Pflegewohngeld

Die Pflegeeinrichtungen berechnen für einen Heimaufenthalt die Kosten der pflegerischen Versorgung, der Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten.
Zur Finanzierung ihrer betriebsnotwendigen Investitionskosten erhalten vollstationäre Dauerpflegeeinrichtungen Pflegewohngeld von der Stadt Bielefeld.
Diesen Einrichtungen wird aber nur für die pflegeversicherten Heimbewohnerinnen und Heimbewohner Pflegewohngeld gewährt, die von ihrer Pflegeversicherung mindestens Leistungen der Pflegestufe 1 erhalten und deren Einkommen und Vermögen zur Finanzierung der Aufwendungen für die Investitionskosten ganz oder teilweise nicht ausreicht.

Den Antrag auf Pflegewohngeld stellen in der Regel die Einrichtungen bei der Stadt Bielefeld. Das Pflegewohngeld wird ab Antragstellung, unter bestimmten Voraussetzungen auch drei Monate rückwirkend gezahlt. Stellt die Einrichtung ausnahmsweise keinen Antrag, so sind die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner antragsberechtigt.
Bielefelder Bürgerinnen und Bürger, die in einer Pflegeeinrichtung außerhalb Nordrhein-Westfalens leben, haben ggf. Ansprüche nach den dort geltenden Landesgesetzen. Auskünfte hierzu kann die Heimverwaltung der entsprechenden Einrichtung geben.
Damit der Anspruch auf Pflegewohngeld geprüft und berechnet werden kann, sind dem Zentralen Dienst Unterlagen über die wirtschaftlichen Verhältnisse vorzulegen. Hierzu zählen die aktuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse und die monatlichen Belastungen. Diese Auskünfte sind auch für den Ehepartner zu geben.

Pflegewohngeld wird nicht gezahlt, wenn das Vermögen der Heimbewohnerin bzw. des Heimbewohners mehr als 10.000 € beträgt. Das Pflegewohngeld wird für einen Zeitraum von zwölf Monaten bewilligt. Eine vorzeitige Änderung der Bewilligung erfolgt nur, wenn die Pflegestufe gewechselt wird, neue Vergütungsregelungen gelten oder sich die Höhe der Investitionskosten ändert.
Einkommensänderungen führen in der Regel nicht zu einer Neuberechnung des Pflegewohngeldes.

Verbleibt unter Berücksichtigung des gewährten Pflegewohngeldes ein ungedeckter Betrag an Heimkosten, kommt ggf. die Gewährung von Sozialhilfe in Betracht.

Unterhaltsansprüche gegenüber Angehörigen werden zur Finanzierung des Pflegewohngeldes nicht geltend gemacht.


Kontakt

Amt für soziale Leistungen
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