Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Rente ist die Anerkennung einer Schwerbehinderung zum Zeitpunkt des Rentenbeginns und die Erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren. Mit der Anhebung der Regelaltersgrenze auf das 67. Lebensjahr gibt es auch Veränderungen für diese Rentenart.

› Was ändert sich durch die Anhebung der Altersgrenze?
Die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Altersrente für schwerbehinderte Menschen wird beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1952 stufenweise von heute 63 auf 65 Jahre angehoben. Gleichzeitig wird die Altersgrenze für eine vorzeitige Inanspruchnahme dieser Rente mit Abschlag von 60 auf 62 Jahre angehoben. Damit verbleibt es bei einem maximalen Abschlag in Höhe von 10,8 Prozent bei der frühestmöglichen Inanspruchnahme.
Aufgrund von Vertrauensschutzregelungen kann die Rente von den betroffenen Jahrgängen ggf. aber auch weiterhin ab dem 60. Lebensjahr mit Abschlägen in Anspruch genommen werden. In besonderen Fällen ist dies sogar noch abschlagsfrei möglich. Die Vertrauensschutzregelungen sind sehr komplex. Nähere Auskünfte erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rentenstelle.

› Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden?
  • Personalausweis oder Reisepass
  • IBAN und BIC des Kontos, auf das die Rente überwiesen werden soll (mitzubringen ist ein aktueller Kontoauszug, der diese Angaben enthält)
  • Steuer-Identifikationsnummer
  • Krankenversicherungskarte sowie Namen und Anschriften der Krankenversicherungen der vergangenen 25 Jahre
  • Aktueller Versicherungsverlauf
  • Nachweise über eventuelle Berufsausbildungen 1)
  • Nachweise über zurückgelegte Schulzeiten ab dem 17. Lebensjahr 1)
  • Familienbuch oder Geburtsurkunden der Kinder der/des Versicherten 2)
  • Rentenrechtlich bedeutsame Nachweise zu Lücken im Versicherungsverlauf
  • Nachweise über andere Versorgungsansprüche (z. B. Betriebsrenten, Pensionen o. ä.)
  • Schwerbehindertenausweis und Anerkennungsbescheid
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1) Nicht erforderlich, wenn im Versicherungsverlauf schon enthalten. Die Zeiten der Berufsausbildung müssen allerdings als solche benannt sein. Die Bezeichnung "Pflichtbeiträge" für diese Zeiten reicht nicht aus.
2) Nicht erforderlich, wenn im Versicherungsverlauf bereits Kindererziehungszeiten (nicht: Schwangerschaftszeiten) enthalten sind. Männliche Versicherte haben Geburtsnachweise mindestens eines ihrer Kinder immer beizubringen, um die Höhe des künftigen Pflegeversicherungsbeitrages feststellen zu können.

› Welche Anträge sind erforderlich?
Die erforderlichen Anträge werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rentenstelle nach Angaben der Versicherten aufgenommen. Wer die Formulare aber selbst ausfüllen möchte, erhält die erforderlichen Papiervordrucke in der Rentenstelle oder online auf der Externer LinkHomepage der Deutschen Rentenversicherung.