Arbeitsgruppen und Themen

Die im Folgenden vorgestellten Gruppen arbeiten im Auftrag der Kommunalen Gesundheitskonferenz und bereiten für das Gremium Handlungsempfehlungen vor. Dies können Projekte oder Maßnahmen sein, die die Mitglieder der Kommunalen Gesundheitskonferenz selbst verwirklichen oder Empfehlungen an andere Akteurinnen und Akteure in Verwaltung, Politik und Gesundheitswesen.

Netzwerk „Frauen / Mädchen und Gesundheit“

Das Netzwerk „Frauen / Mädchen und Gesundheit ist ein Zusammenschluss von Akteurinnen, die sich in Bielefeld mit Gesundheitsfragen beschäftigen, die für Frauen und Mädchen spezifisch sind. Es werden Gesundheitsgefährdungen diskutiert und Zusammenhänge zwischen sozialen, kulturellen, ökonomischen Bedingungen u. a. auf die Gesundheit von Frauen thematisiert. Die bestehenden Angebote des medizinischen und psychosozialen Versorgungs- und Hilfesystems werden im Hinblick auf die Bedürfnisse von Frauen reflektiert und notwendige Verbesserungen im lokalen Gesundheitssystem angeregt. Darüber hinaus werden der Kommunalen Gesundheitskonferenz Stellungnahmen zu gesundheitsbezogenen Planungen vorgelegt.

Beispiele für Aktionen des Netzwerkes sind:
• Kooperationsveranstaltung Frauengesundheitstage
• Mitveranstaltung der Tagung „OWL-Region für Frauengesundheit”
• Stellungnahme zum Konzept „Behindertengerechtes Bielefeld”
• Info-Flyer zur HPV-Impfung
• Infokampagne „Herzinfarkt bei Frauen”
• Gesundheitsberatung in der Straßenbahn

Kontakt:
Ruth Löning
Stadt Bielefeld, Gleichstellungsstelle / Frauenbüro
Tel. 0521 51-36 21
E-Mailruth.loening@bielefeld.de

AG „Jungen- und Männergesundheit“

Die Akteure der AG kommen aus unterschiedlichen Versorgungsbereichen, wie z.B. psychosozialen Beratungsstellen, Ärzteschaft, Psychotherapie, Patientenschutz und Sozialepidemiologie. Die Arbeitsgruppe ist offen für Perspektiven aus den verschiedenen Disziplinen, denn sie verfolgt das Interesse, die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten von Jungen und Männern durch verschiedene Aktivitäten zu verbessern. Dabei ist auch die Sichtweise auf Jungen und Männer in den verschiedenen Versorgungssegmenten ein Thema sowie die sozialstrukturellen Rahmenbedingungen des männlichen Aufwachsens und Mannseins.

Themen bisher:
  • World-Café „Männergesundheit” (Auftaktveranstaltung)
  • Fachnachmittag „Karriere, Konkurrenz, Kollaps … Ist Gesundheit für Jungen und Männer ein Thema?”
  • Presseerklärung „ »Es muss irgendwie weiter gehen« – Depressionen bei Männern ” zum Tode von Robert Enke
  • Geschlechtsspezifische Inanspruchnahme des Dickdarm- und Rektumkrebs-Früherkennungsprogramms – statistische Analysen zur Abklärung einer männerspezifischen Aufklärungskampagne
  • Jungen und Männer als Opfer
  • Psychosoziale und gesundheitliche Versorgungssituation für Männer in Krisen

Kontakt:
Dirk Cremer
Stadt Bielefeld
Gesundheits-, Veterinär- und Lebensmittelbüberwachungsamt
Tel. 0521 51 - 50 22
E-MailDirk.cremer@bielefeld.de


AG „Migration und Gesundheit“

MiMi – Das Gesundheitsprojekt „Mit Migranten für Migranten” Interkulturelle Gesundheit in Nordrhein-Westfalen, Standort
In Bielefeld können soziale, gesundheitliche und religiöse Einrichtungen Gesundheitsmediatorinnen und Gesundheitsmediatoren einsetzen, die Informationsveranstaltungen zu ausgewählten Gesundheitsthemen in der Muttersprache oder auch mehrsprachig anbieten.
Themen: Alle Themen in den Sprachen:
Das deutsche Gesundheitswesen Arabisch
Schwangerschaft und Familienplanung Bosnisch
Kindergesundheit und Unfallprävention Englisch
Seelische Gesundheit Französisch
Seelische Gesundheit bei Kindern Kroatisch
Vorsorge und Früherkennung Kurdisch
Gesunde Ernährung und Bewegung Mazedonisch
Brustkrebs Portugiesisch
AIDS Serbisch
Alkohol und Nikotin Spanisch
Umgang mit Medikamenten Tamil
Gesunde Zähne und Mundgesundheit Türkisch
Adipositas
Erste Hilfe beim Kind
Alter, Pflege und Gesundheit

