Studie: Zielnetz Stadtbahn Bielefeld 2030

Ergebnisse zur weiteren Stadtbahnplanung in Bielefeld (Stand 16. Januar 2012)
Der Ausbau des Stadtbahnnetzes ist ein wichtiges Ziel der Stadt Bielefeld. Im Dezember 2010 wurde deswegen ein auf den öffentlichen Nahverkehr spezialisiertes Planungs- und Beratungs-
unternehmen mit der Durchführung einer Potenzialanalyse sowie mit einer Machbarkeitsstudie für eine Stadtbahn nach Heepen beauftragt.

Mit der Potenzialanalyse sollten die für zukünftige Stadtbahnerweiterungen geeigneten Linienerweiterungen herausgearbeitet werden. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie für die Stadtbahnerweiterung nach Heepen sind mögliche Streckenverbindungen zur Anbindung des Stadtteils Heepen an die Innenstadt untersucht worden.

Fazit: Zusätzlich zu den zwei politisch bereits beschlossenen Strecken (Verlängerung Linie 4: Lohmannshof – Hochschulcampus und Verlängerung Linie 2: Milse - Milse Ost) empfiehlt der Gutachter folgende Maßnahmen für eine zukünftige Umsetzung:
• Innenstadt – Heepen (Linie 5)
• Stieghorst – Hillegossen (Verlängerung der Linie 3)
• Senne – Sennestadt (Verlängerung der Linie 1)
Auch eine Verlängerung der Linie 4 ( Rathaus - Dürkopp Tor 6) sowie eine Verbindungsstrecke Sieker – Sieker Mitte wird aus betrieblichen Gründen befürwortet.

Bei der Vorstellung der Gutachterempfehlungen am 16. Januar 2012 machte Oberbürgermeister Pit Clausen deutlich, dass vor dem Hintergrund demografischer, ökonomischer und ökologischer Entwicklungen und Zwänge Alternativen zum Individualverkehr unverzichtbar seien: „Gerade für eine Flächenstadt wie Bielefeld ist es daher wichtig, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zukunftsfähige und zukunftstaugliche Mobilitätsangebote zu entwickeln. Den Auftakt zu einem entsprechenden Entwicklungs- und Diskussionsprozess mit der Stadtgesellschaft stellen die Potenzialanalyse des Zielnetzes Stadtbahn 2030 und die Machbarkeitsstudie für eine Stadtbahn nach Heepen dar. Deren Umsetzung ist eine Herausforderung für die nächsten 20 Jahre und bedarf einer allgemeinen gesellschaftlichen Zustimmung. Die Entwicklung soll stets transparent diskutiert werden, niemand soll von ihr überrascht werden.”