Vierländereck

Wenige Kilometer von der Bielefelder Innenstadt entfernt gab es einst ein Vierländereck. Vier selbständige Länder, die Grafschaft Ravensberg, die Grafschaft Lippe (seit 1789 Fürstentum), das Bistum Paderborn und die Grafschaft Rietberg stießen in der nördlichen Senne, im heutigen Ortsteil Dalbke, aneinander. Hier befinden sich einige ganz besondere Grenzsteine.

Das Vierländereck war häufig das Ziel preußischer Deserteure. Den in Bielefeld Entflohenen bot der Teutoburger Wald und die dünn besiedelte Senne viel Schutz. Gelang der Grenzübertritt, war für sie der unbeliebte Soldaten-
stand beendet.




Grenzsteine aus dem Vierländereck

Grenzsteine aus dem Vierländereck

Der dreieckige Stein links wurde 1757 gesetzt, er trägt die Lippische Rose, den Adler des Wenzel Anton Graf zu Rietberg (Mitte) und ein stark verwittertes Paderborner Kreuz.
Nur wenige Meter vom 1757 gesetzten dreieckigen Grenzstein steht der ebenfalls dreieckige Stein (Bild rechts), der die Grafschaft Lippe, Ravensberg und Rietberg trennt. Die Rietbergische Regierung ließ 1784 ihr Wappen nicht einmeißeln, somit blieb die dritte Seite dieses Steines leer.
Der Standort der Steine ist auch im Bild in neuem Fenster anzeigenKartenauschnitt der historischen Darstellung von 1784 sichtbar.