1. Bielefelder Integrationskonzept

„Wir fördern Integration – Integrationskonzept für Bielefeld”
Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund hat für die Stadt Bielefeld eine herausragende Bedeutung.

Was heißt Integration? Integration bedeutet nicht Entwurzelung oder gesichtslose Assimilation. Integration ist die Alternative zu einem beziehungslosen Nebeneinander von Gemeinschaften und Kulturen. Integration ist die immer wieder zu erneuernde Bindung aller an gemeinsame Werte.

Wer dauerhaft in Deutschland leben will, braucht seine Herkunft nicht zu verleugnen. Er muss aber bereit sein, eine offene Gesellschaft nach dem Leitbild des Grundgesetzes mit zu gestalten, in der sich keine Inseln bilden, die außerhalb des gesellschaftlichen Grundkonsenses liegen.

Diese Eckpunkte sind Grundlage des 1. Bielefelder Integrationsberichts und des Konzepts, das der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 23. September 2010 einstimmig verabschiedet hat.

Das Bielefelder Konzept `Wir fördern Integration!´ soll Grundlage der künftigen kommunalen Integrationspolitik, -förderung und -arbeit sein. Es beschreibt die grundlegenden Rahmenbedingungen für einen respektvollen und gleichberechtigten Umgang zwischen Menschen ohne und mit Migrationshintergrund auf der Basis des Grundgesetzes und der Verfassung Nordrhein-Westfalens. Es gibt darüber hinaus Anregungen und Vorschläge, wie Integration als langwieriger Aushandlungsprozess gestaltet werden kann, um zu erreichen, dass möglichst alle Bielefelderinnen und Bielefelder perspektivisch am wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Leben gleichberechtigt teilhaben können.

In diesem Sinne ist das Konzept für die Stadt Bielefeld ein „Querschnittskonzept”, ein Orientierungs- und Handlungsrahmen für Integrationsförderung als einer (gesamt-) gesellschaftlichen und politischen Aufgabe, bei der Menschen mit Migrationshintergrund, Aufnahmegesellschaft und Politik ihre unterschiedlichen Beiträge zu leisten haben. Darüber hinaus ist es die Grundlage für die Fortsetzung und Weiterentwicklung des gesellschaftlichen Dialogs und ein Handlungsinstrument zur Begleitung, Unterstützung und Umsetzung im Konzept genannter konkreter Maßnahmen.

Beispielhaft ist das Konzept insbesondere durch
  • die Vielzahl an Erörterungs- und Beteiligungsmöglichkeiten unterschiedlichster Gremien, Institutionen, gesellschaftlich relevanter Träger und Organisationen, die sich hier haben einbringen können und häufig auch eingebracht haben.
  • eine Beteiligungsmöglichkeit der Menschen in den Stadtbezirken; hierzu wurde in den Stadtbezirken unter dem Motto „Zusammenleben im Stadtteil” zu Diskussionsforen eingeladen.
  • die Vielzahl an Handlungsfeldern, beginnend mit Themenfeldern wie „Frühe Kindheit/, Elementarbereich”, „Schule”, „Ausbildung”, „Arbeitsmarkt” bis hin zu Bereichen wie „Gesundheit”, „Behinderung”, „Betreuung und Pflege”. Auch zu Feldern wie dem der „Umwelterziehung” finden sich Überlegungen und Handlungsvorschläge.
  • Eine breite kommunalpolitische Beteiligung. Insgesamt wurden neben einer wiederholten Beratung im Integrationsrat der Stadt 20 beratende Gremien bzw. Beiräte wie der Seniorenrat, der Beitrag für Behindertenfragen, der Fachbeirat für Mädchenarbeit, der Psychiatriebeirat, alle 10 Bezirksvertretungen, 4 Fachausschüsse der Rates (Jugendhilfeausschuss, Kulturausschuss, Schul- und Sportausschuss, Sozial- und Gesundheitsausschuss) und der Haupt- und Beteiligungsausschuss beteiligt, bevor zuletzt der Rat der Stadt Bielefeld seine Zustimmung gab. Alle Gremien haben das 1. Bielefelder Integrationskonzept zustimmend zur Kenntnis genommen bzw. einstimmig verabschiedet.
  • durch eine Kommunikations- und Steuerungsstruktur, die den Prozess der Umsetzung integrationsrelevanter Maßnahmen und Projekte künftig begleitet.


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