Städtepartnerschaften

Städtepatenschaften – freundschaftliche Beziehungen
» Städtepartnerschaften
Freundschaftliche Kontakte zwischen Städten, Kreisen und Gemeinden gibt es überall auf der Welt. Wenn die Beziehung auf einer Urkunde oder einem Vertrag beruht, dann spricht man von einer Städtepartnerschaft.
Sinn und Zweck dieser partnerschaftlichen Beziehungen ist es, die Verbundenheit über die Staatsgrenzen hinweg zu festigen und zu vertiefen und damit einen Beitrag zum Frieden in Europa und in der ganzen Welt zu leisten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Begegnungen von Mensch zu Mensch. Sie bilden eine Basis zum besseren Verständnis, zum Kennenlernen und dem Abbau von Vorurteilen.

Bielefeld ist mit folgenden Städten partnerschaftlich verbunden:

  • Rochdale (England)
  • Enniskillen/Fermanagh (Nordirland)
  • Concarneau (Frankreich)
  • Nahariya (Israel)
  • Welikij Nowgorod (Russland)
  • Rzeszów (Polen)
  • Estelí (Nicaragua)


    » „Partnerschaftsallee” im Neuen Bahnhofsviertel
    Am Boulevard im Neuen Bahnhofsviertel kann man durch eine „Partnerschaftsallee” gehen, für jede der sieben Partnerstädte wurde ein landestypischer Baum gepflanzt.
    Ergänzende Informationen liefert ein Video mit Bildern und Texten über die Bielefelder Partnerstädte, das täglich ab 17 Uhr auf einem Monitor an dem Fahrstuhl neben dem Treppenaufgang zum Boulevard zu sehen ist.


  • Rochdale

    Rathaus in Rochdale

    Rathaus in Rochdale

    • Städtepartnerschaft seit 1953
    • 20 Kilometer nördlich von Manchester/ Grafschaft Lancashire/ Mittelengland
    • Externer Linkwww.rochdale.gov.uk
    • Gesellschaft der Freunde Rochdales e.V. / Vorsitz: Verena Lösing
    1068 n.Chr. wurde Rochdale erstmals urkundlich erwähnt. 1844 war Rochdale der Ausgangspunkt der internationalen Konsumgenossenschafts-
    bewegung (CO-OP), im 19. Jahrhundert prägte die Textilindustrie die Stadt. Heute hat Rochdale etwa 95.000 Einwohner, darunter viele asiatische Einwanderer.

    Das historische Rathaus im gotischen Stil von 1871, die Parish Church of St. Chad aus dem 12. Jahrhundert, das Co-op Museum und die vielen Kanäle und Seen in der landschaftliche reizvollen Umgebung, sowie die Nähe zu Manchester ziehen viele Besucher an.

    Die Idee zu einer Städtepartnerschaft entstand bei einem Besuch von Bildungsfachleuten aus Rochdale bei Gewerkschaftsvertretern in Bielefeld.

    Symbole der Partnerstadt sind die Bielefeld – Brücke in Rochdale und der Rochdale Park vor der Ravensberger Spinnerei sowie eine original englische Telefonzelle neben der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld.

    Künstlergruppen aus Rochdale nehmen regelmäßig am „Carnival der Kulturen” in Bielefeld teil. Jährliche Jugendreisen bilden das Fundament der guten Partnerschaft.
    Die Bielefelder Polizei ist über die IPA (International Police Association) in Kontakt mit den Kollegen in Rochdale. Die Gesellschaft der Freunde Rochdales e.V. organisiert wechselseitige Bürgerreisen.



    Enniskillen /Fermanagh

    Blick über Enniskillen

    Blick über Enniskillen

    • Städtepartnerschaft (mit dem Stadtbezirk Brackwede) seit 1958
    • 120 Kilometer westlich von Belfast/ Grafschaft Fermanagh/ am Fluß Lough Erne
    • Externer Linkenniskillen.com
    • Ansprechpartnerin im Bezirksamt Brackwede: Marina Arens Tel. 0521 51-5257
    Durch eine Charta des britischen Königs James I wurde Enniskillen 1612 gegründet und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer lebhaften Garnisonstadt.
    Heute gehört Enniskillen zur Grafschaft Fermanagh, die etwa 55.000 Einwohner zählt.
    Eingebettet in eine traumhafte Seenlandschaft bietet Enniskillen seinen Besuchern neben viel Natur auch die Möglichkeit Schlösser und Höhlen zu besichtigen.

