Schuldenbericht 2018

Mit dem Schuldenbericht soll ein Überblick über den Stand und die Entwicklung der Kreditverbindlichkeiten bei der Stadt Bielefeld im Jahr 2018 gegeben werden.

Das Volumen an Investitionskrediten bei der Stadt Bielefeld (Kernhaushalt und Sondervermögen) ist im vergangenen Jahr wieder weiter gesunken. Es beträgt per 31.12.2018 502,167 Mio. Euro und damit 28,638 Mio. Euro weniger im Vergleich zum Vorjahresstichtag. Notwendige Kreditaufnahmen in Höhe von 33,401 Mio. Euro konnten durch Tilgungen inkl. Sondertilgungen in Höhe von 62,039 Mio. Euro überkompensiert werden.

Die im Rahmen von Konzernfinanzierung aufgenommenen und an Tochterunternehmen weitergegebenen Kommunal- und Schuldscheindarlehen konnten ebenfalls um 2,068 Mio. Euro auf 99,400 Mio. Euro reduziert werden.

Das Volumen der Kredite zur Liquiditätssicherung ist seit 2008 stetig gestiegen bis zu einem Höchstbetrag von 539,503 Mio. zum 31.12.2015. Unterjährig war es sogar noch deutlich höher. Zum Stichtag 31.12.2018 wurden zur Sicherung der Liquidität für den Kernhaushalt Liquiditätskredite in Höhe von 349,829 Mio. Euro aufgenommen. Der Ermächtigungsrahmen von 700,000 Mio. Euro wurde damit zu 49,98 Prozent ausgeschöpft.

Aufgrund der positiven Entwicklung der Ertragslage und dem positiven Einfluss getroffener Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen wird mit einer weiterhin positiven Entwicklung der Höhe des Liquiditätskreditbedarfs gerechnet. Für das Haushaltsjahr 2019 konnte deshalb bereits der Höchstbetrag der Liquiditätskredite für den Kernhaushalt auf 600,000 Mio. Euro gesenkt werden. Positiv ist nach wie vor das niedrige Zinsniveau. Der Zinsaufwand für die erforderlichen Liquiditätskredite war dadurch weiter relativ niedrig. Für einen Teil der kurzfristig aufgenommenen Liquiditätskredite konnten sogar Zinserträge erwirtschaftet werden.