Historie

Im November 1828 wurde der Friedhof Schildesche als Ersatz für den damaligen Friedhof an der Stiftskirche, dem heutigen Kirchplatz, eröffnet. Erste Erweiterungen erfolgten in den Jahren 1891 und 1896. Bereits im Jahre 1910 war die gesamte Fläche des heutigen alten Teiles erschlossen. Das Soldatenehrenfeld wurde 1919 in der Nähe der heutigen Kapelle geschaffen.
Ende der Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts war der Friedhof bereits dicht belegt. Viele Bürger der Gemeinde Schildesche und der umliegenden Orte Brake, Milse, Theesen und Vilsendorf hatten hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Da sich die Eingemeindung nach Bielefeld abzeichnete, drohte auch der Zwang zur Bestattung auf dem Sennefriedhof. Um dies abzuwenden, wurde die Fläche des heutigen neuen Teiles jenseits der Engerschen Straße erworben. Die Stadt Bielefeld stimmte den Erweiterungsplänen mit der Auflage zu, hier nur Wahlgräber anzubieten. Bestattungen in Reihengräbern sollten ausschließlich auf dem Sennefriedhof möglich sein. Auf Grund von Protesten seitens der Bevölkerung konnte dieses Vorhaben jedoch verhindert werden. In der Folgezeit konnte somit auch die Fläche des neuen Friedhofabschnittes voll genutzt werden. In dieser Zeit entstand zudem die Kapelle, die im Jahre 1930 errichtet wurde.

Weitere Umstrukturierungen der Anlage erfolgten im Jahre 1959 und in den Achtzigerjahren. 1981 wurden die Friedhofseingänge zwischen dem alten und neuen Teil mit einer Einbuchtung in das Friedhofsgelände hinein neu gestaltet. Zuletzt wurde in 2001 im neuen Teil des Friedhofs ein Reihengrabfeld für Erdbestattungen in Betrieb genommen.