9. Mai: Europatag

Der 9. Mai ist durch Artikel IV-1 Satz 5 des Vertrages der Mitgliedstaaten der Europäischen Union über die Verfassung für Europa als Europatag bestimmt worden. Dieser Vertrag wurde am 29. Oktober 2004 von den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten in Rom unterzeichnet.
Am 9. Mai 1950 trat der französische Außenminister Robert Schuman mit dem sogenannten „Schuman-Plan” an die Öffentlichkeit. Der Schuman-Plan sah die Schaffung einer einheitlichen Behörde zur Kontrolle der Erzeugung von Kohle und Stahl in Deutschland, Frankreich und weiteren Beitrittsländern vor. Die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion) 1951 beruhte auf dem Schuman-Plan und war die erste Etappe auf dem Weg zur europäischen Einigung.

Bis zum Jahr 2004 wurde der 5. Mai als Europatag in der Bundesrepublik Deutschland begangen. Dieses Datum bezieht sich auf die Unterzeichnung der Satzung des Europarates am 5. Mai 1949 in London und damit auf den Tag der Gründung des Europarates.