Unfallkommission Bielefeld

Logos der Mitglieder der Unfallkommission
Rund 500 Unfallkommissionen gibt es in Deutschland. Ihre Aufgabe ist es, die Straßen sicherer zu machen und dadurch Unfälle zu vermeiden. In diesen Kommissionen arbeiten Experten in Sachen Verkehr aus verschiedenen Bereichen zusammen und „bündeln” so ihr Fachwissen und Ihre langjährige Erfahrung.

In Bielefeld besteht die Unfallkommission aus Mitgliedern der Straßenverkehrsbehörde, dem Verkehrskommissariat der Polizei, dem Landesbetrieb Straßenbau NRW, der Verkehrslenkung und der Bezirksregierung Detmold. Bei Bedarf werden weitere Institutionen, z.B. Schulen und Verkehrsbetriebe, hinzugezogen.

Die Unfallkommission berät regelmäßig, mindestens jedoch einmal pro Jahr, über auffällige Unfallpunkte (so genannte Unfallhäufungsstellen) in Bielefeld.
Unfallhäufungsstellen sind Stellen, an denen im Laufe eines Jahres bzw. von drei Jahren eine bestimmte Anzahl von schweren Unfällen oder Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern passiert sind.

Unfallhäufungsstellen werden durch die ständige Beobachtung des Unfallgeschehens durch die Polizei aufgespürt. Gemeinsam werten die Mitglieder der Unfallkommission die Unfalldaten aus und beraten, wie solche Stellen beseitigt werden können.
Eine geeignete Maßnahme zur Beseitigung und Entschärfung einer solchen Stelle kann z.B. eine neue Beschilderung sein.

Bericht der Unfallkommission für 2014

Unfallentwicklung
Im Jahr 2014 ereigneten sich im Bereich der Stadt Bielefeld 9.297 Verkehrsunfälle. Das sind 0,4 % oder 33 Unfälle weniger gegenüber dem Jahr 2013.

8227 Unfälle (davon 1781 mit Flucht) waren Verkehrsunfälle mit Sachschaden, die mit einem Verwarngeld geahndet oder zur Anzeige gebracht wurden (-0,8 %). Bei 1070 Unfällen (davon 83 mit Flucht) verunglückten Personen, dies sind 34 Unfälle oder 3,3 % mehr als im Vorjahr. Bei drei Unfällen erlitten drei Menschen tödliche Verletzungen (-25,0 %). Die Anzahl der Unfälle mit Schwerverletzten sank um 5,9 %, die Zahl der Unfälle mit Leichtverletzten stieg dagegen um 5,8 %. Die Anzahl der Schwerverletzten reduzierte sich um 12 auf 192 (-5,9 %), die Anzahl der Leichtverletzten erhöhte sich um 88 auf 1181 (8,1 %). Bei insgesamt 1864 Unfällen entfernten sich die Verursacher, ohne ihre Personalien anzugeben und die Art der Beteiligung mitzuteilen (-7,1 %).

In den Sitzungen der Unfallkommission am 05.02.2015 und am 28.04.2015 wurde insgesamt über 26 Unfallhäufungsstellen aus dem Jahr 2014 beraten, darunter 4 erstmalige UHSt. Von den insgesamt 26 Unfallhäufungsstellen aus 2013 waren 20 im Jahr 2014 keine Unfallhäufungsstellen mehr.

Die Anzahl der verunglückten Kinder geht seit 2011 kontinuierlich zurück.
Gegenüber 2013 halbierte sich die Zahl der schwerverletzten Kinder auf 10. Darunter waren 6 Fußgänger-/innen. Gut die Hälfte der verunglückten Kinder sind die sogenannten aktiven Verkehrsteilnehmer, also Fußgänger und Rad Fahrende. Als Fußgänger verunglückten 32 (43), als Rad Fahrende 22 (24) Kinder.

49 Kinder erlitten bei Unfällen als Mitfahrer Verletzungen; 3 wurden schwer und 46 leicht verletzt.
54 (70) Kinder verunglückten als Rad Fahrende und Fußgänger, 7 wurden schwer und 47 leicht verletzt.

Die Anzahl der verunglückten Senioren ist erneut angestiegen.
In 135 Fällen verursachten Senioren einen Unfall, bei dem entweder sie selbst oder andere Verkehrsteilnehmer verletzt wurden.
In 120 Fällen waren sie Pkw-Fahrer, in 13 Fällen Rad Fahrende und in 2 Fällen Fußgänger. Häufigste Unfallursachen sind in 39 Fällen „Vorfahrtsverletzungen”, gefolgt von „Fehler beim Abbiegen (28)” und „Nicht angepasste Geschwindigkeit (4)”.

