Angelegenheiten der Vertriebenen und Spätaussiedler


Anerkennung als Spätaussiedler

(bis 31.12.1992 als Aussiedler)
Seit Inkrafttreten des Aussiedleraufnahmegesetzes am 01. Juli 1990 müssen Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland als Aussiedler bzw. Spätaussiedler Aufnahme finden wollen, vor ihrer Ausreise nach Deutschland vom Herkunftsgebiet aus ein förmliches Aufnahmeverfahren betreiben. Zuständig ist das Bundesverwaltungsamt in Köln. In diesem Verfahren wird geprüft, ob die im Bundesvertriebenengesetz (BVFG) normierten gesetzlichen Anerkennungsvoraussetzungen erfüllt sind und ein Aufnahmebescheid erteilt werden kann. Nichtdeutsche Familienmitglieder können nach Maßgabe der gesetzlichen Voraussetzungen in das Aufnahmeverfahren einbezogen werden. Erst der Aufnahmebescheid berechtigt zur Einreise in die Bundesrepublik Deutschland.

Nach ihrem Eintreffen im Bundesgebiet werden Spätaussiedler und ihre Familienangehörigen bei der Außenstelle des Bundesverwaltungsamtes in Friedland registriert und auf die Bundesländer verteilt. Gleichzeitig wird dort von Amts wegen das Verfahren zur Ausstellung der Spätaussiedlerbescheinigung eingeleitet. Das Aufnahmeverfahren endet mit Ausstellung dieser Bescheinigung.

Mit Inkrafttreten des 8. Änderungsgesetzes zum Bundesvertriebenengesetz am 11. Juli 2009 ist die Zuständigkeit für ausnahmslos alle Bescheinigungsverfahren auf das Bundesverwaltungsamt übertragen worden. Bei den Kommunen können Spätaussiedlerbescheinigungen daher nicht mehr ausgestellt werden. Sofern Sie weitere Informationen zum Aufnahme- und Bescheinigungsverfahren für Spätaussiedler und deren Familienangehörige benötigen, erhalten Sie diese beim Bundesverwaltungsamt oder auf der Internetseite des BVA unter Externer Linkwww.bva.bund.de. Dort können auch umfassende Zusatzinformationen und verschiedene Merkblätter für Spätaussiedler und deren Familienangehörige abgefordert werden.

Erteilung von Auskünften

zu bereits abgeschlossenen Anerkennungsverfahren nach dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG) und Ausstellung von Zweitschriften oder Ersatzbescheinigungen für verloren gegangene Vertriebenenausweise oder Spätaussiedlerbescheinigungen
Für die Erteilung von Auskünften zu den vor dem Zuständigkeitsübergang auf das Bundesverwaltungsamt bereits abgeschlossenen Anerkennungsverfahren nach dem Bundesvertriebenengesetz und für die Ausstellung von Zweit- bzw. Ersatzbescheinigungen für in Verlust geratene Vertriebenenausweise oder Spätaussiedlerbescheinigungen bleiben weiterhin die kommunalen Ausstellungsbehörden zuständig.

Entsprechende Statusnachweise werden häufig zur Kontenklärung bei den Rentenversicherungsträgern oder aber auch zur Erledigung von standesamtlichen Angelegenheiten benötigt. Da seit der Übersiedlung der betreffenden Personen in die Bundesrepublik Deutschland oft bereits ein längerer Zeitraum vergangen ist, kommt es vor, dass die Originale der Vertriebenenausweise bzw. die Originale der Spätaussiedlerbescheinigungen verloren gegangen sind.

Sofern Sie einen Nachweis über einen von der Stadt Bielefeld in der Vergangenheit bereits ausgestellten Vertriebenenausweis oder eine Spätaussiedlerbescheinigung benötigen, kann dieser Nachweis auf Antrag über den o. g. Kontakt vom Amt für soziale Leistungen ausgestellt werden.


Kontakt

Amt für soziale Leistungen
– Sozialamt –
Niederwall 23
Neues Rathaus, 3. Etage, Flur C, Raum C 301
33602 Bielefeld
Frau Böker
Tel. 0521 51-6092
Fax 0521 51-2648
E-MailE-Mail
Öffnungszeiten: Mo – Fr 8 – 12 Uhr, Do zusätzlich 14.30 – 18 Uhr
Es wird empfohlen, Gesprächstermine telefonisch oder per Mailkontakt zu vereinbaren.