr als bisher an den Ausschreibungen zu beteiligen.
5. Standortmarketingkonzept
Der Erfolg des Wirtschaftsstandortes Bielefeld hängt auch von seiner Vermarktung ab. Diese ist durch Vernetzung der Werbeträger unserer Stadt wie Wissenschaftsbüro, Stadtmarketing, WEGE usw. sowie durch eine intensivere Vernetzung mit den Firmen unserer Stadt verbesserungsbedürftig. Durch gemeinsame Auftritte oder Ausrichtung von Marketingaktivitäten sind auch Synergien zu schöpfen. Erforderlich ist ein identitätsbildendes und konsensfähiges Standortmarketingkonzept.
6. Infrastruktur
Die Stadt ist in der Pflicht, die verkehrliche und sonstige Infrastruktur in Bielefeld bedarfsgerecht und zukunftsfähig zu erhalten und zu entwickeln.