Der Bevölkerungsanteil der Senioren liegt in Bielefeld bei 20%. Aus dieser Altersgruppe heraus wurden 14,4% aller Verkehrsunfälle verursacht.

Die Zahl der verunglückten zu Fuß Gehenden ist erstmals seit Jahren deutlich zurückgegangen.
Eine 37-jährige Fußgängerin übersah offensichtlich bei Dunkelheit und Regen eine Straßenbahn, als sie den Niederwall in Höhe Am Bach überqueren wollte. Bei dem Zusammenprall erlitt sie tödliche Verletzungen.

Ein 76-jähriger Fußgänger überquerte die Artur-Ladebeck-Straße bei Rotlicht. Es kam zum Zusammenstoß mit einem PKW, bei dem sich der Fußgänger tödliche Verletzungen zuzog.

Die Anzahl der verunglückten Rad Fahrenden hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen.
Ein 46-jähriger Radfahrer überquerte bei Rotlicht eine Fußgängerfurt auf der Brackweder Straße und kollidierte mit einer Straßenbahn. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu.

Ursache / Mitursache war in 48 Fällen die „Benutzung der falschen Richtungsfahrbahn” durch Rad Fahrende; in 12 Fällen war bei ihnen „Alkoholeinfluss” unfallursächlich.

„Vorfahrtsverletzungen” durch andere Verkehrsteilnehmer führten in 112 Fällen dazu, dass Radler verunglückten. In weiteren 78 Fällen war „Fehler beim Abbiegen” die Ursache.

Unfallpunkte 2014
  • Eckendorfer Straße/ Am Stadtholz
  • Artur-Ladebeck-Straße/ Am Ellerbrocks Hof
  • Artur-Ladebeck-Straße 77-85 (Strecke)
  • Osnabrücker Straße/ Carl-Severing-Straße
  • Jöllenbecker Straße/ Mindener Straße
  • Jöllenbecker Straße/ Koblenzer Straße
  • Jöllenbecker Straße/ Bremer Straße
  • Herforder Straße/ Am Stadtholz/ Stadtheider Str.
  • Kreuzstraße/ Gadderbaumer Straße
  • Heeper Straße/ Otto-Brenner-Straße/ Lohbreite
  • Artur-Ladebeck-Str./ Haller Weg/ Gadderbaumer Str.
  • Jöllenbecker Straße/ Siegfriedstraße
  • Eckendorfer Straße/ Feldstraße
  • Paderborner Straße/ Schlinghofstraße (LBS)
  • Am Stadtholz/ Bleichstraße/ Huberstraße
  • Apfelstraße/ Sudbrackstraße
  • Oerlinghauser Straße/ Lipper Hellweg
  • Arndtstraße/ Weststraße
  • Schildescher Straße/ Nowgorodstraße
  • Jöllenbecker Straße/ Dorfstraße/ Beckendorfstr.
  • Gadderbaumer Straße/ Kantensiek
  • Brackweder Straße/ Friedhofstraße (LBS)
  • Engersche Straße/ Niederfeldstraße
  • An der Reegt (Endhaltestelle)
  • Schröttinghauser Straße/ Beckendorfstraße (LSB)
  • Artur-Ladebeck-Str./ Hauptstr./ Gütersloher Str.


Archiv




  • 2010: 402 Unfälle mehr, aber 235 Unfälle mit Personenschaden weniger als 2009 PDF-Dokument Bericht 2010

  • 2009: 182 Unfälle weniger als 2008 PDF-Dokument Bericht 2009

  • 2008: 640 Unfälle weniger als 2007 PDF-Dokument Bericht 2008

  • 2007: 659 weniger Unfälle als 2006 PDF-Dokument Bericht 2007

Die Unfallkommission Bielefeld bittet alle Verkehrsteilnehmer:
Runter vom Gas und mehr gegenseitige Rücksicht im Verkehr -
damit kann jeder einen Beitrag für mehr Verkehrsicherheit leisten!




Kontakt/ Mitglieder

  • Straßenverkehrsbehörde
    Ralf Kleimann(Vorsitz)
    Tel. 0521 51-3813
    E-MailE-Mail

  • Verkehrslenkung als Straßenbaulastträger
    Hans-Werner Schütte
    Tel. 0521 51-3369
    E-MailE-Mail

  • Externer LinkVerkehrskommissariat des Polizeipräsidiums
    Werner Lasner
    Tel. 0521 5455163
    E-MailE-Mail

  • Landesbetrieb Straßenbau NRW - Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe
    Alexandra Klose
    Tel. 0521 1082-427
    E-MailE-Mail