Medienkompetenz in der schulischen Praxis - Forum der Medienbeauftragten

Neue Medien können nicht nur im Bereich der Methodik traditionelle Unterrichtsformen unterstützen, sondern auch neue Formen des Lernens fördern, in denen Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich und selbstständig Wissens- und Handlungskompetenz erlangen. Der Computer bzw. die neuen Medien werden dabei weniger als Lese- und Informations- und Präsentations-”Maschinen”, sondern immer mehr als Arbeitsgeräte zur Planung und Umsetzung von Lernsituationen und Projektarbeiten eingesetzt.

Dieses ist der Hintergrund der Kooperationsveranstaltungen zum Thema "Medienkompetenz in der schulischen Praxis" des Medienzentrums, des Kompetenzteams und des Bildungsbüros 2011 und 2012. Ziel der Treffen der Medienbeauftragten ist in der Bildungsregion Bielefeld die durchgängige Entwicklung von Medienkompetenz auch beim Schulstufenwechsel zu harmonisieren.

Für eine Implementierung von Standards in allen Schulstufen ist eine Qualifizierung der Medienbeauftragten der Schulen im Bereich der medienpädagogischen Kompetenzen Voraussetzung. Der erste Schritt zur Umsetzung dieser Maßnahme ist der vom Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW initiierte Externer LinkMedienpass NRW.
Die Schulen erhalten so Unterstützung bei der Entwicklung schulspezifischer Konzepte auf der Basis der zu entwickelnden Standards für die Bildungsregion. Medienpädagogische Dimensionen sind dabei u. a.:
  • Sinnvolle Auswahl und Nutzung von Medienangeboten
  • Gestaltung und Verbreitung von eigenen Medien
  • Bewertung von Mediengestaltungen
  • Erkennen und Aufarbeiten von Medieneinflüssen
  • Analyse der Bedingungen der Medienproduktion und -verbreitung und Einflussnahme auf die Entwicklung der Medienlandschaft.

Am 22. Februar 2012 und am 9. November 2011 fand in den Räumen der Ravensberger Spinnerei das Forum der Medienbeauftragten der Bielefelder Schulen statt. Leitthema der Fachtagung im Februar diesen Jahres, zu der wieder viele interessierte und engagierte Medienbeauftragte der Bielefelder Schulen erschienen waren, war der Medienpass NRW sowie ein Vortrag zum Thema "Medienkompetenz in der schulischen Praxis – Vom Medienrahmenplan zum selbstgesteuerten Lernen".

Die Auftaktveranstaltung am 9. November 2011 stand unter dem Thema: Medienkompetenz in der schulischen Praxis. Über 80 interessierte Medienbeauftragte aus allen Schulformen nahmen an diesem Forum teil.

Der PDF-Dokument  [850 KB]Vortrag von Dr. Stefan Welling vom Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH - ifib (Forschungs- und Beratungsinstitut an der Universität Bremen) ´Insert Coin, try better – Ansätze zur Verbesserung der schulischen Medienintegration` führte ins Thema ein.
Die sich daran anschließende Preisverleihung des Wettbewerbs ´Surfen mit SIN(N)` (Externer Linkwww.surfen-mit-sinn.de) prämierte die Wettbewerbsbeiträge zum Thema ´Internetsicherheit` der folgenden drei Bielefelder Schulen:
1. Preis: Gertrud-Bäumer-Schule, Projekt: Konzeption von Schüler- und Elternprojekten zum Thema ´Internetsicherheit`
2. Preis: Ratsgymnasium, Projekt: Internetkompetenz im Fachunterricht
3. Preis: Realschule Jöllenbeck, Projekt: Prävention von Cyber Mobbing

In vier Workshops, geleitet durch Mitglieder des Kompetenzteams Bielefeld, konnten sich die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer über verschiedene Aspekte der Medienintegration und Medienkompetenz sowie zu den Themen Medienkonzept / Medienpass informieren und austauschen.

