Zusätzliche Fahrradabstellplätze

Neue attraktive Radabstellanlagen vor sieben Bielefelder Schulen und dem Rathaus unterstützen die Bielefelder Stadtgesellschaft, sich gesund und klimafreundlich zu bewegen!
Logos: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und Nationale Klimaschutz Initiative
Die Schülerinnen, Schüler der Frölenbergschule, Stiftschule, Martinschule, Sudbrackschule, Diesterwegschule, Gesamtschule Quelle und des Ratsgymnasiums freuen sich über ihre neuen, mit Fördermitteln aus dem nationalen Klimaschutzprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (BMUB) geförderten Radabstellanlagen.

Insgesamt bieten die sieben schulischen Anlagen Abstellmöglichkeiten für 527 Fahrräder.

Einweihung der Radabstellanlage an der Martinschule am 28.11.2017
Alle die geförderten Schulen zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Europäischen Mobilitätsprojekt STARS (Sustainable Transport Accreditation for Schools) 2016 für ihr Engagement auf dem Gebiet der Mobilitätsförderung und in verschiedenen Unterrichts-bezügen Themen der klimafreundlichen und gesunden Mobilität behandeln.

Die geförderten Grundschulen Frölenbergschule, Stiftschule, Martinschule, Diesterweg-schule und Sudbrackschule setzen das im Rahmen des Landesprojektes „Mehr Freiraum für Kinder” erarbeitete „Ganzheitliche Interventionskonzept zur schulischen Mobilitätsförderung in Bielefelder Grundschulen (GIM-BI)” um. Kernpunkt dieses Konzeptes ist ein „bewegter Unterricht”, bei dem Schülerinnen/Schüler ab der 3. Klasse vermehrt im Rahmen ihres Sachkunde- und Sportunterrichtes ausgewiesene Naturlernorte im Umkreis von 1,5 km zur Schule aufsuchen und erkunden.
Die Schulen werden in der Planung und Umsetzung der pädagogischen Maßnahmen durch das Amt für Verkehr, dem Amt für Schule, dem Umweltamt, dem Umweltbetrieb, der Polizei sowie externen Akteuren wie den Krankenkassen, dem staatlichen Schulamt, der Initiative Bielefelder Kinder- und Jugendärzte, der Universität Bielefeld (Fakultät für Gesundheits-wissenschaften) und der Initiative „Fahrräder bewegen Bielefeld” unterstützt.

Diese kombinierten Maßnahmen erwiesen sich als so erfolgreich, dass innerhalb von zwei Jahren die Nutzung des Fahrrades und des Skooters durch die Schülerinnen/Schüler und das Lehrpersonal um 9 Prozent stieg.
Da die ganzheitlichen pädagogischen Maßnahmen in den nächsten Jahren weitergeführt und ausgebaut werden sollen, ist somit sichergestellt, dass die neuen Fahrradabstellanlagen eine hohe Nutzungsauslastung haben.


Die Stadt Bielefeld hat zudem im Umfeld des Neuen Rathauses 90 zusätzliche Fahrradabstellplätze geschaffen. Insgesamt sind nun 140 öffentlich zugängliche Rad-Stellplätze vorhanden.
Damit finden Bürgerinnen und Bürger beim Besuch der Bürgerberatung, der Tourist-Information oder der Beratungsangebote im Rathaus leicht eine kostenlose und diebstahl-sichere Anschlussmöglichkeit für ihre Fahrräder.
Auch an den Eingängen zur Sparkasse und zur Tiefgarage sowie in der Viktoriastraße befinden sich Abstellplätze. Insgesamt sind es zehn Standorte.

Alle neuen Fahrradabstellanlagen mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 260.000 € werden durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit 62 Prozent unter dem Titel: „KSI: Fahrradabstellanlagen an Schulen und am Rathaus Bielefeld” mit dem Förderkennzeichen 03K04764 gefördert.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.

Nähere Informationen zum Förderprogramm: Externer Linkwww.ptj.de
[29.11.2017]



Kontakt

Oliver Spree
Amt für Verkehr
Nahmobilitätsbeauftragter
Tel. 0521 51-6879
E-MailE-Mail



Neuauflage des Fahrradstadtplans für Bielefeld

Titelseite des Fahrradstadtplans
Radfahren macht Spaß, ist gesund und hält fit. Auf den kurzen Strecken bis zu fünf Kilometern ist das Fahrrad konkurrenzlos schnell und komfortabel.

Die Stadt Bielefeld möchte den Umstieg auf das Fahrrad mit dem überarbeiteten Fahrradstadtplan erleichtern: die Radverkehrsinfrastruktur des gesamten Stadtgebietes wurde hier erfasst. Einfach perfekt für die Suche nach dem optimalen (Rad)Weg zur Arbeit oder in der Freizeit.