Kontakt:
Gisela Kohlhage und Kemal Erdoğan
DRK Kreisverband Bielefeld e.V.
August-Bebel-Straße 8
0521/5299816
mimi@drk-bielefeld.de

AG „Notfallversorgung“

Die AG „Notfallversorgung” beschäftigt sich mit der Inanspruchnahme der Notfallversorgung und den damit verbundenen Fragen, die die Struktur der Bielefelder Notdienste gegenüber Hilfesuchenden und der Dienste untereinander weiter verbessert.
Externer Linkwww.kvwl.de


Weitere Themen und Maßnahmen

Monitoring der Säuglingssterblichkeit und jährliche Fallkonferenz
Die Sterblichkeit der Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird im Gesundheits-, Veterinär- & Lebensmittelüberwachungsamt regelmäßig beobachtet, um ungewöhnliche Schwankungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend im örtlichen Gesundheits- und Sozialwesen kommunizieren zu können.
In einer jährlich zusammentreffenden Fallkonferenz wird jeder einzelne Sterbefall in Hinblick auf mögliche Vermeidbarkeit sowie die Entwicklung der Totgeburten und verstorbenen Säuglinge des letzten Jahres diskutiert. Alle geburtshelfenden Einrichtungen werden dazu eingeladen, als auch das Jugendamt und je nach Bedarf weitere Institutionen. Ziel ist es, kontinuierlich Verbesserungen zu erreichen und die Kommunikationswege zwischen den vielen verschiedenen Einrichtungen rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr zu pflegen.

Gesundheitsförderung in der dritten Lebensphase
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Bielefeld hat die Arbeitsgruppe „Ältere Menschen” der Kommunalen Gesundheitskonferenz das Projekt „Gesundheitsförderung in der dritten Lebensphase – Zwischen Arbeit und Ruhestand” (ZWAR) ins Leben gerufen.
Das ZWAR-Konzept des Landes NRW bot für ein entsprechendes Projekt in Bielefeld den geeigneten Rahmen. Zielgruppe des ZWAR-Projektes sind Menschen im Alter von 50 bis 65 Jahren,
• die keiner Erwerbsarbeit mehr nachgehen
• die sich auf die nachberufliche Zeit vorbereiten wollen
• deren erwachsene Kinder aus dem Haushalt ausgezogen sind und / oder
• die mit Gleichgesinnten neue Perspektiven entwickeln wollen.

Da Menschen die Umbruchsituationen in dieser Lebensphase unterschiedlich erleben, ist das Kernstück der ZWAR-Idee die Hilfe zur Selbsthilfe, das heißt, dass die individuellen Bedürfnissen und Wünsche jedes Einzelnen im Mittelpunkt der Gruppenarbeit stehen. Basis allen Geschehens ist die Stadtteilgruppe – die so genannte Basisgruppe. Hier werden die Verabredungen für themenorientierte Interessengruppen und gemeinsame Einzelaktivitäten getroffen. Dabei ist jede und jeder Teilnehmende gefragt, sich verantwortlich bei der Planung und Umsetzung einzubringen. Immer wieder stehen auch Themen, die in der Lebensphase von zentraler Bedeutung sind, im Mittelpunkt der Basisgruppe. Entscheidend ist, dass für die Teilnehmenden über die gemeinsamen Aktivitäten und die Beschäftigung mit existentiellen Themen ein neues soziales Netzwerk mit Gleichgesinnten entsteht.
Im Oktober 2001 wurde die erste Bielefelder ZWAR–Gruppe in Stieghorst gegründet. Mittlerweile haben wir vier weitere Gruppen im Bereich Dornberg/Wellensiek, in Schildesche und in Mitte. Im Bielefelder Gruppennetz sind aktuell ca. 170 Frauen und Männer in 35 Interessengruppen und bei zahlreichen Einzelaktivitäten aktiv. Viermal im Jahr treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Gruppen zum Austausch und zur Planung punktueller, gemeinsamer Aktivitäten.
Externer Linkwww.zwar-bielefeld.de