Trinkwasser

Öffentliche und private Trinkwasserversorgung
Das Gesundheitsamt überwacht alle Trinkwasser-Versorgungsanlagen und die Qualität des daraus abgegebenen Trinkwassers. Hierzu werden regelmäßig Ortsbesichtigungen durchgeführt sowie bakteriologische und chemische Wasseruntersuchungen vorgenommen bzw. veranlasst.

Überall dort, wo kein Anschluss an die zentrale Wasserversorgung besteht, liefern Hausbrunnen das notwendige Wasser. Hierzu zählt nicht nur das reine Trinkwasser, sondern auch solches zum Kochen, Spülen und zur Körperpflege. Jeder Hausbrunnen muss daher dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

Da das Wasser aus solchen Eigenwasser-Versorgungsanlagen durch Krankheitserreger oder verschiedene chemische Stoffe Gesundheitsgefahren hervorrufen kann, muss es zum Schutz der Verbraucher regelmäßig untersucht werden. In der Regel ist eine solche Untersuchung nach der Trinkwasserverordnung einmal jährlich bakteriologisch und alle drei Jahre chemisch notwendig. Diese darf nur durch akkreditierte Labore und Probenehmer durchgeführt werden.

Außerdem sind regelmäßige Ortsbesichtigungen der Anlagen durch einen Sachverständigen des Gesundheitsamtes notwendig, die gebührenpflichtig sind (zurzeit 50,00 € zzgl. Anfahrtskosten) und nach Terminabsprache erfolgen.

Trinkwasseruntersuchungsstellen
Trinkwasseruntersuchungen dürfen nur durch akkreditierte (zugelassene) Untersuchungsstellen durchgeführt werden. Eine entsprechende Liste mit in Nordrhein-Westfalen zugelassenen Trinkwasseruntersuchungsstellen ist auf den Externer LinkInternetseiten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutzes (LANUV) veröffentlicht.
Untersuchungsstellen mit Sitz außerhalb NRW sind in dieser Liste nicht aufgeführt. Labore, die in anderen Bundesländern die Erfüllung der Anforderungen nach TrinkwV 2001 nachgewiesen haben, werden den dort gelisteten gleichgestellt, eine Veröffentlichung in NRW erfolgt nicht.

Änderung der Trinkwasserverordnung

Am 26.11.2015 ist die dritte Änderung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in Kraft getreten. Die dritte Änderung der Trinkwasserverordnung enthält Anforderungen an den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung hinsichtlich radioaktiver Stoffe im Trinkwasser (Umsetzung der Richtlinie 2013/51/EURATOM Radioaktive Stoffe im Trinkwasser)
Betroffen sind insbesondere Betreiber von Wasserversorgungsanlagen nach §3 Nummer 2 Buchstabe a (Abgabe von mehr als 10 Kubikmetern pro Tag). Sie haben Untersuchungen des Trinkwassers durchzuführen oder durchführen zu lassen, um Festzustellen, ob eine Belastung des Trinkwasser mit radioaktiven Stoffen vorliegt.

Wasserversorgungsanlagen nach §3 Nummer 2 Buchstabe b (Abgabe von weniger als 10 m³ pro Tag, im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit genutzt, ohne das eine Anlage nach Buchstabe a oder c vorliegt) müssen Untersuchungen des Trinkwassers auf radioaktive Stoffe nur durchführen oder durchführen lassen, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

Wasserversorgungsanlagen nach §3 Nummer 2 Buchstabe c (Abgabe von weniger als 10 Kubikmetern pro Tag zur eigenen Nutzung) können in die Überwachung einbezogen werden, wenn der Schutz der menschlichen Gesundheit es erfordert.

Untersuchungen sind nicht erforderlich, wenn das Gesundheitsamt aufgrund anderer durchgeführter Untersuchungen überzeugt ist, dass die Parameterwerte der radioaktiven Stoffe deutlich unterschritten werden.

Die Erstuntersuchung auf radioaktive Stoffe im Trinkwasser sieht vor, dass vier Untersuchungen in vier unterschiedlichen Quartalen innerhalb von zwölf Monaten durchgeführt werden. Die ggf. nachfolgenden regelmäßigen Untersuchungen richten sich nach der Menge des in einem Versorgungsgebiet pro Tag abgegebenen Wassers.

Sobald einmal der Nachweis der Einhaltung der Parameterwerte erbracht wurde, sind keine regelmäßigen Untersuchungen mehr nötig.

Wenn sich jedoch wesentliche Änderungen bei der Wassergewinnung oder der Wasseraufbereitung ergeben, die sich auf den Gehalt an Radionukliden nachteilig auswirken können, sind erneut Untersuchungen im Sinne der Erstuntersuchung vorzunehmen.

Die Untersuchungen dürfen nur von dafür zugelassenen Untersuchungsstellen durchgeführt werden.

PDF-Dokument www.lanuv.nrw.de

Bei Wasserversorgungsanlagen, die bereits am 26.11.2015 betrieben werden, hat die Erstuntersuchung bis zum 26.11.2019 zu erfolgen.

Die Trinkwasserverordnung im Internet:

Externer Linkwww.gesetze-im-internet.de


Kontakt

Ina Böckenhüser
Tel. 0521 51-6034
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Christian Schreier
Tel. 0521 51-3293
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Edith Heghmans
Tel. 0521 51-2586
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