Schulen im Projekt „Vielfalt fördern“

Das NRW-Landesprojekt „Vielfalt fördern” macht Schulen fit für einen besseren Umgang mit heterogenen Klassen.

Fünf weiterführende Schulen erhielten 2014 die Plakette zur Teilnahme am Projekt "Vielfalt fördern". So können die Schulen auch nach außen signalisieren, dass die individuelle Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler ein Schwerpunkt ihres Schulkonzeptes ist.

Folgende Schulen nehmen an dem Projekt „Vielfalt fördern” teil:
  • Bosseschule
  • Brackweder Realschule
  • Friedrich-Wilhelm-Murnau Gesamtschule
  • Ravensberger Schule
  • Realschule Senne


› Ravensberger Schule:
Diese Förderschule in Trägerschaft des LWL hat den Förderschwerpunkt ´Sprache in der Sekundarstufe I`.
Die Schülerschaft dieser Schule zeichnet sich durch eine zunehmende Heterogenität aus. Insbesondere die unterschiedlichen Lernniveaus der Schülerinnen und Schüler und der gleichzeitige Anspruch der zielgleichen Unterrichtung erfordern von den Lehrkräften weitere Handlungskompetenzen. Die Teilnahme am Projekt soll dazu beitragen die Lehrkräfte weiter zu schulen und zu unterstützen.

Schuldezernentin Hildegard Tittel übereicht die Plakette an den Schulleiter der FW Murnau-Gesamtschule Thorsten Schätz
› Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule:
Seit dem Schuljahr 1991/92 bietet die Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule in Stieghorst integrativen Unterricht in GU-Klassen an (GU = gemeinsamer Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf). Daraus ergibt sich ein besonderer Anspruch an den Unterricht. Dies gilt sowohl für die Teamarbeit als auch für binnendifferenzierende, aktivierende Unterrichtsgestaltung. Obschon in diesen Bereichen deutliche Stärken in der Schule vorhanden sind, möchte das Kollegium der Gesamtschule die individuellen Lernwege der einzelnen Schülerinnen und Schüler im Unterricht noch stärker berücksichtigen.

› Brackweder Realschule:
Die Brackweder Realschule ist seit 2010 eine Ganztagsschule (im Aufbau) und zeichnet sich durch eine sehr heterogene Schülerschaft aus. An der Realschule gibt es z.B. seit 2013/14 eine integrative Lerngruppe sowie eine Internationale Klasse für Kinder aus Zuwandererfamilien ohne Deutschkenntnisse.
Seit 2011 liegt der unterrichtliche Entwicklungsschwerpunkt auf der Verbesserung der Binnendifferenzierung. Hierfür wurden in Fachteams Unterrichtsreihen in den Hauptfächern entwickelt. Zur Durchführung der Unterrichtsreihen wurde ein Hospitationsplan erstellt, so dass die Schule bereits zu Projektbeginn auf eine zweijährige Erfahrung in der kollegialen Hospitation zurückblickt.
Die Schule hat in den letzten Jahren viele neue Schülerinnen und Schüler sowie auch Lehrkräfte dazu gewinnen können. Zur schulinternen inhaltlichen und qualitativen Abstimmung innerhalb des Lehrerkollegiums und zur gemeinsamen Vorbereitung auf neue Aufgaben mit einer veränderten Schülerschaft ist die interne systemische Fortbildung "Vielfalt fördern" ideal.

Schuldezernentin Sabine Bermpohl-Godek überreicht die Plakatte an die Steuergruppe der Bosseschule
› Bosseschule:
Die Bosseschule hat sich als einzige innerstädtische Realschule der Stadt Bielefeld bereits zu Beginn des Schuljahres 2012/13 auf den Weg gemacht, den Gedanken der Inklusion umzusetzen und hat in Folge dessen eine Klasse mit Gemeinsamem Unterricht (Gemeinsames Lernen) eingerichtet.
Heterogenität wird von den Lehrkräften der Bosseschule als Herausforderung und Chance wahrgenommen. Wie lassen sich Potentiale und Lernbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler erkennen? Wie kann individuelle Förderung und Forderung aller Schülerinnen und Schüler an der Bosseschule umgesetzt werden? Die Teilnahme am Projekt ´Vielfalt fördern` bietet Möglichkeiten für Reflexionen und kollegiales Feedback zum Thema im Team.

› Realschule Senne:
Seit 2011 lernen an der Realschule Senne Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in einer integrativen Lerngruppe. Diese Öffnung zeigt, dass die Schule der Heterogenität ihrer Schülerschaft positiv gegenübersteht.
Die Lehrkräfte an der Schule sind davon überzeugt, dass individuelle Förderung vor allem im regulären Unterricht stattfinden muss, wenn sie gelingen soll. Um dieses Ziel erreichen zu können nutzt die Realschule Senne das Projekt ´Vielfalt fördern` als systemisch angelegte Fortbildung. Besonders der Schwerpunkt „Teamentwicklung im Kollegium” ist für die Senner Schule interessant, um den Austausch über Unterricht in kollegialen Teams zu unterstützen.


Kontakt

Bildungsbüro Bielefeld
-Amt für Schule-
Insa Schlumbohm
Tel. 0521 51-5716
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Kompetenzteam Bielefeld
Olaf Mundhenke
Tel. 0521 51-5715
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