Ein neuer Blick auf den demographischen Wandel
Ausstellung "Sichtwechsel" zeigt die Bilder von Kindern und Jugendlichen zum Thema Demographie

Unsere Gesellschaft wird weniger, älter und bunter. Was heißt das für unser Leben und welche Bilder löst das aus? Bielefelder Schülerinnen und Schüler haben ihre Gedanken visuell festgehalten und Bilder zum demographischen Wandel gemalt. Die bemalten Leinwände, 53 ausdrucksstarke Unikate, haben die Kinder und Jugendlichen am 11. Mai 2010 in der Ausstellung "Sichtwechsel" präsentiert und anschließend in Liegestuhl-Gestelle montiert. Diese Liegestühle sollen dazu anregen, sich mit dem demographischen Wandel auseinander zu setzen. Und wer im Liegestuhl sitzt, bekommt vielleicht auch einen neuen Blick auf die Frage was es heißt, dass unsere Gesellschaft immer weniger, älter und bunter wird.
Einen Zugang zu einem eher abstrakten Thema ermöglichen, Menschen zum Nachdenken anregen und miteinander ins Gespräch bringen, das ist Anliegen der städtischen Demographiebeauftragten Susanne Tatje, die das Kunst-Demographie-Projekt "Räume der Zukunft - Sichtwechsel im Liegestuhl" gemeinsam mit der Bremer Künstlern Ulla Deetz in Bielefeld durchführt. "Das Projekt bietet einen Ansatz, den Folgen der demographischen Entwicklung kreativ zu begegnen. Vor allem möchte ich Bielefelder Bürgerinnen und Bürger und junge Menschen für das Thema gewinnen. Sie sollen die Zukunft von Bielefeld mitgestalten", sagt Susanne Tatje in ihrer Ansprache.
Ein Regenbogen über einer multikulturellen Gesellschaft, Piktogramme, grafisch gestaltete Leinwände - die mehr als 150 Ausstellungsbesucher sind begeistert über die Kreativität, mit der die jungen Menschen das abstrakte Thema greifbar machen. Ganz offiziell lobt Georgia Schönemann, Abteilungsleiterin im Bielefelder Schulamt, die Vielfalt der Arbeiten. "Wir brauchen Bilder", betont auch Dr. Christof Eichert vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen, Integration des Landes Nordrhein Westfalen in seinem Grußwort. Denn Bilder helfen, die Dimensionen des demographischen Wandels zu erfassen. Zahlen und Statistiken alleine bringen da nicht weiter.
Und dann kommt der große Moment: Die Jugendlichen dürfen ihre Bilder, die noch mit Klammern an Wäscheleinen in der Luft baumeln, abreißen und in die vorbereiteten Holzkonstruktionen einspannen. Aus den bemalten Leinwänden werden Liegestühle - und jeder ist ein Unikat. "Diese Liegstühle werden nun an Orte gebracht, wo Menschen Kultur wahrnehmen können", sagt Künstlerin Ulla Deetz. Die Liegestühle sind nämlich als Besucherstühle für Kulturveranstaltungen im Juni vorgesehen, die an drei ausgewählten Orten in Bielefeld stattfinden. Diese Orte spiegeln das "Weniger, Älter und Bunter" in Bielefeld in besonderer Weise wider. Im Liegestuhl sollen die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit erhalten, den Platz und die Umgebung in einem neuen Zusammenhang zu erleben. Zum Abschluss werden die Liegestühle am 6. Juni versteigert. Der Erlös wird für das geplante Kinderhospiz Bethel gespendet.
Erst einmal aber sitzen die jungen Künstlerinnen und Künstler auf ihren Kunstwerken und genießen den Applaus. Und befragt von Moderator Stephan Schueler, der durch das Programm geführt hat, erzählen sie bereitwillig, welche Ideen und Gedanken sie mit dem demographischen Wandel verbinden. Künstlerisch und gestalterisch gearbeitet haben Jugendliche des Berufskollegs Senne, Fachbereich Gestaltung, Schülerinnen der Gesamtschule Rosenhöhe sowie eine multikulturelle Mädchengruppe des Kinderschutzbundes Bielefeld. Auch die vorbereitenden Arbeiten haben Bielefelder Jugendliche übernommen: Schülerinnen und Schüler des Maria-Stemme-Berufskollegs haben die Leinenstoffe genäht, das Carl-Severing-Berufskolleg für Handwerk und Technik hat die Holzkonstruktionen für die Liegestühle gefertigt.