Workshop 1 ´Medienkonzept auf dem Weg ins Schulprogramm + Medienpass NRW`
Referent: Michael Wenzel (Kompetenzteam / Medienzentrum)
Medienkonzepte der Schulen erfüllen zwei Aufgaben. In der Entwicklung zielen sie auf interne Prozesse der Schulen zur Verbesserung des Unterrichts. Zum zweiten sind Medienkonzepte ein wesentlicher Bestandteil des Schulprogramms und somit ein wichtiger Baustein im Schulentwicklungsprozess. Technik soll pädagogische Prozesse unterstützen – muss also, wenn sie intensiv genutzt werden soll, genau zu den unterrichtlichen Zielen passen. In diesem Workshop hatten die Medienbeauftragten die Gelegenheit zu einem fachlichen Austausch und zur Diskussion. Außerdem erhielten sie aktuelle Informationen zum Medienpass NRW.

Workshop 2 ´Internetsicherheit in sozialen Netzwerken`
Referent: Marcus Wellenbüscher (Kompetenzteam Bielefeld)
Das Leben mit und in sozialen Netzwerken wie Schüler-VZ, Facebook, Google+ u. a. ist für die Schülerinnen und Schüler zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Auch in Schulen werden diese Dienste für die Kommunikation und den Austausch von Materialien genutzt. Dabei werden oftmals der Datenschutz und das Urheberrecht vernachlässigt. Die Konsequenzen können für die Nutzer
nachteilige Folgen haben. Im Workshop erfuhren die Teilnehmer mehr über die richtigen Sicherheitseinstellungen und rechtliche Aspekte. Ein Austausch über die eigenen Erfahrungen stand im Mittelpunkt des Workshops.

Workshop 3 ´Filmbildung in der Schule – Das Loch im Curriculum und die Rolle von Lernplattformen`
Referentin: Anne Steinhaus (Kompetenzteam Bielefeld)
Filmbildung ist ein komplexes Thema und in vielen Medienkonzepten nur punktuell vertreten. Im Workshop beschäftigten sich die Medienbeauftragten mit Möglichkeiten der spiralcurricularen Umsetzung der Richtlinien und Lehrpläne durch konsequente Medienkonzeptplanung und deren Umsetzung mit Hilfe von Lernplattformen.

Workshop 4 ´Methodischer Einsatz digitaler Medien im Unterricht (Best Practice)
Referent: Phillip Schulte (Kompetenzteam Bielefeld) Mit Medien lassen sich komplexe Sachverhalte visualisieren, die Wahrnehmungsmöglichkeiten beträchtlich erweitern, kognitive und emotionale Aspekte verbinden, motivierende Gesprächsanlässe schaffen oder unterrichtsmethodische Spielräume eröffnen. Zudem ist der immer wieder geforderte Erwerb einer modernen Medienkompetenz durch die Schülerinnen und Schüler unmittelbar mit der sinnvollen Anwendung moderner Medientechnologien sowie der Fähigkeit verbunden, Medieninhalte zu verstehen, zu analysieren und aufgabenbezogen zu nutzen. Der Workshop zeigte einige erprobte und erfolgreiche Beispiele aus dem Unterrichtsalltag, z. B. den Umgang mit digitalen Whiteboards, auf.

Hintergrund der Kooperationsveranstaltung ´Medienkompetenz in der schulischen Praxis` des Medienzentrums, des Kompetenzteams und des Bildungsbüros ist das Ziel der Bildungsregion Bielefelds, die durchgängige Entwicklung von Medienkompetenz auch beim Schulstufenwechsel zu harmonisieren. Für eine Implementierung von Standards in allen Schulstufen ist eine Qualifizierung der Medienbeauftragten der Schulen im Bereich der medienpädagogischen Kompetenzen Voraussetzung. Der erste Schritt zur Umsetzung dieser Maßnahme ist der vom Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW initiierte Externer LinkMedienpass NRW.
Die Schulen erhalten so Unterstützung bei der Entwicklung schulspezifischer Konzepte auf der Basis der zu entwickelnden Standards für die Bildungsregion. Medienpädagogische Dimensionen sind dabei u. a.:
- Sinnvolle Auswahl und Nutzung von Medienangeboten
- Gestaltung und Verbreitung von eigenen Medien
- Bewertung von Mediengestaltungen
- Erkennen und Aufarbeiten von Medieneinflüssen
- Analyse der Bedingungen der Medienproduktion und -verbreitung und Einflussnahme auf die
Entwicklung der Medienlandschaft.


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