Neues Kreuz für Friedhof Lämershagen

Der Glockenturm des Friedhofs Lämershagen erhält ein neues Kreuz, nachdem das alte aus Sicherheitsgründen entfernt werden musste.

Der von der Friedhofsverwaltung des Umweltbetriebes verwaltete Friedhof Lämershagen wurde im September 1872 eingeweiht. Vorher mussten die Verstorbenen der Gemeinden Ubbedissen, Lämershagen und Senne II, die politisch auf preußischem Gebiet lagen, auf dem lippischen Oerlinghausener Friedhof bestattet werden.

Die politische Gemeinde Ubbedissen stellte am 06.10.1847 an „die königliche hochlöbliche Regierung in Minden” den Antrag zur Eröffnung eines eigenen Friedhofs in Ubbedissen, da der Oerlinghausener Friedhofs ob des stetig steigenden Bevölkerungswachstums nahezu voll belegt war. Im Bereich des Pfarrgartens sollten Verstorbene aus Ubbedissen und Lämershagen beigesetzt werden. Nach Eröffnung des Ubbedisser Friedhofs war schon bald ersichtlich, dass auch dieser Begräbnisplatz nicht ausreichen würde. Im Jahre 1862 wurde daher von der Gemeindeversammlung Lämershagen-Gräfinghagen der Beschluss gefasst, in Lämershagen einen eigenen Friedhof zu errichten. Ab dem Jahr 1872 fanden erste Belegungen auf dem Lämershagener Friedhof statt.



Durch den Bau des Glockenturmes im Jahre 1913 wurde der damalige Eingang des Friedhofs besonders betont. Die Glocke, die am 10.05.1913 geweiht wurde, tat nicht nur bei Beerdigungen ihren Dienst, sondern läutete sonnabends den Sonntag ein. Der heutige Eingangsbereich mit Kapelle und den dahinter liegenden Grabstätten wurden erst deutlich später erworben.

Das Betreten des alten Friedhofsteiles durch den Turmeingang aus Teutoburger Sandstein hat noch heute einen besondere Ausstrahlung, werden doch beim Durchschreiten des Torbogens die Besucherinnen und Besucher der Anlage sanft aus der Welt der Lebenden in die der Toten geleitet.

Das den Glockenturm zierenden Holzkreuz musste im August dieses Jahres entfernt werden, nachdem bei Kontrollarbeiten der Friedhofsverwaltung des Umweltbetriebes aufgefallen war, dass es nicht mehr verkehrssicher war. Dank der großzügigen Spende eines lokalen Schreiners, der auch als Bestatter auf dem Friedhof tätig ist, konnte nun das neue Eichenkreuz als zierender Abschluss des Glockenturms wieder angebracht werden. Wegen der zusätzlichen Zinkabdeckung wird es sicherlich erneut einige Jahrzehnte der Witterung trotzen.


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Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld
Abteilung Friedhöfe
Brackweder Straße 80
33649 Bielefeld
Tel. 0521 51-5770