    Die Musik der „Royal-Inniskilling-Dragoon-Guards” auf dem Brackweder Schützenfest 1957 brachte Freundschaften hervor, aus denen ein Jahr später die Städtepartnerschaft entstand.

    Die Verbundenheit zu der nordirischen Partnerstadt im Stadtbezirk Brackwede wird durch die Enniskillen Straße symbolisiert. Offizielle Delegationen besuchen Enniskillen /Fermanagh regelmäßig, auch nordirische Delegationen sind zu Gast in Bielefeld. Das Brackweder Gymnasium pflegt seit Jahrzehnten einen Schüleraustausch mit der Portora Royal School.
    Die D-Jugend des VfL Ummeln, die Johanniter und die freiwillige Feuerwehr tragen zur Lebendigkeit der Städtepartnerschaft bei.

    Concarneau

    Impressionen aus Concarneau

    Impressionen aus Concarneau

    • Städtepartnerschaft (mit dem Stadtbezirk Senne) seit 1969
    • 24 Kilometer südlich von Quimper/Südküste der Bretagne/am Atlantik
    • Externer Linkwww.ville-concarneau.fr
    • Ansprechpartnerin im Bezirksamt Senne: Helga Rossel, Tel: 0521/51 5502
    Concarneau entstand als Hafen für Sardinenfang im 10. Jahrhundert und wurde im Mittelalter zur Handelsstadt und Festung ausgebaut.
    Noch heute leben die etwa 20.000 Einwohner überwiegend vom Fischfang,
    -handel und –verarbeitung. Die mittelalterliche Festung, die „Ville - Close” zieht viele Touristen in das malerische bretonische Städtchen.
    Den Anstoß zur Städtepartnerschaft gab die Folklore Gruppe „Cercle Celtic”, die 1967 einen Zwischenstopp in der damals noch selbständigen Gemeinde Senne machte und mit ihrer Tanzdarbietung begeisterte.

    Symbole der Städtepartnerschaft sind die „Avenue de Bielefeld – Senne” in Concarneau und die „Concarneau Straße” sowie das Restaurant „Auberge le Concarneau” in Bielefeld–Senne.
    Der regelmäßige Jugendaustausch bildet neben offiziellen Delegationsbesuchen auch heute noch den Schwerpunkt der Beziehungen. Französische Gäste sind beim traditionellen Senner Schützenfest mit dabei und Bielefelder beim jährlichen Fest der „Blauen Netze” im August in Concarneau.



    Nahariya

    Boulevard im Zentrum

    Boulevard im Zentrum

    • Städtepartnerschaft seit 1980
    • 30 Kilometer nördlich von Haifa / direkt am Mittelmeer
    • Externer Linkwww.nahariya.muni.il
    • DIG (Deutsch-Israelische Gesellschaft) / Günther Tiemann
    Gegründet wurde die Stadt 1935 von jüdischen Emigranten aus Deutschland.
    Nahariya zählt heute etwa 55.000 Einwohner und ist das Zentrum des westlichen Galiläas und ein beliebter Badeort, aber auch ein bedeutender Industrie- und Dienstleistungsstandort.
    Unter den Sehenswürdigkeiten der Stadt findet man Reste eines phönizischen Hafens, zwei phönizische Gräber und einen kanaanitischen Tempel aus dem 15. Jahrhundert v. Chr.

    Durch den privaten Kontakt zwischen dem Bielefelder Gerhard Hoepner und dem nach Nahariya emigrierten Andreas Meyer kam die Städtepartnerschaft zu Stande.
    Symbole der israelischen Partnerstadt in Bielefeld sind das Nahariyafenster im Übergang vom Alten zum Neuen Rathaus und die Nahariyastraße am Bahnhof. In Nahariya gibt es eine Byzantinische Kirche aus dem 6 Jahrhundert mit wertvollem Mosaikfußboden, die mit Spendenmitteln aus Bielefeld restauriert wurde und deshalb „Bielefelder Kirche” genannt wird.

