Ergebnisse für Bielefeld


Stadtbahn 2030 – Studie zur Erweiterung des Stadtbahnnetzes

Ausgehend von dem politischen Beschluss, das Stadtbahnnetz weiter auszubauen und eine Machbarkeitsuntersuchung für die Stadtbahn nach Heepen in Auftrag zu geben, konnten die dafür erforderlichen Untersuchungen und Planungen in das EU Projekt integriert und finanziert werden.

Des Weiteren konnte durch das BAPTS-Projekt im Rahmen einer Potentialanalyse der weitere Ausbau des Stadtbahnnetzes untersucht werden. Auf der Grundlage dieser Untersuchungen wurden die weiteren Ausbaumaßnahmen der Stadtbahn (Milse-Ost, Hochschulcampus, Heepen, Hillegossen, Sennestadt) priorisiert.

Ferner wurde untersucht, inwieweit das bestehende Netz der Deutschen Bahn für die Stadtbahn genutzt werden könnte. Das Ergebnis fiel negativ aus, weil zum einen die Bahnstrecken nicht die wichtigen Einwohnergebiete durchqueren und zum anderen die Kosten für eine Nutzung durch die Stadtbahn zu hoch wären. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde entschieden, die Idee einer Nutzung des DB-Netzes nicht weiter zu verfolgen, sondern die Stadtbahnerweiterung mit neuen Trassen zu planen.

Förderung des Radverkehrs

Mit Hilfe der Mittel aus dem BAPTS-Projekt konnten im Hinblick auf die Förderung des Radverkehrs und des Umstiegs auf umweltfreundliche Verkehrsmittel verschiedene Informationsmaterialien finanziert werden. Neben Broschüren zur Radverkehrssicherheit und über Fahrradrouten konnten auch die Werbemaßnahmen der Veranstaltung „ohne auto mobil” gefördert werden.

„Mobilität für alle“

unter Berücksichtigung des demografischen Wandels in Bielefeld
Fußgänger und Radfahrer kreuzen Straße
Im Rahmen des BAPTS-Projekts wurde 2010 eine Haushaltsbefragung in Bielefeld zum Mobilitätsverhalten durchgeführt werden. Die Ergebnisse (u.a. Modal Split) sind in der Broschüre PDF-Dokument  [999 KB]"Das Verkehrsverhalten der Bielefelder Bevölkerung" veröffentlicht.

Basierend auf den Ergebnissen der Haushaltsbefragung wurde in einem zweiten Schritt eine Prognose zum künftigen Mobilitätsverhalten und dem künftigen Verkehrsaufkommen in Bielefeld erstellt, die wichtige Grundlagen für die weitere Verkehrsplanung liefert. Diese Ergebnisse sind in der Broschüre PDF-Dokument  [491 KB]„Demografischer Wandel und ÖPNV” veröffentlicht worden.

Förderung der ÖPNV-Nutzung bei Großveranstaltungen

Die Nicht-Nutzung des ÖPNV beruht nicht selten auf Vorurteilen. Hierzu wurden von moBiel zwei zielgruppenorientierte Studien in Auftrag gegeben, mit denen einerseits psychologische und andererseits quantitative Gründe untersucht wurden. Beide Studien führten zu dem Resultat, dass von moBiel eine verstärkte Kommunikation mit den Fahrgästen und eine „helfende Hand” seitens moBiel gewünscht werden. Aufgrund dieser Ergebnisse startete moBiel eine neue Marketing-Kampagne (z.B. „Hellwach”) und veranstaltungsbezogene Informationen (z.B. zu den „Nachtansichten” oder zum Sparrenburgfest 2010).

Verbesserte Informationen für Fahrgäste im Internet

Das Internet wird als Informationsquelle für Fahrplaninformationen immer wichtiger. MoBiel hat damit begonnen, den Internet-Auftritt entsprechend zu überarbeiten, die Verbindung zur Handy-Technologie zu verbessern und ihn sowohl in sprachlicher Hinsicht als auch in der Darstellung barrierefreier zu machen. Zwei Informationsmonitore für das moBiel-Haus konnten durch die BAPTS-Förderung angeschafft werden.

Dynamisches Verkehrsmanagement

Fahrgastinformation in Echtzeit in den Verkehrsmitteln
In den neuen „VAMOS”-Zügen werden die Fahrgäste über Monitore in Echtzeit über den nächsten Halt, Umsteige-/Anschlussmöglichkeiten, Verspätungen und weitere Verbindungen informiert. Die Fahrgäste erfahren somit, ob sie ihre Anschlussverbindung erreichen oder nicht. Die Nachrüstung der älteren Stadtbahn-Züge wurde zum Teil aus BAPTS-Mitteln finanziert.


Handy-Ticket

Die Einführung des Handy-Tickets bei moBiel wurde ebenfalls über das BAPTS-Projekt mitfinanziert.

Erfahrungsausstausch, gemeinsames Lernen, wertvolle Kontakte

Ein wesentlicher Aspekt der EU-Projekte ist die transnationale Zusammenarbeit, die große Chancen eröffnet. Die lokale und regionale Kooperation in EU-Projekten liefert neben dem Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Städten und Regionen, die vor ähnlichen Problemen und Herausforderungen stehen, auch Kompetenz- und Imagegewinne für die beteiligten Partner.

Bielefeld konnte durch die Beteiligung am BAPTS-Projekt wertvolle und wichtige Kontakte in Europa und zu den EU-Institutionen knüpfen und an Ansehen auf europäischer Ebene hinzugewinnen. Dadurch konnten inzwischen neue Projekte und zusätzliche finanzielle Fördermöglichkeiten akquiriert werden(„Cradle to Cradle – Business Innovation & Improvement Zones”, „SYNAPTIC” oder „Ticket to Kyoto”). Darüber hinaus wurde die Stadt Bielefeld aufgefordert, das BAPTS Projekt als Beispiel für ein sowohl erfolgreiches als auch organisiertes EU-Projekt international zu präsentieren (z.B. während der OPEN DAYS 2010 der EU-Kommission) und hat die EU ihr Interesse an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Stadt Bielefeld als Projektpartner bekundet.

Weitere Ergebnisse der europäischen Projektpartner unter Externer Linkwww.bapts.eu