Altersrente für langjährig Versicherte

Auch vor dem Hintergrund der stufenweisen Anhebung der Altersgrenze von bisher 65 Jahren auf das 67. Lebensjahr kann diese Rente weiterhin vorzeitig ab dem 63. Lebensjahr in Anspruch genommen werden, wenn die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt ist. Allerdings ist dies mit Abschlägen verbunden.

› Wie hoch ist der Abschlag und wovon hängt dies ab?
Der Abschlag beträgt für jeden Monat, den die Rente vor der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen wird, 0,3 Prozent. Je nachdem, wann die/der Versicherte geboren ist, beträgt der Abschlag zwischen 7,2 und 14,4 Prozent. Welcher Abschlag maßgebend ist, hängt von den Übergangs- und Vertrauensschutzregelungen aus Anlass der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre ab. In besonderen Fällen kann diese Rente von bestimmten Jahrgängen sogar bereits ab dem 62. Lebensjahr in Anspruch genommen werden.
Nähere Auskünfte erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rentenstelle.

› Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden?
  • Personalausweis oder Reisepass
  • IBAN und BIC des Kontos, auf das die Rente überwiesen werden soll (mitzubringen ist ein aktueller Kontoauszug, der diese Angaben enthält)
  • Steuer-Identifikationsnummer
  • Krankenversicherungskarte sowie Namen und Anschriften der Krankenversicherungen der vergangenen 25 Jahre
  • Aktueller Versicherungsverlauf
  • Nachweise über eventuelle Berufsausbildungen 1)
  • Nachweise über zurückgelegte Schulzeiten ab dem 17. Lebensjahr 1)
  • Familienbuch oder Geburtsurkunden der Kinder der/des Versicherten 2)
  • Rentenrechtlich bedeutsame Nachweise zu Lücken im Versicherungsverlauf
  • Nachweise über andere Versorgungsansprüche (z. B. Betriebsrenten, Pensionen o. ä.)
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1) Nicht erforderlich, wenn im Versicherungsverlauf schon enthalten. Die Zeiten der Berufsausbildung müssen allerdings als solche benannt sein. Die Bezeichnung "Pflichtbeiträge" für diese Zeiten reicht nicht aus.
2) Nicht erforderlich, wenn im Versicherungsverlauf bereits Kindererziehungszeiten (nicht: Schwangerschaftszeiten) enthalten sind. Männliche Versicherte haben Geburtsnachweise mindestens eines ihrer Kinder immer beizubringen, um die Höhe des künftigen Pflegeversicherungsbeitrages feststellen zu können.

› Welche Anträge sind erforderlich?
Die erforderlichen Anträge werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rentenstelle nach Angaben der Versicherten aufgenommen. Wer die Formulare aber selbst ausfüllen möchte, erhält die erforderlichen Papiervordrucke in der Rentenstelle oder online auf der Externer LinkHomepage der Deutschen Rentenversicherung.