Das Projekt findet in Kooperation mit dem Kulturamt, dem Amt für Schule und dem Klinikum Bielefeld statt und wird von der Sparda-Bank Hannover-Stiftung gefördert.
Einen Zugang zu einem eher abstrakten Thema ermöglichen, Menschen zum Nachdenken anregen und miteinander ins Gespräch bringen, das ist Anliegen der städtischen Demographiebeauftragten Susanne Tatje, die das Kunst-Demographie-Projekt "Räume der Zukunft - Sichtwechsel im Liegestuhl" gemeinsam mit der Bremer Künstlern Ulla Deetz in Bielefeld durchführt. "Das Projekt bietet einen Ansatz, den Folgen der demographischen Entwicklung kreativ zu begegnen. Vor allem möchte ich Bielefelder Bürgerinnen und Bürger und junge Menschen für das Thema gewinnen. Sie sollen die Zukunft von Bielefeld mitgestalten", sagt Susanne Tatje in ihrer Ansprache.
Ein Regenbogen über einer multikulturellen Gesellschaft, Piktogramme, grafisch gestaltete Leinwände - die mehr als 150 Ausstellungsbesucher sind begeistert über die Kreativität, mit der die jungen Menschen das abstrakte Thema greifbar machen. Ganz offiziell lobt Georgia Schönemann, Abteilungsleiterin im Bielefelder Schulamt, die Vielfalt der Arbeiten. "Wir brauchen Bilder", betont auch Dr. Christof Eichert vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen, Integration des Landes Nordrhein Westfalen in seinem Grußwort. Denn Bilder helfen, die Dimensionen des demographischen Wandels zu erfassen. Zahlen und Statistiken alleine bringen da nicht weiter.
Und dann kommt der große Moment: Die Jugendlichen dürfen ihre Bilder, die noch mit Klammern an Wäscheleinen in der Luft baumeln, abreißen und in die vorbereiteten Holzkonstruktionen einspannen. Aus den bemalten Leinwänden werden Liegestühle - und jeder ist ein Unikat. "Diese Liegstühle werden nun an Orte gebracht, wo Menschen Kultur wahrnehmen können", sagt Künstlerin Ulla Deetz. Die Liegestühle sind nämlich als Besucherstühle für Kulturveranstaltungen im Juni vorgesehen, die an drei ausgewählten Orten in Bielefeld stattfinden. Diese Orte spiegeln das "Weniger, Älter und Bunter" in Bielefeld in besonderer Weise wider. Im Liegestuhl sollen die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit erhalten, den Platz und die Umgebung in einem neuen Zusammenhang zu erleben. Zum Abschluss werden die Liegestühle am 6. Juni versteigert. Der Erlös wird für das geplante Kinderhospiz Bethel gespendet.
Erst einmal aber sitzen die jungen Künstlerinnen und Künstler auf ihren Kunstwerken und genießen den Applaus. Und befragt von Moderator Stephan Schueler, der durch das Programm geführt hat, erzählen sie bereitwillig, welche Ideen und Gedanken sie mit dem demographischen Wandel verbinden. Künstlerisch und gestalterisch gearbeitet haben Jugendliche des Berufskollegs Senne, Fachbereich Gestaltung, Schülerinnen der Gesamtschule Rosenhöhe sowie eine multikulturelle Mädchengruppe des Kinderschutzbundes Bielefeld. Auch die vorbereitenden Arbeiten haben Bielefelder Jugendliche übernommen: Schülerinnen und Schüler des Maria-Stemme-Berufskollegs haben die Leinenstoffe genäht, das Carl-Severing-Berufskolleg für Handwerk und Technik hat die Holzkonstruktionen für die Liegestühle gefertigt.
Das Projekt findet in Kooperation mit dem Kulturamt, dem Amt für Schule und dem Klinikum Bielefeld statt und wird von der Sparda-Bank Hannover-Stiftung gefördert.
