Lebensmittelüberwachung

› Was wird kontrolliert?
Grundsätzlich erfolgt jede Kontrolle unangekündigt, wobei schwerpunktmäßig folgende Bereiche überprüft werden:
  • Sauberkeit des Betriebes
  • Baulicher Zustand des Betriebes
  • Zustand von Anlagen, Beförderungsmitteln, Geräten und Materialien
  • Ursprung und Zustand der verwendeten Rohstoffe/Zutaten
  • angewandte Produktionsverfahren Kennzeichnung der Lebensmittel
  • Reinigung und Desinfektion
  • Schädlingsbekämpfung
  • Personalhygiene

› Welche Betriebsformen unterliegen der amtlichen Lebensmittelüberwachung?
Der amtlichen Überwachung unterliegen in Bielefeld etwa 45 Herstellen und Abpacker, cirka 150 Vertriebsunternehmer und Transporteure, rund 1100 Einzelhändler, rund 1600 Dienstleistungsbetriebe (Gaststätten, Imbisse, Kneipen) sowie 170 Hersteller, die vorrangig auf der Einzelhandelsstufe produzieren. Die wichtigsten Betriebsformen sind dabei im Einzelnen:
  • Metzgereien
  • Bäckereien
  • Konditoreien
  • Mineralwasserhersteller
  • Großhandel
  • Einzelhandel (Supermärkte, Fachgeschäfte, Wochenmärkte, Kioske, Verkaufsshops in Tankstellen)
  • Dienstleistungsbetriebe (Gaststätten, Kantinen, Eisdielen, Kneipen)

› Wie wird festgelegt, wie oft ein Betrieb kontrolliert wird?
In Nordrhein-Westfalen werden auf Grundlage einer Verwaltungsvorschrift alle Betriebe einer Risikobeurteilung unterzogen und dadurch eine Mindestkontrollfrequenz für die Betriebskontrollen festgelegt. Die Risikobeurteilung berücksichtigt das Risiko der Produkte, die Verarbeitung/Behandlung der Produkte (Verarbeiten, Kühlen etc.), die Bedeutung des Betriebes die betrieblichen Voraussetzung des Betriebes (z.B. bauliche Beschaffenheit), das Vertrauen in den Betriebsinhaber/die Mitarbeitern und die betriebseigenen Qualitätssicherungsmaßnahmen. Die routinemäßigen Kontrollfrequenzen betragen danach eine Kontrolle alle zwei Monate bis alle zwei Jahre. Zusätzlich können die Betriebe aber auch aus aktuellen Anlässen überprüft werden, wie z.B. aufgrund einer Verbraucherbeschwerde, aufgrund der Überprüfung einen Produktrückrufs oder einer Probeentnahme.

›  Welche Gesetze und Vorschriften müssen eingehalten werden?
Eine Fülle von Rechtsvorschriften des Bundes und der EG soll Verbraucherinnen und Verbraucher von Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen, kosmetischen Mitteln und sonstigen Bedarfsgegenständen vor möglichen Gesundheitsschäden sowie vor Irreführung und Täuschung schützen. In den meisten Bereichen gelten europäische Rechtsvorschriften. Aufgabe der amtlichen Lebensmittelüberwachung ist es, für die Einhaltung und Beachtung der Rechtsvorschriften zu sorgen.

Die wichtigsten Vorschriften sind:
  • Das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB), es enthält zahlreiche Verbote und Gebote zum Schutz der Gesundheit und zum Schutz vor Täuschung und gilt auch für kosmetische Mittel.
  • Das Hygienepaket der Europäischen Union (VO (EG) 852 bis 854/2004) welche das Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von Lebensmitteln im Detail regelt.
  • Die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung, die genaue Vorschriften, wie Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen, enthält.
  • Die Rückstands-Höchstmengenverordnung, die Schadstoff-Höchstmengenverordnung und die Verordnung über Stoffe mit pharmakologischer Wirkung, welche im Einzelfall bestimmen, ob und bis zu welcher Menge Rückstände z.B. von Pflanzenschutzmitteln oder Nitrat in Lebensmitteln enthalten sein dürfen.
  • Das Arzneimittelgesetz welches auch für Tierarzneimittel gilt, es soll u.a Verbraucherinnen und Verbraucher davor schützen, dass sie mit Fleisch und anderen Lebensmitteln tierischer Herkunft Rückstände von Tierarzneimitteln aufnehmen.
  • Die Novel-Foods-Verordnung, welche europaweit die Anforderungen, das Zulassungsverfahren und die Kennzeichnung neuartiger Lebensmittel regelt.
  • Die Verordnung über gentechnisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel.
  • Die Zusatzstoffzulassungs-Verordnung bestimmt, in welchen Produkten und in welchen Mengen Zusatzstoffe, wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe u. a., eingesetzt werden dürfen.
  • Daneben beschreiben zahlreiche Produkt-Vorschriften die Anforderung an Beschaffenheit und Kennzeichnung spezieller Lebensmittelgruppen, z.B. Weingesetz, Fruchtsaft-Verordnung, Käse-Verordnung etc.



Kontakt

Gesundheits-, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt
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33602 Bielefeld
Fax: 0521 51-2207
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Tel. 0521 51-3578
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Dr. Ivo Lücke
Tel. 0521 51-3579
Zimmer Nr. 322