In der neuen Auflage werden alle für den Radverkehr in Bielefeld wichtigen Informationen zusammengestellt: Wie komme ich in die Innenstadt? Wo kann ich mein Fahrrad sicher abstellen? Welche Regeln gelten für Radfahrer? Wo verlaufen die schönsten Routen? Was macht der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC)? Ein Verzeichnis zum leichten Auffinden aller Straßen in Bielefeld rundet die vielfältigen Informationen ab.

Der Beigeordnete für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Mobilität Gregor Moss freut sich über die Neuauflage: „Der Fahrradstadtplan bietet allen Bielefeldern eine wertvolle Hilfe bei der Streckenwahl. Die eindeutige Darstellung aller Radwege und der Straßen nach Verkehrsaufkommen, ermöglicht es, die besten Wege-Alternativen durch Bielefeld zu finden. Strecken mit verkehrsbedingt hohen Emissionen oder breite und vielbefahrene Straßen können beispielsweise durch die Wahl von ruhigeren Alterativrouten bewusst gemieden werden. Das Radfahren wird so noch gesünder, sicherer und schöner.”

Der Bielefelder Fahrradstadtplan ist ein gemeinsames Produkt des ADFC, des Amtes für Geoinformation und Kataster sowie des Amtes für Verkehr und wurde vom Land Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützt und liegt in einer Auflage von 40.000 Exemplaren vor. Erstmalig erhältlich ist der Fahrradstadtplan bei der Drahtesel-Messe im Rahmen des Radfestes NRW am 10. und 11. Juni 2017 an der Radrennbahn an den Informations-Ständen des ADFC und des Amtes für Verkehr.
Der neue Fahrradstadtplan 2017 ist ab sofort kostenlos erhältlich in der Touristinformation, dem Bürgeramt, den Bezirksämtern, im mobiel-Haus, beim ADFC sowie im Amt für Verkehr im Technischen Rathaus.
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Radverkehrsförderung in Bielefeld

Rückblick 2016 und Ausblick 2017
Kreuzung Artur-Ladebeck-Straße/Haller Weg (links)
Kreuzung August-Bebel-Straße / Paulusstraße (rechts)
Im vergangenen Jahr 2016 wurde eine Reihe von Maßnahmen mit Verbesserungen für den Radverkehr durch das Amt für Verkehr umgesetzt. Dies waren im Einzelnen:

Anlage beidseitiger Schutzstreifen
  • Carl-Severing-Straße zwischen Am Lichtebach und Paul-Schwarze-Straße
  • Potsdamer Straße zwischen Alter Postweg und Friedrich-Hagemann-Straße
  • Oldentruper Straße zwischen Otto-Brenner-Straße und Stralsunder Straße
  • Stieghorster Straße zwischen Detmolder Straße und Reichenberger Straße
  • Twellbachtal zwischen Dornberger Straße und An der Krebskuhle
  • Cheruskerstraße zwischen Gütersloher Straße und Gaswerkstraße

Verbesserung der Rad- und Fußgängerverkehrsführung in Knotenpunkten
  • Artur-Ladebeck-Straße mit Haller Weg/Gadderbaumer Straße und mit Friedrich-List-Straße/Quellenhofweg
  • Jöllenbecker-/Spenger-/Dorf-/Beckendorfstraße
  • Sieker Kreuzung (Detmolder Straße/Otto-Brenner-Straße/Osningstraße)


Weitere Maßnahmen sind für eine Umsetzung im Jahr 2017 geplant bzw. wurden bereits begonnen:

Anlage von beidseitigen Radverkehrsanlagen (Schutzstreifen/Radfahrstreifen)
  • Sudbrackstraße zwischen Grasweg und Lange Straße
  • Voltmannstraße zwischen Schloßhofstraße und Jöllenbecker Straße
  • Beckhausstraße zwischen Brüggemanstraße und Schildescher Straße
  • Detmolder Straße zwischen Lagesche Straße und Pyrmonter Straße

Anlage von einseitigen Gehwegen bzw. Geh-/Radwegen
  • Bodelschwinghstraße zwischen Am Frölenberg und Eggeweg (Geh-/Radweg)
  • Quellenhofweg zwischen Maraweg und Ebenezerweg (Gehweg)
  • Friedrichsdorfer Straße zwischen Niederheide und Stadtgrenze (Anlage Geh-/Radweg)
    Maßnahme des Landesbetriebes Straßenbau NRW

Erweiterung/Verbesserung der Radabstellanlagen
  • rund um das Rathaus, an verschiedenen Schulen und am Bahnhof Sennestadt

Darüber hinaus werden derzeit die Erweiterung des Freizeitroutennetzes und die Neuauflage des Fahrradstadtplans vorbereitet. Mit der Erarbeitung eines Radverkehrskonzeptes als eine der Maßnahmen aus BYPAD soll noch im Jahr 2017 begonnen werden.