Historie

In der Gemeinde Quelle wurde um 1919 verstärkt der Wunsch nach einem eigenen Friedhof laut, da bis dahin die Verstorbenen auf dem Brackweder Friedhof beigesetzt werden mussten.

Für die Bevölkerung bedeutete dies sehr lange Wege. Hierdurch entstanden hohe Kosten bei Bestattungen, verbunden mit einem erheblichen Zeitaufwand, der wiederum finanzielle Einbußen mit sich brachte. Aber auch ein Besuch und die regelmäßige Unterhaltung der Grabstätten gestalteten sich durch die Entfernung sehr umständlich.

Als Vorbild für die Gestaltung der neuen Begräbnisanlage sollte der Sennefriedhof dienen. Der zukünftige Friedhof sollte daher nicht - wie damals oft üblich - aus einer Aneinanderreihung einzelner Grabstätten bestehen, sondern parkartig mit landschaftlicher Gestaltung sein. Die tatsächliche Ausführung erfolgte dann jedoch als architektonischer Friedhof, ganz im Sinne der damals üblichen Gestaltungsprinzipien. Dies lässt sich noch immer gut im ältesten Bereich des Friedhofs erkennen, der eine axiale Gestaltung aufweist. Hier lassen sich auch noch Grabstätten entdecken, die bereits zur Gründungszeit der Friedhofsanlage erworben wurden.

1920 wurden die notwendigen Flächen erworben, am 23.02.1921 erfolgte die Einweihung. Zugleich mit der gärtnerischen Anlage wurde die Friedhofskapelle erbaut, die noch heute die Anlage prägt. Im Jahr 1984 wurde der Friedhof um rund 0,6 Hektar erweitert.

Auf dem Queller Friedhof werden Wahlgrab- und Reihengrabstätten für Erdbestattungen, Urnenwahlgrabstätten sowie seit Herbst 2010 auch Rasenpflegegrabstätten angeboten.