Information über das Straßenbauprogramm 2018 - 2022

Planung und Koordination von Baustellen und Umleitungen
In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 6. März 2018 stellte die Verwaltung die geplanten und bereits begonnenen Baumaßnahmen im öffentlichen Straßenraum für die Jahre 2018 – 2022 vor.

Das mit der „Task Force Baustellen” abgestimmte Fünf-Jahresbauprogramm beschränkt sich dabei auf Maßnahmen, wo entweder eine besondere Verkehrsbedeutung oder aufgrund der Dichte von baulichen Eingriffen erhebliche Verkehrsauswirkungen gesehen werden.

In Bielefeld gibt es jährlich rund 4.000 Baustellen, deren Umfang von kleinen Eingriffen in den Straßenraum über die Herstellung von Hausanschlüssen bis zu aufwändigen Sanierungsmaßnahmen reicht.
Die Koordinierungsaufgabe besteht nun darin, die vielen begründeten Baumaßnahmen der verschiedenen Akteure im Straßenraum so zu ordnen und in eine Rangfolge zu bringen, dass sich die verkehrlichen Auswirkungen in der Gesamtheit in Grenzen halten und den Anlieger-und Gewerbeinteressen im Sinne der Zielsetzung, ”Aufrechterhaltung von Verkehrsabläufen zur Mobilitätssicherung und zur Erhaltung der Lebensqualität” weitestgehend entsprochen wird.
Sicherstellung der Rettungswege (Polizei und Feuerwehr), Berücksichtigung der Belange des ÖPNV und von Nahmobilität sind dabei entsprechend hochrangig.

Von elementarer Bedeutung ist auch, dass nur geplante Maßnahmen koordiniert werden können. Sobald sich durch nicht absehbare Störfälle, Rohrbrüche, Kampfmittelthematiken, tiefbautechnische Unwägbarkeiten etc. Eckdaten ändern, so hat das auf Grund der Komplexität und der gegenseitigen Abhängigkeit der Maßnahmen untereinander fundamentale Auswirkungen auf das Gesamtbaugeschehen.
Darüber hinaus gibt es noch Veranstaltungen (Nachtansichten, Hermannslauf, Leinewebermarkt etc.), die verkehrliche Einschränkungen zur Folge haben werden und entsprechend im Koordinierungsprozess berücksichtigt wurden.

Des Weiteren muss sich die Stadt darauf einstellen, dass neben der Breitbandfördermaßnahme (350 km Neuverlegung ab Herbst 2018 über einen Zeitraum von cirka zwei Jahren) auch eine Breitbandoffensive der Stadtwerke GmbH (1200 km im Zeitraum von zehn Jahren) Realität werden kann.
Zudem muss mit Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten an Brücken und Stützbauwerken des OWD gerechnet werden, ebenso betroffen ist die übrige unterirdische Infrastruktur.

4.000 Baustellen in einem Jahr bedeuten bei einer fiktiven Bauzeit von jeweils zehn Tagen 40.000 „Bautage” im Stadtgebiet, die es zu koordinieren und verträglich abzuwickeln gilt. Oder anders über das Straßennetz ausgedrückt: Täglich erwartet uns etwa alle 300 m eine Baustelle. Koordinieren ist und bleibt eine permanente Herausforderung.