Historie

Wird auch für Gottesdienste genutzt: Die 1959 erbaute Kapelle

Wird auch für Gottesdienste genutzt: Die 1959 erbaute Kapelle

Da in früherer Zeit Lämershagen zu der Gemeinde Oerlinghausen gehörte, wurden die Verstorbenen seit Anfang des 18. Jahrhunderts auf dem Friedhof um die Oerlinghauser Kirche beigesetzt.

Die Schließung des zu klein gewordenen Kirchfriedhofes 1855 brachte die Lämershagener in Schwierigkeiten. Viele waren fest mit Oerlinghausen verbunden und wehrten sich gegen die Bildung einer neuen Kirchengemeinde. Zudem wollte sich die Mehrzahl der Bürger nicht der Anlage des Ubbedisser Friedhofes anschließen, da dieser mangels einer eigenen Kirchenvertretung nicht durch die Kirchengemeinde übernommen werden konnte.

Nachdem es jedoch auf dem neu entstandenen Friedhof im Norden Oerlinghausens für die „Auswärtigen” zu Schwierigkeiten kam, sah man in Lämershagen das Erfordernis, einen eigenen Friedhof zu schaffen. Im September 1872 wurde der Beerdigungsplatz am Ruheweg eingeweiht.

Im Jahr 1913 errichtete die Gemeinde Lämershagen einen Glockenturm über dem Eingang. Die Glocke wurde nicht nur bei Beerdigungen bedient, sondern auch, um am Samstagabend den Sonntag einzuläuten.

Der Friedhof wurde im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts nach Osten hin erweitert. 1959 wurde gegenüber dem Eingang eine Friedhofskapelle errichtet, die seitdem für Trauerfeierlichkeiten sowie regelmäßig auch für Gottesdienste genutzt wird.