Asemisser Schlinge


1788 befand sich der Weg von Ubbedissen nach Oerlinghausen beiderseits der Grenze in einem so schlechten Zustand, dass er von Fuhrwerken ungern benutzt wurde. Der Ausbau dieser Landstraße erfolgte 1844 - 46, der Grenzstein No. 54, der hier seit 60 Jahren stand, wurde einige Ruten südlich wieder aufgestellt.

Unübersehbar ist dieser etwa 2,5 Meter hohe Grenzstein östlich des Rollkruges an der Detmolder Straße. Seit vielen Jahrzehnten weist er auf die hier verlaufende Landesgrenze hin. Nachträglich erhielt der Stein eine gegossene Metallplatte mit dem 1881 eingeführten Wappen der Provinz Westfalen. Die Schriftzüge kamen erst 1918 nach Ablösung der Monarchie hinzu. Das Königreich Preußen und das Fürstentum Lippe wurden in Freistaaten umbenannt. Beim Ausbau der Bundestrasse 66 wurde er nochmals ein Stückchen versetzt, und steht heute am Rad- und Fußweg.

Urmesstischblatt von 1837, Blatt 4017 Brackwede (Reprint), Landesvermessungsamt NRW 1994 (Hrsg.)
Der Name Rollkrug hat seinen Ursprung in den Namen "Rüllkamp" und "Rülleberg", die nördlich und südlich der Landstraße im Urmesstisch-
blatt von 1837 zu lesen sind. Auf preußischen Karten wurden fremde Gebiete (hier: Fürstentum Lippe) als weiße Fläche dargestellt.