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Projekt „Demographische Entwicklungsplanung“

Seit dem 1. April 2004 gibt es in der Stadtverwaltung Bielefeld im Dezernat des Oberbürgermeisters eine Projektbeauftragte für die demographische Entwicklungsplanung: Susanne Tatje
Geburtenrückgang, Überalterung, Zuwanderung: Die demographischen Veränderungen werden die Gesellschaft von Grund auf verändern. Experten sagen, dass Deutschland in den nächsten Jahren Veränderungen erleben wird , die sich nur mit den großen Auswandererwellen vergleichen lassen.
Ihre Prognosen und Berichte sind verbunden mit Schreckensszenarien wie „Überalterung” der Gesellschaft oder explodierenden Kosten des Gesundheitssystems. Die Infrastruktur an die Bedürfnisse einer alternden Bevölkerung anzupassen koste mehr, als sich durch den Nachwuchsschwund einsparen lasse. Dabei kann - gezielt untersucht, geplant und gegengesteuert - diese Situation auch als Chance genutzt werden. So hat beispielsweise auch eine alternde Gesellschaft Potentiale, die es zu nutzen gilt.

Der demographische Wandel ergibt sich jedoch nicht allein aus den sinkenden Bevölkerungszahlen (ein Phänomen, das seit den 70er Jahren bekannt ist), sondern auch aus der veränderten Bevölkerungsstruktur.
Ein Beispiel: Die steigenden Einwanderzahlen haben Konsequenzen für Bildungseinrichtungen, Soziale Dienste oder auch die Wohnungspolitik in unseren Städten.

»Aufgabenstellung

Die Aufgabe der Projektbeauftragten besteht darin, Entwicklungen und Probleme des demographischen Wandels im Hinblick auf die Auswirkungen auf Bielefeld zu untersuchen und Vorschläge zur „Umsteuerung” zu entwickeln. Es geht darum, den demographischen Wandel günstiger zu gestalten. Dafür sollen künftig Planungsvorhaben innerhalb der Stadtverwaltung mit den Planerinnen und Planern im Hinblick auf die zukünftige demographische Entwicklung in Bielefeld geprüft, Planungsvorhaben vernetzt und Konzepte und Vorschläge zur „Umsteuerung” erarbeitet werden.

Ansatzpunkte sind denkbar in folgenden Politikfeldern:
  • Familienpolitik
  • Bildungspolitik
  • Zuwanderungspolitik
  • Arbeitsmarktpolitik
  • Sozial- und Gesundheitspolitik.

    Geplant ist bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen auch die Zusammenarbeit mit Bielefelds Nachbarstädten. Fragen wie Abwanderung und Zuwanderung, Ansiedlung von Unternehmen oder Fragen der sozialen Versorgung sind dabei wichtige Themen.
    Aber auch die Kooperation mit anderen Institutionen innerhalb und außerhalb von Bielefeld - Universität und Fachhochschule, Kirche, Deutscher Städtetag oder Landesregierung NRW - wird angestrebt.

    Insgesamt gilt es, den demographischen Wandel zu nutzen, um einen umfassenden Reformprozess zu initiieren. Anregungen, Ideen oder Vorschläge sind willkommen.


  • »Kontakt

    Susanne Tatje
    Projektbeauftragte Demographische Entwicklungsplanung
    Niederwall 23
    33602 Bielefeld
    Tel. 0521 51-3306
    E-MailE-Mail

    »Büro

    Monika Hachmeister
    Tel. 0521 51-2110 (vormittags)
    E-MailE-Mail