Die Kampagne „Fairtrade-Schools“ in Bielefeld

Nachdem die „Fairtrade Stadt Bielefeld” das Veranstaltungsjahr mit vielen unterschiedlichen Aktionen zum Thema Fairtrade begonnen hat, können nun die Schulen aktiv werden: Die Kampagne „Fairtrade-Schools” ruft Schulen dazu auf, sich für den fairen Handel zu engagieren.
Die Kampagne „Fairtrade-Schools” kooperiert mit der Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit”, einer Bildungskampagne des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW. Von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW wird die Kampagne „Fairtrade-Schools” außerdem finanziell gefördert. Schulen in NRW können so alle Materialien kostenfrei bestellen und werden von TransFair betreut.

Seit dem 01.10.2012 können sich Schulen für die Bewerbung als Fairtrade-School auf der Homepage der Kampagne registrieren. In NRW sind bislang zwölf Schulen als offizielle Fairtrade-School ausgezeichnet worden – in ganz Deutschland sind es 24, viele weitere befinden sich im Bewerbungsprozess.
Einige Schulen in Bielefeld haben bereits das wichtige Thema „Globales Lernen” integriert, haben eine Partnerschule in einem Land aus dem Süden, beteiligen sich an der Kampagne „Schule der Zukunft” oder engagieren sich anderweitig für die Bereiche nachhaltiges und internationales Lernen. Der Schritt zur ersten Fairtrade-Schule Bielefelds ist somit leicht gemacht!


Warum ist fairer Handel wichtig?

Eine Handvoll frischer Kaffeebohnen
Fair gehandelte Produkte ermöglichen durch festgelegte Mindestpreise und Prämien eine deutliche Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Bauern- und Produzentenfamilien besonders in Entwicklungsländern. Da immer mehr Konsumenten verantwortungsbewusster einkaufen möchten, erfreuen sich Fairtrade-Produkte in den letzten Jahren immer größerer Nachfrage.
Die Kampagne „Fairtrade-Schools” bietet nun Schulen die Möglichkeit dazu beizutragen, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern verbessert werden und dass Kinder nicht zu Kinderarbeit gezwungen werden. Dies kann im Schulalltag auf kreative Weise integriert und aktiv durch die Schüler/innen umgesetzt werden. Gleichzeitig wird die Schule für ihr Engagement ausgezeichnet.

Wie läuft die Bewerbung als Fairtrade-School ab?

Sind die folgenden fünf Kriterien erfüllt, kann sich deine Schule als Fairtrade-School für den zunächst zweijährigen Titel bewerben:

  • Gründung eines Fairtrade-Schulteams, das Aktivitäten organisiert und sich für Fairtrade an der Schule einsetzt
  • Verkauf und Verzehr von Fairtrade-Produkten, z.B. von Fairtrade-Schokolade im Schulkiosk oder Fairtrade-Kakao in der Cafeteria
  • Fairtrade im Unterricht, z.B. in Geografie, Politik, den
  • Schulaktionen, z.B. ein faires Fußballturnier oder Fairtrade-Aktionen innerhalb einer Projektwoche
  • Erstellen eines Fairtrade-Kompasses, der die Aktionen festhält und die Teilnahme an der Kampagne bestätigt

Nachdem ein Fairtrade-Schulteam gegründet worden ist, kann sich die Schule online registrieren. Daraufhin ist der Zugang zum Bewerbungsbereich möglich, wo alle Unterlagen für die Bewerbung (z.B. zu den genannten Kriterien) zu finden sind. Wenn alle Unterlagen vollständig bei TransFair eingegangen sind, erhält die Bewerberschule eine Urkunde und bekommt eine eigene Auszeichnungsveranstaltung.

So kann das Thema Fairtrade einen Weg in den Schulalltag finden:

Foto mit Kindern: Mitmachen und Fairtrade-School werden
  • Ein faires Frühstück in der Klasse oder auf dem Schulhof
  • Ein faires Wichteln vor den Weihnachtsferien
  • Berichte über das Thema Fairtrade in der Schülerzeitung
  • Veranstaltung eines Schulfestes mit Fairtrade-Produkten und Infoständen von den Schüler/innen

Im Unterricht können folgende Ideen umgesetzt werden, z.B.:
  • Wie die Kakaobohne aus Brasilien als Schokoladentafel in unseren Supermärkten landet
  • Veranstaltung eines Fairtrade Workshops, von den Schüler/innen organisiert und moderiert
  • Übersetzen von Texten zum Thema Fairtrade in den Fremdsprachen
  • Singen von Liedern aus den Produzentenländern
  • Aufführung eines Theaterstücks, das z.B. von der Situation von Kaffeebauern handelt
  • Und vieles mehr!
Bei der Umsetzung von Fairtrade im Unterricht kann das Welthaus Bielefeld mit den sogenannten „Bildungsbags” Unterstützung bieten. Diese enthalten Projektmaterialien zum Thema „Globales Lernen”. Weitere Ansprechpartner können die Weltläden in Bielefeld sein, welche z.B. bei der Anschaffung von Fairtrade-Schokolade unterstützen können.


Informieren! Weiterführende Quellen



Kontakt

Umweltamt
Birgit Reher
Tel. 0521 51-2870
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