Historie

Der Friedhof Sudbrack entstand durch die Initiative einiger Bürger aus Sudbrack, Gellershagen und Theesen. Bereits im Sommer 1894 stellten sie beim Amtmann Goede in Schildesche den Antrag, auf Kosten des Amtes Schildesche einen neuen Friedhof im südwestlichen Teil des Amtes anzulegen. Begründet wurde der Antrag mit den weiten Wegen zum Schildescher Friedhof, auf dem damals die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadtteile bestattet wurden. Außerdem seien die Wege schlecht und unpassierbar. Die große Entfernung erschwere die Beerdigung sowie die Grabpflege. Zudem meinte man, dass die Bestattungen in Sudbrack preiswerter seien, weil hier der Grund und Boden günstiger seien.

Im Dezember 1894 wurde der Antrag abgelehnt. Sollten die Sudbracker jedoch bereit sein, ihren Friedhof selbst zu finanzieren, dann ließe sich über eine Genehmigung reden. Es wurde ein geeignetes Gelände zu einem angemessenen Preis angekauft. Im Sommer 1895 wurde beim Schildescher Amtmann der Antrag auf Genehmigung eines Friedhofes gestellt.

Blick über den Friedhof Sudbrack

Blick über den Friedhof Sudbrack

In Schildesche selbst gab es erhebliche Widerstände gegen einen Friedhof in Sudbrack. Man befürchtete, dass die Einrichtung eines eigenen Friedhofes in diesem Gebiet auch die Loslösung von Kirche und Pfarrgemeinde nach sich ziehen und dass auch andere Gemeinden des Amtes Schildesche diesem Beispiel folgen könnten. Trotz dieser Einwände erteilte der Regierungspräsident in Minden am 26. Juni 1897 die Erlaubnis zur Anlage des Friedhofes, unter der Voraussetzung, dass alle Auflagen eines eigens angefertigten Gutachtens erfüllt würden.

Am 15. Oktober 1897 fand eine Generalversammlung statt, indem das Statut der Sudbracker Friedhofsvereinigung vorgestellt wurde, welches im Februar 1898 in Kraft trat. Zur Finanzierung wurden von den Mitgliedern der Sudbracker Friedhofsvereinigung Anteilsscheine zu je 10 Mark erworben, die in den Grundstückserwerb und den Ausbau flossen. Am 8. März 1898 fand die erste Bestattung auf dem neuen Friedhof statt.

Der Friedhof wurde im Laufe der Zeit mehrfach erweitert. 1956 wurde das Wohnhaus eines Milchhändlers zur Kapelle umgebaut. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde von der Elim-Kapelle aus beerdigt.