Der vom Bielefelder Integrationsrat, der Stockmeier Stiftung sowie der Stadt Bielefeld ausgelobte Bielefelder Integrationspreis wurde 2010 zum ersten Mal verliehen. Er soll Bielefelder Einzelpersonen, Organisationen und Einrichtungen auszeichnen und würdigen, die sich besonders engagiert, innovativ und vorbildlich für die Integration der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Bielefeld einsetzen.

Seit 2016 wird der Bielefelder Integrationspreis von der Stiftung Solidarität für Arbeitslosigkeit und Armut, dem Bielefelder Integrationsrat sowie der Stadt Bielefeld vergeben. Schirmherr ist Oberbürgermeister Pit Clausen, die Dotierung beträgt 10.000 Euro.
Die Preise für den Wettbewerb 2018 wurden am 29. November 2018 im Großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses verliehen. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Gesine Schwan.

9. Integrationspreis 2018 - Die Ausgezeichneten

Die Preise wurden einer Einzelperson und zwei Projekten verliehen, die nach Ansicht der Jury den Ideen des diesjährigen Mottos "Miteinander - Füreinander - Integration ist Beteiligung" in besonderer Weise entsprachen.
Dorothea Ruh (Rußheideschule), Adil Önder (Merkez-Moschee), Wolfgang Güse und Angelika Wilmsmeier (Verein „Fahrräder bewegen Bielefeld“), v.l.n.r.
Projekt „Lernen durch Spielen”
Mehr als 500 Gesellschaftsspiele sind in der Rußheideschule zu finden. Denn hier sind Spiele aus dem Unterrichtsplan nicht mehr wegzudenken. Seit dem Jahr 2004 gibt es das Projekt »Lernen durch Spielen«, das mittlerweile Vorbild für viele andere Bielefelder Schulen ist.
Initiatorin ist Dorothea Ruh, Sozialpädagogin und Lehrerin an der Rußheideschule. „Nur wer mit Begeisterung lernt, lernt fürs Leben.” Das Regel-Spiel-Paket wird mittlerweile in neun Grundschulen und 19 Kitas genutzt.
Die neueste Spiele-Kooperation läuft mit der Sekundarschule Königsbrügge. Das Ziel ist, den Übergang von der Grundschule in die Sekundarschule zu erleichtern.

Adil Önder
Er ist Vorsitzender der Merkez-Moschee an der Ernst-Rein-Straße. Adil Önder zeichnet sich nach Meinung der Jury für den besonderen Einsatz in der Stadtgesellschaft aus. Er hat die Ausrichtung der Moschee-Gemeinde im Hinblick auf Offenheit, Achtung, Nachsicht, Toleranz, Dialog und Solidarität maßgeblich geprägt und setzt sich für einen menschenfreundlichen Islam ein. Bei den Aktivitäten im Stadtteil ist er ein verlässlicher Partner.

Verein „Fahrräder bewegen Bielefeld”
Der Verein wurde erstmals 2015 aktiv, als viele geflüchtete Menschen nach Bielefeld kamen. Gemeinsam mit Flüchtlingen bereitete der Verein die gespendeten Räder auf. Denn Geld müssen Bedürftige nicht für die Räder zahlen, „aber sie müssen bei der Aufbereitung
Mithelfen”, sagt Stefan Mielke, der Initiator des Projektes.
Was mit zehn Fahrrädern angefangen hat, hat sich auf 1000 erhöht. Das Angebot richtet sich mittlerweile an alle Menschen mit Bielefeld-Pass. Mielke ist inzwischen einer von 35 Ehrenamtlichen, die sich im Verein engagieren. Einige von ihnen sind selbst Flüchtlinge. Das Projekt ermöglicht eine Beweglichkeit, die die aktive Beteiligung in der Stadtgesellschaft erhöht.
Zu den Auszeichnungen 2010 - 2017...

Betriebsferien
Die Stadtverwaltung geht in die Weihnachtspause. Die meisten Dienststellen bleiben vom 22. Dezember bis 1. Januar geschlossen.