Zwischenbericht Inklusionsplanung

Stand: Dezember 2017
Das "Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" der Vereinten Nationen (UN) stellt die Menschenrechte mit Blick auf Menschen mit Behinderungen klar und fordert ihre Erfüllung ein. Diese 2006 von der Generalversammlung der UN beschlossene Konvention ist in Deutschland seit dem 26. März 2009 gültig.

Die Stadt Bielefeld ist somit verpflichtet, Barrieren abzubauen. Dies bedeutet nichts Geringeres als einen gesamtgesellschaftlichen Umbau. Denn zu den Barrieren gehören nicht nur handfeste Hindernisse wie Stufen oder enge Türen. Auch der Maßstab einer Normalität, die es so gar nicht gibt, behindert.

Bei rund jeder sechsten Einwohnerin und jedem sechsten Einwohner Bielefelds lag 2016 eine mindestens leichte Behinderung vor (der Grad der Behinderung – GdB – lag bei mindesten 20 Prozent auf einer bis 100 Prozent reichenden Skala). Das entspricht gut 57.000 Menschen.

Der Abbau von Barrieren dient aber nicht nur Menschen mit Behinderungen. Beispielsweise nutzen Seniorinnen und Senioren zunehmend Hilfsmittel wie Rollatoren, und auch mit Kinderwagen sind barrierefreie Zugänge hilfreich. Je normaler wir alle unsere „Unterschiedlichkeit” erleben, umso schöner und leichter wird unser Zusammenleben in Bielefeld.

Der Beirat für Behindertenfragen forderte den Rat der Stadt Bielefeld auf, unter Beteiligung des Beirates einen Inklusionsplan auf kommunaler Ebene zu erstellen.

Der Rat ist dieser Aufforderung gefolgt und hat Ende 2012 die Erarbeitung eines Bielefelder Inklusionsplanes beschlossen. Unter Beteiligung möglichst vieler Interessierter wurde seitdem innerhalb und außerhalb der Verwaltung intensiv gearbeitet.

Der nunmehr vorliegende Zwischenbericht informiert über die erste Phase der kommunalen Planung. Bisher liegen insgesamt 28 Vorschläge aus fünf Handlungsfeldern zur Entscheidung vor.

Außerdem sind schlaglichtartig Aktivitäten von Einrichtungen, Vereinen und Verbänden dargestellt, die ebenfalls „inklusiv unterwegs” sind.


Kontakt

Stadt Bielefeld
Büro für Integrierte
Sozialplanung und Prävention
33602 Bielefeld
Niederwall 23 (Neues Rathaus)
Gerald Burkat
Tel. 0521 51-3201
Fax 0521 51-5231
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