Grenzkommission

Kein Vermessungs- und Katasteramt war beteiligt, als 1783 ein Grenzabschnitt zwischen dem Lockhauser Baum und Dalbke in der Senne vermessen und mit Grenzsteinen versehen wurde. Die mit den erforderlichen Vollmachten ausgestattete Kommission bestand aus dem
    Archivrat Knoch, Detmold
    Amtmann Meyer, Oerlinghausen
    Amtsrat Grimmel, Schötmar
    Amtmann Meyer, Heepen
    Forstschreiber Lampe, Bielefeld
    Landvermesser Graf, Schildesche.


Karte 1784 von J. L. Graf (Original im Staatsarchiv Detmold)

63 Grenzsteine markieren also seit 1784 diesen Abschnitt der lippisch-ravensbergischen Grenze, dessen Verlauf zuvor nur durch Bäche, Landwehren, Hecken, einzelne Kieserlinge und Grenzbäume gezeichnet war. Der obige Kartenausschnitt zeigt ein Teilstück der vermessenen Grenze im Bereich Ubbedissen. Zwischen den Grenzsteinen (im Bild in rot) No. 50 und No. 51 hat der Topograf als altes Grenzzeichen einen Schnatstein (Kieselstein = Findling) kartiert. Der unten stehende Kartenausschnitt zeigt mehrere Bäume der ehemaligen Grenzfestlegung zwischen No. 41 und No. 43.

Kartenausschnitt mit Grenzbäumen zwischen den Steinen No. 41 und 43 auf der Karte von 1784.