Unfallkommission Bielefeld

Logos der Mitglieder der Unfallkommission
Rund 500 Unfallkommissionen gibt es in Deutschland. Ihre Aufgabe ist es, die Straßen sicherer zu machen und dadurch Unfälle zu vermeiden. In diesen Kommissionen arbeiten Verkehrsexperten aus verschiedenen Bereichen zusammen und bündeln so ihr Fachwissen und ihre langjährige Erfahrung.

In Bielefeld besteht die Unfallkommission aus Mitgliedern der Straßenverkehrsbehörde, dem Verkehrskommissariat der Polizei, dem Landesbetrieb Straßenbau NRW, der Verkehrslenkung und der Bezirksregierung Detmold. Bei Bedarf werden weitere Institutionen, zum Beispiel Schulen und Verkehrsbetriebe, hinzugezogen.

Die Unfallkommission berät regelmäßig, mindestens jedoch einmal pro Jahr, über auffällige Unfallpunkte (sogenannte Unfallhäufungsstellen und -linien) in Bielefeld.
Unfallhäufungsstellen sind Stellen, an denen im Laufe eines Jahres beziehungsweise von drei Jahren eine bestimmte Anzahl von schweren Unfällen oder Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern passiert sind. Unfallhäufungsstellen werden durch die ständige Beobachtung des Unfallgeschehens durch die Polizei aufgespürt.

Zudem werden alle drei Jahre Untersuchungen für besondere Unfallmerkmale auf Außerortsstraßen durchgeführt. Dies sind Unfällen mit Aufprall auf Bäume, Motorradunfälle und Unfälle in Kurven.

Gemeinsam werten die Mitglieder der Unfallkommission die Unfalldaten aus und beraten, wie solche Stellen beseitigt werden können.

Bericht der Unfallkommission für 2017

Unfallentwicklung
Im Jahr 2017 ereigneten sich im Bereich der Stadt Bielefeld 10.299 Verkehrsunfälle. Das sind 2,3 % oder 239 Unfälle weniger als im Vorjahr.

9.237 Unfälle waren Verkehrsunfälle mit Sachschaden, die mit einem Verwarngeld geahndet oder zur Anzeige gebracht wurden (-1,5 %).

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden sank dabei um 101 Unfälle (-8,7%). Bei zehn Unfällen erlitten Menschen tödliche Verletzungen (+25,0%). Die Anzahl der Unfälle mit Schwerverletzten sank um 29 (-12,6%), die Zahl der Unfälle mit Leichtverletzten sank um 74 (-8,0%).

Hauptunfallursache Nr. 1 in der Stadt Bielefeld ist nach wie vor „Fehler beim Abbiegen/ Wenden/ Rückwärtsfahren/ An– und Einfahren”. Zweithäufigste Hauptunfallursache ist „Vorfahrt/ Vorrang” vor „Abstand”.

Die Anzahl der verunglückten Kinder blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich. Es verletzten sich 115 Kinder (116). Die Anzahl der schwerverletzten Kinder blieb
gegenüber dem Vorjahr ebenfalls nahezu gleich (23 zu 22).
75 (69) Kinder verunglückten als Rad Fahrende und Fußgänger, davon 19 (23) auf dem Schulweg. 39 Kinder erlitten bei Unfällen als Mitfahrer Verletzungen.

Die Anzahl der verunglückten Jugendlichen sank gegenüber dem Vorjahr. Bei den Fußgängern reduzierte sich die Zahl der Verunglückten um 6, dagegen verletzten sich mehr Mitfahrer (+4).
10 Jugendliche verursachten einen Unfall selbst. Im Einzelnen waren dies 4 mit motorisierten Zweirädern, 5 als Rad Fahrende und 1 als Fußgänger.

Die Anzahl der bei Unfällen verletzten jungen Erwachsenen sank gegenüber dem Vorjahr um 27 (11,1%). Die Anzahl der schwerverletzten jungen Erwachsenen reduzierte sich ebenfalls.

Die Anzahl der verunglückten Senioren reduzierte sich um 18,5%.
Es verunglückten im Vergleich zum Vorjahr 34 Senioren weniger, dabei wurden fünf (6) Senioren getötet.

Die Anzahl der verunglückten Rad Fahrenden sank im Vergleich zum Vorjahr um 11,5%.
Ein Rad Fahrender wurde getötet, die Anzahl der Schwerverletzten reduzierte sich um 16, die der Leichtverletzten um 24 Personen.
Die Anzahl der Unfälle mit Pedelecs stieg um einen Unfall auf 23 (22).

Die Anzahl der verunglückten Fußgänger stieg insgesamt an. Dies zeigt sich insbesondere bei den Zielgruppen Kinder, Junge Erwachsene und Erwachsene.
Fünf (5) Fußgänger wurden tödlich verletzt. Vier dieser Fußgänger (94, 81, 75, 52 J.) wurden beim Überqueren der Fahrbahn getötet. Ein Fußgänger (84 J.) wurde angefahren, als ein PKW-Fahrer diesen beim Ausfahren von einem Parkplatz übersah. Hierbei zog er sich tödliche Kopfverletzungen zu.

Die Anzahl der verunglückten Fahrer/ Mitfahrer eines motorisierten Zweirades (101 zu 117) sank im Vergleich zum Vorjahr.

Die Anzahl der Unfälle mit Flucht nahm gegenüber dem Vorjahr um 54 (2,3%) auf insgesamt 2.329 ab.
Die Anzahl der Unfallfluchten mit Personenschaden sank von 104 auf 83.

Unfallpunkte 2017

• Friedrich-Verleger-Str. 10-30
• Osningstr./ Selhausenstraße
• Beckhausstraße/ Deciusstraße
• Westerfeldstr./ Theesener Straße
• Adenauerplatz
• Beckhausstraße/ Engersche Str.
• Herforder Str./ Rabenhof
• Hillegosser Str. /Hassebrock
• Alfred-Bozi-Str./ Elsa-Brändström-Str.
• Eckendorfer Str./ Ziegelstr.
• Gütersloher Str./ Queller Str.
• Arndtstr. / Weststraße
• Artur-Ladebeck-Str. / Eggeweg
• Engersche Str./ Niederfeldstr.
• August-Bebel-Str./ Werner-Bock-Str.
• Detmolder Str. /Wappenstr.
• Jöllenbecker Str. / Amtsstraße
• Elsa-Brändström-Str./ Am Zwinger
• Neustädter Str./ Am Bach
• Windelsbleicher Str. / Friedrichsdorfer Str./ Am Waldbad
• Milser Str. / Sandbrink
• Jöllenbecker Straße / Mindener Straße/ Am Güterbahnhof


Archiv


Die Unfallkommission Bielefeld bittet alle Verkehrsteilnehmer:
Runter vom Gas und mehr gegenseitige Rücksicht im Verkehr -
damit kann jeder einen Beitrag für mehr Verkehrsicherheit leisten!




Kontakt/ Mitglieder

  • Straßenverkehrsbehörde
    Ralf Kleimann(Vorsitz)
    Tel. 0521 51-3813
    E-MailE-Mail

  • Verkehrslenkung als Straßenbaulastträger
    Stefan Meyer
    Tel. 0521 51-3369
    E-MailE-Mail

  • Externer LinkVerkehrskommissariat des Polizeipräsidiums
    Harald Schwarz
    Tel. 0521 5455164
    E-MailE-Mail

  • Landesbetrieb Straßenbau NRW - Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe
    Alexandra Klose
    Tel. 0521 1082-427
    E-MailE-Mail