Kommunales Integrationszentrum

Die bisherige Abteilung „Kommunales Integrationszentrum” des früheren Amtes für Integration wurde zum 1. November 2014 als eigene Organisationseinheit im Dezernat des Oberbürgermeisters verselbständigt. Damit erfolgt eine Anpassung an die - seit Verabschiedung des Teilhabe- und Integrationsgesetzes (TIntG NRW) – vom Land vorgesehen Strukturen.
Das Kommunale Integrationszentrum soll sowohl für die Stadtverwaltung - als auch von außen erkennbar - ein zentrales Koordinierungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebot darstellen. Entsprechend der landesrechtlichen Vorgaben soll es sich mit seinen Angeboten auf die Unterstützung von Regelsystemen in der Kommune im Hinblick auf die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund konzentrieren.

Die Konzentration auf diese Aufgaben hat zur Folge, dass andere – bisher im Amt für Integration wahrgenommene – Aufgaben anderen Fachbereichen zuzuordnen sind.
Damit wird vermieden, dass Menschen mit Zuwanderungshintergrund für ihre Anliegen Sonderdienststellen im Rathaus anlaufen müssen. Dies ist ein Schritt auf dem Weg, dass die Stadt Bielefeld und ihre Bürgerinnen und Bürger die Vielfalt als Selbstverständlichkeit anerkennen. Ziel ist, dass Menschen mit Zuwanderungshintergrund nicht als (kulturell) Fremde, sondern als zugehörig zu der Gemeinschaft gesehen werden. Es gilt zudem, auch die interkulturelle Kompetenz innerhalb der Verwaltung weiter zu befördern und hierbei die entsprechenden Fortbildungsangebote weiter zu entwickeln.

Die Beratungs- und Unterstützungsleistungen des Kommunalen Integrationszentrums beziehen sich gleichermaßen auf in Bielefeld bereits seit längerer Zeit lebende wie neu zugezogene Menschen mit Migrationshintergrund.
Nach den für Kommunalen Integrationszentren relevanten Erlassen bzw. Förderrichtlinien unterstützt und berät das Kommunale Integrationszentrum in Bielefeld städtische Ämter und Dienststellen, Schulen, andere Bildungseinrichtungen, Kindertageseinrichtungen, Träger der Kinder- und Jugendhilfe sowie weitere regionale Einrichtungen und Organisationen.
Aufgabe des Kommunalen Integrationszentrums ist, im Rahmen der jeweiligen kommunalen Beschlüsse Angebotsformen der systemischen Organisationsberatung und der Unterstützung und Beratung von näher zu bestimmenden Personengruppen vorzuhalten, vor allem:
  • Koordination, Bündelung und Mitsteuerung von örtlichen Integrationsangeboten,
  • die Koordination, Unterstützung und Weiterentwicklung von Netzwerken,
  • die partnerschaftlich orientierte Initiierung und Entwicklung von Konzepten, Projekten und Maßnahmen zur Integrationsarbeit in kommunalen Handlungsfeldern und zu schulischen und außerschulischen Bildungs- und Förderangeboten,
  • die Förderung der Mitwirkung in Vereinen und der Beteiligung an
  • örtlichen politischen Planungs- und Entscheidungsverfahren,
  • die Beratung und Unterstützung von Schulen und außerschulischen Einrichtungen bei der Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags und bei der Beteiligung von Eltern, Kindern und Jugendlichen,
  • die Beratung und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern vor allem beim Seiteneinstieg, zu Bildungs- und Ausbildungswegen, Ganztagsangeboten, außerschulischen Angeboten und Übergängen,
  • die Beratung und Unterstützung von Schulen bei der Ausgestaltung von Ganztagsangeboten,
  • die Beratung und Unterstützung von Schulen bei der Verwendung der Stellen für Integrationshilfen,
  • die Beratung und Unterstützung von Schulen bei der Umsetzung
  • herkunftssprachlichen Unterrichts,
  • die Vermittlung von Beratung und Unterstützung von Eltern sowie die Zusammenarbeit mit ihnen bei der Erziehung ihrer Kinder,
  • die Konzeptionierung, Organisation und Durchführung sprachlicher Förderung und Bildung insbes. für Kinder im Vorschulalter und im Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule,
  • die Entwicklung und Erprobung innovativer Konzepte von Spiel-, Lehr- und Lernmaterialien,
  • die Qualifizierung und Fortbildung von Lehrkräften und außerunterrichtlich oder außerschulisch tätigen pädagogischen und sozialpädagogischen Fachkräften anderer Träger,
  • die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, Fachgesprächen und Konferenzen,
  • den Erfahrungstransfer und die Mitwirkung an überregionalen Aktivitäten der landesweiten Koordinierungsstelle und des Verbundes Kommunaler Integrationszentren in NRW.



Kontaktadresse

Kommunales Integrationszentrum
Neues Rathaus
Niederwall 23
1. Etage, Flur A
33602 Bielefeld
Tel. 0521 51-8123, 51-8521, 51-3411, 51-2374, 51-3788, 51-3789
Fax 0521 51-6183
E-MailE-Mail
Externer Linkhttp://ki-bielefeld.de

Beratungszeiten:
Mo 09.00 – 12.00 Uhr
Mi 09.00 Uhr – 12.00 Uhr
Do 14.30 Uhr - 17.00 Uhr

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