    Die Amalschule in Nahariya und das Heeper Gymnasium verbindet eine langjährige Schulpartnerschaft.
    Die Deutsch – Israelische Gesellschaft (DIG) organisiert regelmäßig Bürgerreisen nach Israel und veranstaltet Informationsvorträge und Kunstausstellungen.
    Nachdem die politische Lage im Nahen Osten sich zunehmend entspannt hat, werden wechselseitige Besuche offizieller Delegationen wieder aufgenommen.



    Welikij Nowgorod

    Sophienkathedrale

    Sophienkathedrale

    • Städtepartnerschaft seit 1987
    • 180 Kilometer südlich von St. Petersburg
    • Externer Linkwww.novgorod.ru
    • Externer Linkwww.visitnovgorod.de (Tourist-Information in deutsch)
    • Kuratorium Städtepartnerschaft Bielefeld – Welikij Nowgorod e.V. / Vorsitzende: Brunhild Hilf
    Vom 12. bis 15. Jahrhundert war Welikij Nowgorod eine selbständige demokratische Hansestadt, man bezeichnete die Stadt als „Wiege des russischen Reiches”.
    Heute leben etwa 240.000 Menschen in Welikij Nowgorod, die überwiegend in der Nahrungsmittelindustrie und in der Metallverarbeitung arbeiten.
    Sehenswert sind der eigene Kreml mit der Sophienkathedrale aus dem 10./11. Jahrhundert, die alte Marktstadt mit Jaroslaw-Hof und die Nikolaus-Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert.
    Der nahegelegene Ilmensee und der mitten durch die Stadt fließende Wolchow laden zu Schiffsausflügen ein.

    Durch den Beschluss des Bundestages im Winter 1983/1984 über die militärische „Nachrüstung” gründete sich ein Kuratorium in Bielefeld, das zunächst Briefkontakt mit Welikij Nowgorod aufnahm, daraus entwickelte sich die heutige Städtepartnerschaft.
    Symbole der russischen Partnerstadt sind die Nowgorodstraße im Neuen Bahnhofsviertel und die Nowgorod Eiche unterhalb der Sparrenburg.
    In den 90er Jahren organisierte die Stadt Bielefeld zahlreiche Hilfstransporte, heute werden soziale Projekte mit Spendengeldern aus Bielefeld in Welikij Nowgorod unterstützt.
    Die Städtepartnerschaft ist sehr intensiv, mehrere Bielefelder Schulen (Marienschule, Ratsgymnasium, Brackweder Realschule, Rudolf-Rempel-Berufskolleg) pflegen seit Jahren eigene Schulpartnerschaften, die Universitäten der beiden Städte arbeiten an gemeinsamen Projekten, das Kuratorium bietet Bürgerreisen an.
    Die Stadt Bielefeld veranstaltet alle zwei Jahre eine städtische Jugendreise mit Aufenthalt in Gastfamilien.



    Rzeszów

    Rathaus in Rzeszów

    Rathaus in Rzeszów

    • Städtepartnerschaft seit 1991
    • 160 Kilometer südlich von Krakau
    • Externer Linkwww.rzeszow.pl
    • Deutsch-Polnische Gesellschaft
      Vorsitzender Rainer Lux
    Die erste urkundliche Erwähnung Rzeszóws stammt aus dem Jahr 1354, im 18. Jahrhundert war Rzeszów Kreisstadt unter österreichischer Besatzung.
    Heute ist Rzeszów Bezirkshauptstadt mit 164.000 Einwohnern, Bischofssitz und verfügt über einen eigenen internationalen Flughafen. Hauptarbeitgeber in Rzeszów ist ein Großbetrieb für die Fertigung von Flugzeugtriebwerken, daneben findet man Haushaltsgerätehersteller und Nahrungsmittelindustrie.
    Das Schoß der Familie Lubomirski und ein Bernhardinerkloster aus dem 17. Jahrhundert sind nur einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Rzezsów. Bemerkenswert ist auch das Alte Rathaus und der davorliegende Marktplatz „Rynek”, der von Bürgerhäusern aus dem 18. Jahrhundert malerisch umrahmt wird. Unter dem Marktplatz wurden in den letzten Jahren Kellergänge und -räume zugänglich gemacht und zu touristischen Zwecken freigegeben.
    Die Deutsch - Polnische Gesellschaft Bielefeld gab den Anstoß für die Städtepartnerschaft mit Rzezsów. Symbol der Verbundenheit ist die Rzeszówstraße in Bielefeld.
    Die Städtepartnerschaft ist sehr lebendig, es gibt mehrere Schulpartnerschaften und gemeinsame Projekte der Universitäten. Die Deutsch – Polnische Gesellschaft bringt sich aktiv in die Städtepartnerschaft ein. Neben offiziellen Delegationsreisen veranstaltet die Stadt Bielefeld alle zwei Jahre eine Jugendreise in die polnische Partnerstadt mit Aufenthalt in Gastfamilien.



