Radfahrstreifen

Ebenso wie Schutzstreifen bieten Radfahrstreifen aufgrund ihrer ebenen Oberfläche (Asphalt) und der geraden Linienführung Radfahrern einen hohen Fahrkomfort. Zudem sind sie sehr sicher, da Radfahrer sich dort im Blickfeld von Autofahrern bewegen. Bei den in der Vergangenheit fast ausschließlich gebauten Hochbordradwegen (in der Regel rot gepflasterte Radwege neben einem Gehweg, die durch einen Bordstein von der Fahrbahn getrennt sind) kam es vielfach zu Konflikten. Radfahrer waren für Autofahrer hinter parkenden Autos schlecht zu erkennen, so dass es an Einmündungen und Grundstückszufahrten bei abbiegenden Autos nicht selten zu Unfällen kam. Zudem fühlten sich Fußgänger bei beengten Platzverhältnissen durch Radfahrer an die Seite gedrängt und verunsichert.

Radfahrstreifen schaffen Raum für Radfahrer, ohne den Kfz-Verkehr zu beeinträchtigen. Unfallauswertungen haben gezeigt, dass durch die Anlage von Radfahrstreifen die Zahl der Unfälle deutlich zurück geht. Konfliktsituationen zwischen Auto- und Radfahrern sowie Radfahrern und Fußgängern werden vermieden.

In Bielefeld wurden Radfahrstreifen u. a. in der Stapenhorststraße, am Niederwall, in der Werner-Bock-Straße und in der Carl-Servering-Straße angelegt. Weitere Maßnahmen, bei denen Radfahrstreifen markiert werden sollen, sind derzeit in Planung.