Interessante Bäume

Im Botanischen Garten Bielefeld gibt es eine Vielzahl heimischer und nicht-heimischer Baumarten zu bestaunen. Im PDF-Dokument  [2202 KB]Orientierungsplan ist ein Rundwanderweg mit den interessantesten Arten eingezeichnet. Hier sehen Sie eine Auswahl:


Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum)

Der Mammutbaum ist ein imposanter Großbaum (Nadelgehölz), der etwa 3000 bis 4000 Jahre alt werden kann. Der größte, gleichzeitig auch größtes Lebewesen der Erde, steht im Sequoia Nationalpark in den USA. Im Jahr 1975 war er bereits 84 Meter hoch. Sein Alter wird auf 2500 bis 3000 Jahre geschätzt.
Unser Bielefelder Exemplar wurde um 1912 gepflanzt, ist also bereits etwa 100 Jahre alt. Der Mammutbaum kann über 80 Meter hoch werden und erreicht Stammdurchmesser bis zu 12 Metern an der Basis. Die Rinde wird bis zu 60 Zentimeter dick, ist hell-rotbraun gefärbt und hat eine schwammig-rissige Struktur. Die Früchte sind fünf bis acht Zentimeter lange rotbraune Zapfen.

Tupelobaum (Nyssa Sylvatica)

Der Tupelobaum, auch Nymphenbaum genannt, stammt aus Nordamerika. Seine Besonderheit ist die spektakuläre Herbstfärbung in prachtvollem orangerot bis leuchtend scharlachrot, oft mit violett überlaufen. Der Tupelobaum ist ein unmittelbarer Verwandter des nachfolgenden Taschentuchbaums. Die Amerikaner halten den Tupelobaum für einen ihrer schönsten heimischen Bäume!

Er wird bis zu 30 Meter hoch und 15 Meter breit. Seine Äste setzen auffallend horizontal an. Der Tupelobaum hat eine grau gefärbte Rinde und seine Blätter sind im Sommer glänzend grün, elliptisch bis eiförmig . Die Früchte sind etwa einen Zentimeter lang, eiförmig und schwarzblau gefärbt.

Taschentuchbaum (Davidia involucrata)

Der Taschentuchbaum stammt aus Westchina und wird dort auch „Aufwiedersehenbaum” genannt. In seiner Heimat wird er bis zu 20 Meter hoch. Die Blüten des Taschentuchbaums sind besonders auffallend und interessant konstruiert: Ein etwa zwei Zentimeter großes braunes Köpfchen, das aus vielen männlichen und nur einer weiblichen Blüte besteht, wird von zwei cremeweißen, kahnartig geformten Hochblättern umgeben. Das eine ist etwa 16 Zentimeter lang, das andere nur halb so groß. Zur Blütezeit im Mai / Juni sieht der Baum aus, als wäre er mit im Wind flatternden Taschentüchern behängt. Die Früchte ähneln grünen Walnüssen und enthalten drei bis fünf Samen.

Löwenmäulchenbaum (Paulownia tomentosa)

Der Löwenmäulchenbaum stammt aus China und Japan, nach Deutschland wurde er vor etwa 150 Jahren eingeführt. Er wächst mittelhoch und hat große, hellgrüne Blätter, welche sich im Herbst nicht verfärben.
Der Löwenmäulchenbaum ist etwas ganz Besonderes: In unseren Breiten ist er der einzige blau blühende Baum. Die violettblauen fingerhutähnlichen Einzelblüten bilden kegelförmige, aufrechte Rispen und duften sehr angenehm. Die Früchte sind graubraune, walnussgroße, verholzte Kapseln, die bis zum Frühjahr am Baum bleiben.
Wegen seiner überragenden akustischen Eigenschaften wird das hellbraune Holz des Löwenmäulchenbaums in Japan zum Instrumentenbau verwendet. Früher pflanzte man zur Geburt einer Tochter in Japan eine Paulownie. Zur Hochzeit der jungen Frau lieferte der Baum dann das Holz für einen Kimonoschrank. Weiterhin wurden Blätter, Blüten, Früchte und Wurzeln zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet.

Alpenrose (Rhododendron calophytum)

Rhododendren und Azaleen gehören neben den Rosen zu den beliebtesten Zierpflanzen in unseren Garten- und Parkanlagen. Die Gattung ist mit etwa 1000 Arten sehr vielseitig und hauptsächlich in Südchina, im Himalaya, in Japan und in Korea verbreitet.
Die Alpenrose wird bis zu sechs Meter hoch und hat immergrüne, bis zu 30 Zentimeter lange, lanzettförmige Blätter. Die Blüte liegt im Zeitraum Von Ende Februar bis Ende April. Die Alpenrose wirkt allein durch ihr großes Laub schon sehr imposant. Die Blüten sind groß und glockig und bilden oft zu 30 Stück sogenannte Trauben. Hummeln lieben die Blüten ganz besonders!