    Estelí

    Kathedrale von Estelí

    Kathedrale von Estelí

    • Städtepartnerschaft seit 1995
    • 150 Kilometer nördlich von Managua
    • Externer Linkwww.welthaus.de
    Bereits 1984 beschloss der Rat der Stadt Bielefeld, die Patenschaft für Estelí zu übernehmen. 1995 wurde diese in eine offizielle Städtepartnerschaft umgewandelt. Von Beginn an wurde die Beziehung zu Estelí vom Welt Haus Bielefeld betreut.
    Estelí ist mit etwa 112.000 Einwohnern die Hauptstadt des gleichnamigen Departments, im Norden Nicaraguas an der „Panamericana” gelegen. Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale von 1888, der Wasserfall Estanzuela, die Lagune von Miraflor und indianische Felszeichnungen.

    Den wirtschaftlichen Schwerpunkt bilden Dienstleistungen sowie Viehzucht und der Anbau von Tabak, Kaffee und Grundnahrungsmitteln.
    1998 wurde Estelí durch den Hurrikan Mitch stark verwüstet. Spendengelder aus Bielefeld und den anderen europäischen Partnerstädten Estelís halfen beim Wiederaufbau der Stadt.
    Mehrere Bielefelder Schulen arbeiten mit Partnerschulen in Estelí an gemeinsamen Projekten.

    Im November 2005 besuchte Oberbürgermeister Eberhard David gemeinsam mit Frau Erika Stückrath vom Welthaus Bielefeld die Partnerstadt aufgrund des Abschlusses des Wiederaufbau-Projektes nach dem Hurrikan Mitch 1998.


    Städtepatenschaften

  • Gusew (Russland) ehemaliges Gumbinnen/Ostpreußen
  • Wiazów (Polen) ehemaliges Wansen/Schlesien
  • Ziebice (Polen) ehemaliges Münsterberg/Schlesien

    Die Patenschaften für die ehemals ostdeutschen Städte gaben den heimatvertriebenen Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg konkrete Hilfestellung bei der wirtschaftlichen und sozialen Eingliederung. Das kulturelle Erbe wird in Archiven und Heimatstuben bewahrt.
    Im Laufe der Jahrzehnte sind freundschaftliche Kontakte zwischen den ehemaligen und den jetzigen Bewohnern dieser Städte entstanden. Gegenseitige Besuche festigen die Freundschaft und die Kreisgemeinschaften organisieren Hilfslieferungen für Bedürftige.
    Im Jahr 2004 wurde ein ausrangiertes Tanklöschfahrzeug der Patenstadt Gusew gespendet.



  • Städtefreundschaften

  • Glauchau (Sachsen)
  • Lobetal (Bernau bei Berlin)
  • Resita (Rumänien)
  • Windhoek (Namibia)
  • Utsunomiya (Japan)
  • Mullaittivu: Bielefelder helfen den Flutopfern in Sri Lanka



  • Kontakt

    Büro Oberbürgermeister
    Niederwall 25/ Altes Rathaus
    33602 Bielefeld
    Olaf Selonke
    Tel: 0521 51-2031
    Fax: 0521 51-3380
    E-MailE-Mail