Ergänzung des Radwegenetzes in Bielefeld zur Steigerung des Radverkehrs im Alltag

Logos des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative
Die Stadt Bielefeld ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Detmold. Auf einer Fläche von 257,91km² leben rund 334.000 Einwohner (Stichtag: 31.12.2015). Die Gesamtlänge des öffentlichen Straßennetzes einschließlich selbstständiger Geh- und Radwege beträgt cirka 1.735 km, die Länge des Radwegenetzes davon etwa 310 km.

Der Rat der Stadt Bielefeld hat am 19. Juni 2008 das „Handlungsprogramm Klimaschutz” beschlossen und sich damit verpflichtet, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die Bielefelder Klimaziele bis zum Jahr 2020 zu erreichen: Reduktion des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent, Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien auf 20 Prozent.

Zur Erreichung dieser Ziele soll u.a. der Radverkehrsanteil durch eine Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur gestärkt werden.

Zwischen März und Dezember 2016 wurde die Cheruskerstraße zwischen der Gütersloher Straße und der Bahnunterquerung umgebaut, im weiteren Verlauf bis zur Gaswerkstraße erfolgte eine Deckensanierung. Im Zuge des Ausbauabschnittes zwischen der Gütersloher Straße und der Bahnunterquerung wurde im Fahrbahnbereich ein Schutzraum für Radfahrer in Form von beidseitigen Schutzstreifen angelegt. Weiterhin wurden am Knotenpunkt Gütersloher Straße/ Cheruskerstraße umfangreiche Markierungsarbeiten zur sicheren Führung des Radverkehrs ausgeführt.

Auch in der Carl-Severing-Straße wurde auf dem Abschnitt zwischen der Straße Am Lichtebach und dem Bahnhof Quelle im Herbst 2016 die Fahrbahn erneuert. Im Zuge dieser Maßnahme wurden durchgehende Radverkehrsanlagen in Form von Radfahr- bzw. Schutzstreifen in den Querschnitt integriert. Hierdurch konnte ein Lückenschluss zwischen den bereits bestehenden Radverkehrsanlagen sowohl in Richtung Innenstadt als auch in Richtung Steinhagen geschaffen werden.

Die Kostenanteile für die Maßnahmen des Radverkehrs bei diesen Vorhaben fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit 40 Prozent unter dem Titel: „KSI: Ergänzung des Wegenetzes für den alltagsorientierten Radverkehr durch die Einrichtung von Radfahrstreifen und Schutzstreifen in der Carl-Severing-Straße und der Cheruskerstraße, Stadt Bielefeld” mit dem Förderkennzeichen 03K02044.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.